Ein Gesetz sorgt für Unfrieden und Probleme

Der Bayerndialog setzt sich für liberale Rauchverbote ein

Vor zwei Jahren, am 1. August 2010, trat das absolute Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie in Kraft. Vorausgegangen waren ein erfolgreiches Volksbegehren durch die ÖDP und einigen Nichtraucherinitiativen. Daraufhin kam es zum Volksentscheid am 4. Juli 2010. Etwa 3,5 Millionen bayerische Wählerinnen und Wähler gingen an die Wahlurnen. Von diesen stimmten 61 Prozent für ein totales Rauchverbot. Die unterlegenen Gegner des Verbots wirkten betrübt und sogar ein wenig fassungslos. Es war nicht gelungen, Raucher und liberale Nichtraucher zur Wahl zu bewegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,7 Prozent.

Wer aber nun glaubte, das Thema sei damit beendet und die Volksgesundheit sei gerettet, der irrte. Auch die Beteuerungen, dass dieses Rauchverbot in bayerischen Wirtshäusern und Kneipen bestens funktioniere, dürfte eher Wunsch denn Realität sein. Die Bilanz des Vorzeige-Gesetzes für Bürgererziehung ist nämlich suboptimal. 13 Millionen Euro Steuergelder kostete der Volksentscheid. Doch was hat es gebracht?

Heute, zwei Jahre, nachdem Sebastian Frankenberger mit wehenden Haaren und Victory-Zeichen in die zahlreichen Kameras schrie und die Hardliner der Nichtraucherbewegung im Hintergrund zufrieden applaudierten, wird dieser Erfolg stets dann erwähnt, wenn es um nächste Forderungen und Ziele für eine tabakfreie Welt geht. Diskussionen, ob sich das Gesetz tatsächlich bewährt hat, werden ungern zugelassen.  Auch die Politik hält sich bedeckt und ist froh, wenn das Thema möglichst klein gehalten wird. Kritiker gibt es dennoch. Und die fragen heute, inwieweit sich die bayerische Gastronomie seit dem Gesetz verändert hat. Gibt es klare Anzeichen für Verbesserungen oder löste sich alles mehr oder weniger in Schall und Rauch auf?

Die Gastronomieszene in Bayern hat sich durchaus verändert. Hotels und größere Betriebe mit hauptsächlichem Speiseangebot erlitten keine gravierenden Einbußen. Diese Entwicklung war aber bereits  vor dem Volksentscheid erkennbar, denn die Gäste, Raucher und Nichtraucher, bevorzugten aus eigenen Stücken eine rauchfreie Umgebung beim Essen. Kleine Kneipen und Wirtshäuser hingegen mussten starke Umsatzverluste hinnehmen. In einer Studie des MIFM, Münchner Institut für Marktforschung, wurden durchschnittlich 28 Prozent weniger Umsatz und rund 30 Prozent weniger Gäste in der Kleingastronomie festgestellt. Mit dieser repräsentativen Untersuchung gelang es erstmals, verlässliche Zahlen für diese Gastro-Gattung zu entwerfen. Warum dennoch andere Zahlen kursierten, mag daran liegen, dass man 2011 für die Erhebungen des Statistischen Landesamtes eine Jahresumsatzbetrachtung ab 150.000 Euro einführte. Vorher lag diese Untergrenze bei 50.000 Euro. Damit war in den meisten Fällen die kleine Kneipe gar nicht mehr erfasst und die Statistik bot ein Bild der Zufriedenheit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Die Gründe für die negative Entwicklung sind einfach: Die Kneipen und Wirtshäuser werden meist von Stammgästen und zum Feierabendbier besucht. Rauchen gehört häufig dazu. Seit zwei Jahren kommen die Stammgäste nicht mehr so häufig, die Kartenspieler treffen sich privat. Die damaligen Annahmen, dass eine positive Wirkung durch das Rauchverbot durch neue, nichtrauchende Gäste entstehen werde, hat sich nicht bewahrheitet. Kein Nichtraucher veränderte sein Ausgehverhalten und besuchte nach dem Volksentscheid Kneipen oder Wirtshäuser, nur weil es jetzt nicht mehr nach Rauch roch. Heute wird das gerne verschwiegen und die Wirte lässt man mit ihrem Problem allein. Hauptsache rauchfrei, egal warum.

Inzwischen wird den Wirten sogar noch die Rolle des Hilfspolizisten aufgebürdet. Missachtung des Rauchverbots durch Gäste müssen mit Hinweis, gegebenenfalls mit Hausverbot durch den Wirt, geahndet werden. Hinzu kommt eine deutliche Zunahme von Beschwerden über Lärmbelästigungen vor den Wirtshäusern, da die Raucher dorthin verbannt wurden. Selbst Sebastian Frankenberger fehlen da die richtigen Worte. In einem Interview überraschte er mit dem Statement, dass man sich ja bewusst sein sollte, wenn man im Innenstadtbereich in der Nähe von Kneipen wohne, dass es dort lauter sei als auf dem Land. Ein anderes Mal gab er zu, dass die ultimative Anwendung des Gesetzes auch auf Besonderheiten wie zum Beispiel einer Zigarren-Lounge in Nürnberg nicht sein Ziel gewesen sei. Eine Alternative konnte er nicht formulieren.

Der Verdacht, dass der Gesetzentwurf die Gastronomie aus populären Gründen als besonders geeignete Branche missbrauchte, um dem eigentlichen Ziel einer tabakfreien Welt näher zu kommen, keimt auf. Das bayerische Rauchverbot erweist sich auch zwei Jahre später nicht als das Allheilmittel, für das es gerne gehalten wird. 14 von 16 Bundesländern haben sich indessen für eine liberale Regelung entschieden. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber die Möglichkeit dafür gegeben. Alternativen wie abgeschlossene Raucher-Nebenräume sind mit strengen Auflagen verbunden erlaubt. Kleine Kneipen bis 75 m² Gastfläche können selbst entscheiden, ob darin geraucht wird oder nicht.

Auch hier sind Auflagen zu erfüllen; die Gefahr, dass dadurch wieder überall geraucht werden würde, ist ausgeschlossen. Dem Kinder- und Jugendschutz kommt allerhöchste Beachtung zu, Rechtssicherheit besteht und eine Verzerrung des Wettbewerbs in der Gastronomie ist aufgrund der Vielfalt des Angebots und der unterschiedlichen Beweggründe für Gaststättenbesuche ehrlicherweise nicht vorhanden. Warum nur in Bayern und im Saarland an der strikten Lösung festgehalten wird, fragt sich so mancher.

Die Politik schaut dieser Entwicklung derzeit nur zu. Intern fragt man sich, ob man sich den damaligen Gesetzentwurf nicht hätte besser anschauen sollen und eine praxistauglichere Alternative gegenüberstellen sollen. Vielleicht hätten die Wähler dadurch eine bessere Entscheidungsgrundlage vorgefunden und das Ergebnis möglicherweise eine „echte Befriedung des Themas“ erzeugt. Doch diese Chance wurde vertan. Nun lebt man in Bayern damit und nicht Wenige sind unzufrieden.

Bereits 2008 sorgte dieser Umstand für erstaunliche Wahlergebnisse bei der Landtagswahl im Freistaat. 2013 ist wieder Wahltermin. Raucher und liberale Nichtraucher werden sich wahrscheinlich erinnern, wie es zu diesem Bevormundungsakt kam. Und diesmal werden sie sicher zur Wahl gehen. Die politische Meinungsfindung fand in früheren Tagen gerne auch im Wirtshaus und am Stammtisch statt. In Bayern gibt es in mehr als 500 Gemeinden bereits kein eigenes Wirtshaus mehr. Die Gründe sind unterschiedlich. Normale Fluktuation, kein geeigneter Nachfolger, aber auch Umsatzeinbrüche durch Rauchverbot und weitere Einschränkungen zählen dazu. Bleibt abzuwarten, wie und woran sich die Unzufriedenen orientieren. Mit einer sinnvollen Gesetzesnovelle könnten Parteien sicher dort punkten. In dem bereits begonnenen Wahlkampf in Bayern wird das Thema auf jeden Fall Bestand haben, denn es ist voller Emotionen und Kontroversen. Wegschweigen wird nicht funktionieren.

Dies ist eine Pressemitteilung des Bayerndialoges. Der Bayerndialog ist eine Gemeinschaft von verschiedenen Organisationen und engagierten Einzelpersonen, die der Wunsch nach einer liberalen Regelung des Nichtraucherschutzes in der bayerischen Gastronomie eint. Die Interessengemeinschaft erreicht eine große Anzahl von Gästen und Gastronomen. So zählen dazu BFT e.V. Bürger für Freiheit und Toleranz, BVGG Bundesverein Gastronomie und Genuss e.V., Fairness für Raucher, Netzwerk Rauchen e.V., Rauchernews.de, sowie Die Bürgerredaktion.

 


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39 Kommentare

  1. Freiheit ohne Rauchen

    KS bei BS/Petra von Dyck/Nancy,Sturer Allgäuer usw. ist jeder und jede die Hilfe anbietet um mit dem Rauchen aufzuhören von der Tabakkontrolle,der Pharmaindustrie, gekauft oder mit ihnen verbunden.Und die dauernde Verharmlosung.

    • juso92

      Stimmt, für diese Leute ist ja auch jeder, der beim Nichtraucherschutz nicht exakt deren Meinung ist, gleich ein “Raucherhasser”, die natürlich von der bösen WHO/Tabakkontrolle bezahlt werden. Auch Leute wie Regen, die immer versuchen neutral zu bleiben, werden doch hier schon als “Raucherhasser” oder “Antiraucher” beschimpft. Ich glaube schon, dass die es wissen, dass Passivrauch schädlich ist, es aber nicht wahrhaben wollen. Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass es Leute gibt die auch wirklich daran glauben, dass Rauchen gesund sei und durch Passivrauch nichts passieren könne.

  2. B.S.

    Ich begruesse es, dass bei unserem cabinet reshuffle 2 Antiraucher ihren Posten verloren. Eine hat nun gar keinen mehr, der Andere wurde degradiert.

  3. KS

    Ich begrüße es, dass das Rauchen durch die vielen Reglementierungen immer weiter beschränkt wird. So wird die schädliche Selbstverständlichkeit des In-der-Öffentlichkeit Qualmens allmählich immer anstößiger. Und die Raucher werden so gezwungen, sich mit ihrem Laster auseinanderzusetzen. Zigaretten zu rauchen ist eben kein harmloses Hobby wie Tee trinken.

    In meiner Praxis bestätigt mir jeder aufhörwillige Raucher, dass die Verbote und Einschränkungen eine große Hilfe seien, das Rauchen endgültig zu beenden. Und da sieht man doch: “Der Zweck heiligt die Mittel!”

    • Petra van Dyck

      @KS ( Kathrin Schmidt ) sie sollten eigentlich froh über jeden sein, der rückfällig wird, und ihre “Behandlung ” immer wieder nutzt.
      Sie erhalten eine professionelle, individuelle Beratung sowie eine Laseranwendung “RAUCHFREI”.
      Kosten: 199,00 Euro (statt 230,00 Euro)

      Und da sieht man doch: “Der Zweck heiligt die Mittel!”

      Genau, hoffentlich halten sie durch, und bekommen die Miete zusammen als Franchisenehmer

      • KS

        @ Petra: Keine Sorge, das mit dem “Durchhalten” klappt ganz gut. ;-) Sowohl bei mir – betreibe die Praxis seit 3,5 Jahren und hab überwiegend Empfehlungskundschaft – als auch auch bei den Aufhörern. Falls doch mal eine/r rückfällig wird, kann er/sie übrigens kostenlos zur Wiederholung kommen.
        Gruß aus Leipzig, KS

      • Petra van Dyck

        @K S: wieso tregaen sie eigentlich KEINE Brille, bei ihrer “Behandlung” ?? Laser ist ja nun mal nicht so ohne für die Augen.. Also: Verarschen kann ich mich besser, als sie es je tun könnten

      • B.S.

        Na, so prall kanns mit der Kundschaft nicht sein, wenn KS hier Werbung machen muss.

        So wird die schädliche Selbstverständlichkeit des In-der-Öffentlichkeit Qualmens allmählich immer anstößiger.

        Gemaess eurem Wunschdenken und dem “Denormalisationsprogramm”, vielleicht. Allerdings sieht die Realitaet doch etwas anders aus.

        Zigaretten zu rauchen ist eben kein harmloses Hobby wie Tee trinken.

        WELCHE Krankheiten werden doch gleich durch das Rauchen ALLEINE verursacht?
        WELCHE Krankheiten werden doch gleich durch das “Passivrauchen” ALLEINE verursacht?

        Keinen Tabakkontrolle + Freunde finanzierten Unsinn, bitte!!!

        Und da sieht man doch: “Der Zweck heiligt die Mittel!”

        Dass fuer euch fuer das Endziel “Tabakfreie Welt” alle Mittel recht sind, wissen wir schon lange. Deshalb glaubt euch auch fast keiner mehr.

    • juso92

      Genau KS, Rauchen ist einmal kein harmloses Hobby und was man auch immer bedenken muss, durch das Rauchen in Innenräumen werden auch andere geschädigt , im Gegensatz zum Alkohol, wenn ich in der Kneipe mein Bier trinke, schade ich ja wohl niemanden. Ich trinke abends gerne mal ein kleines Bier zu Hause, wenn ich in der Gaststätte bin können es auch mal 3 bis 6 Gläser sein, aber ich hab mich jetzt noch nie großartig zugesoffen sodass ich andere schädigen könnte. Aus diesem Grund kann man Alkohol und Tabak überhaupt nicht vergleichen. Ich habe im Übrigen nichts gegen Raucher, ich selber halte zwar nichts von Zigaretten und hab auch noch nie eine in der Hand gehabt, aber das muss dann doch jeder selber wissen, ob er rauchen will oder nicht. Aber es geht nicht, dass man mit dem Rauchen andere schädigt und deshalb muss es in allen Innenräumen, und zwar auch die die von Nichtrauchern freiwillig besucht werden wie z.B. Kneipen ein Rauchverbot ohne Ausnahmen geben. Und ich weiß auch von Rauchern im Bekanntenkreis die das Rauchverbot mittlerweile begrüßen, weil sie dadurch nämlich weniger rauchen, wenn es in Gaststätten verboten ist. Ein Rauchverbot in Innenräumen ist daher für Nichtraucher und auch für Raucher nur positiv !

      • Petra van Dyck

        @Juso92 Und ich weiß auch von Rauchern im Bekanntenkreis die das Rauchverbot mittlerweile begrüßen, weil sie dadurch nämlich weniger rauchen, wenn es in Gaststätten verboten ist

        Deine rauchenden Bekannten können also nur deshalb weniger rauchen, weil es ein Rauchverbot gibt? Du erzählst nur Märchen, du bist doof wie ein Brot.

      • Nansy

        Petra, was glaubst Du wohl was für eine Chance man als Raucher hat, wenn man mit juso Bekanntschaft schließen will? Ich schätze mal, dass man sich zwangsläufig seiner Meinung anschließen muss, sonst ist man nicht mehr mit ihm bekannt….

      • Petra van Dyck

        Nancy: …oder andersrum, wenn man ihn loswerden will, muss man nur das rauchen anfangen. Aber wir sind ihn ja hoffentlich bald los, wenn er ab Okt. studiert. :-)

      • 56-er

        Meine Erfahrungen mit Antis ist eher genau umgekehrt. Ich war mal mit Bekannten auf einem Volksfest (im Freien), wo man üblicherweise an den bekannten langen Tischen sitzt. Als wir dann unsere Zigaretten auspackten, baten uns Leute, die auch an diesem Tisch saßen, doch bitte an diesem Tisch nicht zu rauchen. “Kein Problem”, sagten wir und setzten uns woanders hin. Und schon fühlten die besagten Leute, die sich auf diese Weise als Antis outeten, zurückgesetzt und ausgegrenzt.

      • Anonymer Raucher

        @ juso92, wie wärs denn, wenn du mal in den Wintermonaten (also wenn es wie letzten Februar mit bis zu minus 20°C so richtig kalt ist) in deiner Stammkneipe deinen Sauerbraten auch draußen vor der Tür isst ? Mal sehen, wie du das dann findest, denn für euch Antiraucher ist es ja immer so verständlich, dass wir Raucher auch bei Minustemperaturen überall draußen rauchen und frieren müssen !

      • juso92

        @ Anonymer Raucher, wieso sollte ich im Winter draußen vor der Tür essen ? Das ist doch das Dümmste, was ich je gelesen hab und außerdem muss Fleisch niemand passiv mitessen. Im Sommer sitze ich bei gutem Wetter schonmal draußen, ansonsten sitze ich aber eigentlich lieber drinnen in der Kneipe. Und euch verwehrt es auch niemand, drinnen zu sitzen, ihr müsst halt nur kurz zum Rauchen vor die Tür.

      • Nansy

        Juso, deine Logik ist mal wieder umwerfend!
        Zitat: “…wieso sollte ich im Winter draußen vor der Tür essen ?” und “Und euch verwehrt es auch niemand, drinnen zu sitzen, ihr müsst halt nur kurz zum Rauchen vor die Tür.”

        Mit der selben Begründung können die Prohibtionisten auch argumentieren, dass den Kneipenbesuchern auch niemand verwehrt, drinnen zu sitzen, sie müssten nur halt kurz zum Trinken vor die Tür.
        Daran wird ja schon gebastelt, das wird noch zehn Jahre oder mehr dauern, aber Du bist dann bestimmt auch als Ideologe dabei…..

      • 56-er

        @juso92: Mal abgesehen davon, daß es in meinem Bekanntenkreis üblich ist, daß sich einer, der sich mal was zu essen bestellt hat für die Dauer der Nahrungsaufnahme an einen anderen Tisch setzt, geht es nicht darum ob Sie damit jemand belästigen oder nicht. Es geht darum, ob Sie wenn Sie zum essen raus müßten, warum auch immer, noch Lust hätten überhaupt in das Lokal zu gehen.
        Ich finde es schlägt immer wieder dem Faß den Boden aus, daß es nicht genügt wenn wir Raucher das Rauchverbot akzeptieren, nein, wir sollen uns auch noch verpflichtet fühlen trotzdem in das Lokal zu gehen um die ausbleibende Nichtraucherkundschaft zu ersetzen.

    • B.S.

      Na, so prall kanns mit der Kundschaft nicht sein, wenn KS hier Werbung machen muss.

      So wird die schädliche Selbstverständlichkeit des In-der-Öffentlichkeit Qualmens allmählich immer anstößiger.

      Gemaess eurem Wunschdenken und dem “Denormalisationsprogramm”, vielleicht. Allerdings sieht die Realitaet doch etwas anders aus.

      Zigaretten zu rauchen ist eben kein harmloses Hobby wie Tee trinken.

      WELCHE Krankheiten werden doch gleich durch das Rauchen ALLEINE verursacht?
      WELCHE Krankheiten werden doch gleich durch das “Passivrauchen” ALLEINE verursacht?

      Und da sieht man doch: “Der Zweck heiligt die Mittel!”
      Dass fuer euch das Endziel “Tabakfreie Welt” alle Mittel recht sind, wissen wir schon lange. Deshalb glaubt euch auch fast keiner mehr.

    • Petra van Dyck

      @KS: ….und jeder Teilnehmer erhält auch noch eine Teemischung mit auf den Weg und wahlweise auch eine Motivations SMS ..

      einen grösseren Schwachsinn habe ich noch nie gelesen. Wünsche ihnen noch recht viele Raucher, die bereit sind, dafür Geld auszugeben. Da rauche ich mir doch lieber noch eine, und trinke meinen eigenen Tee und eine SMS kann ich mir ja auch selber senden..Mal sehen, ob es was bringt..Ich melde mich dann wieder bei ihnen.

  4. Jochen

    Mein Ausgeh- und Konsumverhalten seit dem Totalrausschmissgesetz in Bayern hat sich sehr verändert.
    Bin ich früher 1 – 2 mal die Woche in mir bekannte Kneipen gegangen und hab mich entspannt in geselliger Runde, gehe ich heute etwa nur noch alle 4 Wochen in öffentliche Gastronomie. Da ich mich – auch nach 2 Jahren seit dem Totalverbot – über dieses unfaire, intolerante und freiheitsfeinliche Gesetz ärgere wenn ich es erlebe.. Nämlich : Alles den Nichtrauchern, und Nichts -keinen Quadratzentimeter – der anderslebenden Minderheit, den Rauchern. Diese verordnete Zwangsnichtrauchergastronomie widerstrebt meinem Gerechtigkeitssinn. Da mir nun auch dort das Rauchen verboten wird, wo Nichtraucherschutz gewährleistet ist.
    Auch nach 23 Uhr wird der bayrische Raucher jetzt vor die Türe verwiesen (auch da wo separate Raucherräume vorhanden wäre), und hat seine Zigarette in der der einen Hand. Verboten ist es jetzt in Bayern aber in der anderen Hand nach 23 Uhr draussen ein Getränk zu halten!……und muss sein Glas unbeaufsichtigt in der Kneipe stehen lassen. ( Bei einer Zigarrenlänge wird das Bier dann auch schnell schal). Muss ich eigentlich jeden Krampf mitmachen ? Muss man alles akzeptieren?
    Deshalb geh ich nur noch wenig in öffentliclhe Gastronomie. Ich gehe jetzt viel mehr in private Vereine/Clubs oder eben zu Privatparties.in Bayern. Man wird dort wenigstens als erwachsener Mann in Ruhe gelassen u. fühlt sich nicht wie ein kleines Kind behandelt.

    • B.S.

      Verboten ist es jetzt in Bayern aber in der anderen Hand nach 23 Uhr draussen ein Getränk zu halten!……und muss sein Glas unbeaufsichtigt in der Kneipe stehen lassen.

      Nun ist es bei Euch fast soweit wie hier in England. Hier muss man immer sein Getraenk drinnen lassen, wenn man zum Rauchen rausgeht, weil sonst die Party vor der Kneipe stattfindet und drinnen es noch leerer wie schon seit 5 Jahren ueblich ist.

      Wenn man bedenkt, dass es hier nichts Ungewoehnliches ist, dass unbeaufsichtigte Getraenke einfach verschwinden, oder, schlimmer noch, “gespikt” werden und einige Maedels damit schon boese Sachen erlebt haben, muss man sich wirklich fragen, ob der Raucherhass unermaesslich ist.

      Es wird mehr als hoechste Zeit, diesem Rauchverbotsunfug ein Ende zu setzen; man kann es nicht oft genug wiederholen! Wenn der Gastwirt die Entscheidung Raucherfreundlich/Nichtraucher/oder gar Beides trifft, wird er/sie dem Trend folgen. Uns wird ja immer erzaehlt, dass rauchfreie Kneipen der absolute Renner sind, also stellen die Gastwirte von alleine auf “Nichtraucher” um. Oder?

      Wir Raucher koennen nicht alle Gaststaetten Raucherfreundlich haben, also koennen die Rauch-und Raucherhasser auch nicht alles beanspruchen.

      Natuerlich erschwert das die Utopie der tabakfreien Welt, die eh keiner (ausser den Rauch-und Raucherhassern natuerlich) haben will.

  5. Anonymer Raucher

    Wenn ich mir hier so die Kommentare von juso92 und UweM durchlese, muss ich ja schon glauben, dass die von der WHO und anderen Volkserziehern finanziert werden. Beseonders bei dem Juso kann ich mir gut vorstellen, dass der vielleicht sogar ein Monatsgehalt von der WHO , um hier die Antiraucherpropaganda zu verbreitten. Wann sehen es die Antiraucher endlich ein? Passivrauchen ist total unschädlich ! Auf einem Bahnhof mit sehr viel befahrenen Zügen zu stehen ist viel gefährlicher als in einer Eckkneipe zu sitzen in der jede eine nach der andere raucht. Aber auf Bahnhöfen schickt man us ja auch schon in die gelbe Apartheitzone zum rauchen. Ich lebe in Brandenburg, hier haben die rot-roten Volkserzieher von SPD und Linke schon ein totales Rauchverbot in Spielbanken eingeführt und jetzt wollen hier einige Deppen von der Linkspartei auch unbedingt ein Totalverbot in der brandenburgischen Gastronomie einführen, hier sind schon Raucherclubs verboten und so, jetzt wollen die rot-roten Volkserzieher uns auch die sehr wenigen Raucher-Eckkneipen wegnehmen. Aber solange wie die in den Bundesländern die drei Volkserzieherparteien SPD, Grüne und Linke eine Mehrheit, so wird sich hier nichts ändern. Parteien wie die FDP oder die Bayernpartei müssten die Zweidrittelmehrheit bekommen, erst dann änder sich was.

    • B.S.

      Wann sehen es die Antiraucher endlich ein? Passivrauchen ist total unschädlich !

      Die wissen das sogar, aber der fiktive “Passivrauchschaden” ist der einzige Grund fuer Rauchverbote, also werden die es NIE zugeben koennen.

    • UweM

      Ausgerechnet im “Verbotsstaat” Bayern haben die “Volkserzieher” SPD, Grüne und Linke nie eine Mehrheit gehabt und die hier empfohlene FDP ist sogar in der Regierungskoalition. Was hat es genutzt?

    • juso92

      @ Anonymer Raucher, wie kommen Sie bitte auf diesen dämlichen Blödsinn ich würde für meine Kommentare ein Monatsgehalt von der WHO bekommen ? Ich dachte ich les nicht richtig, als ich diesen Quatsch von Ihnen gelesen habe, wen dem echt so wäre könnte ich mich ja entspannt zurücklehnen und bräuchte mir keine Gedanken über mein zukünftiges Studium machen. Und wie Sie auf den Schwachsinn kommen, dass am Bahnhof stehen schädlicher ist als in einer Raucherkneipe zu sitzen kann ich auch beim besten Willen nicht nachvollziehen.

      • Petra van Dyck

        @Juso92: damit du auch mal was nachvollziehen kannst Zugbedingter Bahnstaub entsteht durch Abriebvorgänge (Bremsen, Rad-Schiene-Kontakt, Stromaufnahme). Während des Betriebes von Bahntunnelanlagen wird der Eintrag von Bahnstaub zunehmend problematisch. Bahnstaub kann zur gesundheitlichen Beeinträchtigung des Wartungs- und Reinigungspersonals führen und aufgrund seiner elektrischen Leitfähigkeit elektronische Komponenten von Schalt- und Sicherungsanlagen gefährden
        http://www.baufachinformation.de/literatur.jsp?bu=2012019022271

  6. juso92

    So ein Schwachsinn dieser Artikel. Wenn Kneipen pleite gehen liegt es eurer Meinung nach ja ausschließlich an dem Rauchverbot, dabei gibt es auch so viel andere Gründe ! Also wenn ich in Bayern bin, gehe ich dort immer in rustikalen Wirtshäuser oder Brauhäusern was essen und danach noch in eine Eckkneipe einen Absacker trinken, und diese sind in Bayern immer gut besucht, ist doch komisch oder ? Und dann wieder dieses lächerliche Beispiel von 2008, ich habe hier schon mal erklärt, dass das erste Rauchverbot der CSU viel zu lasch war, weil bei diesem Gesetz das Gründen eines Raucherclubs erlaubt war und Wirte das Rauchverbot ganz einfach umgehen konnten. Ach und zu den nächsten bayerischen Landtagswahlen kann ich Ihnen sagen, wie es kommen wird: Die Bayernpartei und die FDP werden wahrscheinlich nicht in den Landtag kommen.

    • B.S.

      Also wenn ich in Bayern bin, gehe ich dort immer in rustikalen Wirtshäuser oder Brauhäusern was essen und danach noch in eine Eckkneipe einen Absacker trinken, und diese sind in Bayern immer gut besucht, ist doch komisch oder ?

      Ja, wir wissen, dass die Rauch-und Raucherhasser sehr gerne verbreiten, wie das Rauchverbot Scharen von Nichtrauchern in die Gaststaetten lockt. In der Realitaet sieht es nun mal anders aus.

      Wenn 5 Gaeste fuer sie “gut besucht” heissen, ist das fuer sie wohl genuegend. Fuer einen Gastwirt ist es das leider nicht.
      Na, wenigstens bekommen sie nun ueberall einen Sitzplatz und es ist auch nett und ruhig in diesen Gaststaetten.

      Wir erinnern uns halt noch an die WIRKLICH gut besuchten Gaststaetten vor dem Rauchverbot.

    • Ach, Juso. Wo sagt jemand, dass das Kneipensterben ausschließlich an den Rauchverboten liegt? Erfinden Sie doch nicht ständig Propaganda, um Ihre Allmachtsphanatasien zu begründen. Mittlerweile erkennt sogar die Süddeutsche, dass das bayerische Rauchverbot einfach unsinnig und falsch ist. Und die Süddeutsche hat Antiraucherlobbyisten wie Dietmar Jazbinsek dessen Propaganda der Tabakkontrolle in Form von Artikeln schreiben lassen.

      Sie haben mir übrigens noch immer nicht beantwortet, was Tabakhypochonder in ausgewiesenen Raucherclubs, Shisha-Bars oder Zigarrenlounges zu suchen haben. Bleibt nur zu hoffen, dass in NRW die Vernunft stärker ist als die Propaganda der Rot-Grünen Volkserzieher und ideologischen Verbotsfetischisten. Bei der SPD kann man ja durchaus Hoffnung haben.

    • G-H-L

      Ach juso92! Ihr Artikel entlarvt Sie! So wie Sie schreiben geht es Ihnen um Rauchverbote um der Rauchverbote willen. Der vorgeschobene Grund des Nichtraucherschutzes, den erwähnen Sie nicht einmal.
      Im Grunde sind Ihnen Ihre Mitmenschen gleichgültig, aber beim Thema Rauchverbot haben Sie plötzlich das Herz für die Mitmenschen entdeckt. Wie verlogen!

    • G-H-L

      So so, das erste Rauchverbot war Ihnen viel zu lasch! Aber es hätte Ihnen die Möglichkeit gegeben rauchfrei in die Gaststätte zu gehen und den Rauchern, sich eine entsprechende Gaststätte auszusuchen, wo sie hätten rauchen können. Es wäre allen geholfen gewesen.
      Das aber war Ihnen zu lasch. Warum wohl? Die armen Kellner und Bedienungen sind Ihnen im Grunde gleichgültig.

  7. B.S.

    Die Bilanz des Vorzeige-Gesetzes für Bürgererziehung ist nämlich suboptimal. 13 Millionen Euro Steuergelder kostete der Volksentscheid.

    Hier wurden 13 Millionen Euro fuer Unfrieden aus dem Fenster geschmissen. Vielleicht sollte man auch veroeffentlichen, wieviele Steuergelder an diverse Antiraucherorganisationen verschwendet werden, damit das Volk so richtig in Laune kommt.

    Auch hier sind Auflagen zu erfüllen; die Gefahr, dass dadurch wieder überall geraucht werden würde, ist ausgeschlossen.

    Hier muss man hinzufuegen, dass die Rauch-und Raucherhasser in Bayern 2010 diese Luege ohne Rauchverbot wird ueberall wieder geraucht werden als Werbung fuer Stimmen fuer ein Rauchverbot benutzten.

    Man kann nicht oft genug sagen, dass Raucher durchaus mit einem gemuetlichen Raucherzimmer (Betreten “auf eigene Gefahr”) zufrieden sind;
    ebenso koennen und sollten die Gastwirte selbst entscheiden koennen. Laut Antiraucher sind ja rauchfreie Kneipen der “absolute Renner”, also bleiben die meissten Kneipen ja Rauchfrei, oder?
    Und somit die Antiraucher gerne eine der vielen Rauchfreien Gaststaetten aufsuchen.

    Natuerlich wird die Welt dadurch nicht rauchfrei und der Eingriff in die Privatsphaere (Rauchverbot in Autos und sogar zu Hause) wird den Rauch-und Raucherhassern erschwert.
    Der erste Schritt jedoch ist, die Steuergelder, die an die Antiraucher verschwendet werden, besser zu nutzen.

  8. Peter Hartmann

    Eine tabakfreie Welt wird genausowenig kommen,auch wenn Antiraucher das meinen.Es wurde auch von einer atomwaffenfreien Welt schon gesprochen,hat sich auch nicht ganz durchgesetzt.

    • Dampflok

      An einer atomwaffenfreien Welt verdient die Pharma-Lobby ja auch nix… Dazu kommt (nur meine unwürdige Theorie), daß dieses elende EUdSSR-Pack endlich auf Leistung getrimmt werden soll. Ihr sollt Euch gesund zu Tode schuften, anstatt das Leben zu genießen. Denn mit Lebensfreude und Genuß läßt sich der “Markt” nicht bei Laune halten, das Gesindel in Brüssel nicht durchfüttern und das derzeit im Umlauf befindliche Spielgeld nicht weiter vermehren.

  9. Peter Hartmann

    Liberaler also die Uhr wieder zurückdrehen. Wenn das nicht für neuen Ärger sorgt.

  10. No transpla

    Die Frage, warum alles beschönigt und unter den Tisch gekehrt wird sowie falsche Aussagen und Studien herumkursieren liegt mit ein bisschen gesunden Menschenverstand auf der Hand!!!!

    Es geht weniger um Erziehung, sondern um den Beginn des Milliardengeschäfts “Organhandel und Organtransplantation”. Es soll ja mittlerweile alles Verboten werden, damit die oberen 10.000 lupenreine, ja schön aufpolierte Organe weltweit gewinnbringend auf Kosten des Bürgers verkaufen können. Dies geschieht ohne Rücksicht und bis zur totalen Ausschlachtung!!!!

  11. Liberaler

    Es sollte an dieser Stelle auf das 2013 in Bayern stattfindende Volksbegehren “Wahlfreiheit für Gäste und Wirte” hingewiesen werden. Es ist sicher nicht die einzige, aber eine der wenigen realistischen Chancen, das Gesetz in Bayern wieder zu korrigieren: http://www.volksbegehren-raucherclubs.de/

  12. Heute, zwei Jahre nachdem Sebastian Frankenberger mit wehenden Haaren und Victory-Zeichen in die zahlreichen Kameras schrie und die Hardliner der Nichtraucherbewegung im Hintergrund zufrieden applaudierten, wird dieser Erfolg stets dann erwähnt, wenn es um nächste Forderungen und Ziele für eine tabakfreie Welt geht. Diskussionen, ob sich das Gesetz tatsächlich bewährt hat, werden ungern zugelassen.

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