Kapert die Antiraucherlobby die Piratenpartei?

Militante Antiraucher nutzen die Piraten-Partei für ihre Propaganda

Die Piratenpartei erfährt derzeit einen ungeahnten Zulauf. Ein Landesparlament nach dem anderen wird von dieser derzeit noch etwas anderen Partei “geentert”. Die berechtigte Forderung der Piraten nach mehr Transparenz birgt allerdings auch Gefahren, wie unter anderem am Beispiel des Themas “Rauchverbote” deutlich wird, wo Antiraucherlobbyisten lautstark versuchen, Meinung zu machen.

Wie zu vielen Themen gibt es auch eine Arbeitsgruppe “Nichtraucherschutz” bei den Piraten. An der Diskussion kann sich jeder beteiligen, auch Nichtmitglieder. Dies ist sowohl per Mailingliste als auch über ein Webforum möglich. Schon bald haben sich militante Antiraucher auf diesen Diskussionsplattformen breit gemacht. Zuerst posteten sie nur die sattsam bekannte Propaganda der WHO/Tabakkontrolle. Als diese Propaganda enttarnt wurde, gingen diese Leute dazu über, Andersdenkende zu diskreditieren, offen zu lügen und Andersdenkende zu verleumden. Hier nur ein paar Beispiele:

Rauchende Menschen werden grundsätzlich als “Süchtig” stigmatisiert und ihnen damit das Recht abgesprochen, selbstbestimmte Meinungen abzugeben. Zitat “BoolscheAlgebra”: “Zigarettenrauchen gehört nicht zu einem gemütlichen Abend dazu, sondern Raucher sind suchtbedingt nicht mehr in der Lage, Gemütlichkeit zu empfinden, wenn sie ihren Level nicht erreicht haben” oder “Raucher nehmen keinerlei Rücksicht, nicht einmal auf die eigenen Kinder im Auto!”, aber auch: “Raucher reagieren leider nur auf strafbewehrte Verbote. Anders sind sie nicht bereit, Rücksicht zu nehmen.” Weiter schrieb derselbe User: “Der netteste und rücksichtsvollste Mensch wird als Raucher zum rücksichtslosen Asozialen.”

Doch recht schnell ging man dazu über, nicht nur allgemeine Stigmatisierungen zu verbreiten, sondern Menschen, die nicht die Propaganda der WHO/Tabakkontrolle verbreiten, zu stigmatisieren, zu diskreditieren und zu beleidigen. Der User “term” schrieb beispielsweise: “Wie abstrus, wie lächerlich das ist sei am senilen Fossil H. Schmidt festgemacht, dessen Bedürfnis sich an seiner Zigarette festzuhalten, durch sie etwas darzustellen ja geradezu offensichtlich ist.” Hier wird ein Mensch im fast schon biblischen Alter von über 90 Jahren, dessen klarer Verstand und sachliche Analyse unbestritten sind, als “seniles Fossil” beschrieben – nur weil dieser Mensch raucht und auch zu seiner Angewohnheit steht.

Als das Buch von Prof. Dr. med. Romano Grieshaber “Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft” (Rauchernews berichtete) diskutiert wurde, wurde auch Prof. Grieshaber übelst beleidigt. Der User “sherlogg” schrieb: “Dieser “Professor” Romano Grieshaber hat sich bereits vor einiger Zeit mit seinen kruden und wissenschaftlich unhaltbaren Einlassungen bis auf die Knochen blamiert.” Und weiter: “Erschütternd ist, wie Grieshaber weitab jeglicher Glaubwürdigkeit die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Fachwelt ignoriert und mit Pseudoargumenten den am weitesten verbreiteten gefährlichen Innenraumschadstoff Tabakqualm verharmlost. Grieshaber sollte für seine Forschungen wegen Veruntreuung angezeigt werden. Es ist klar belegbar, dass Grieshaber die Zwangsbeiträge (die Mitgliedschaft in den Berufsgenossenschaften ist staatlich zwangsweise verordnet!) der BGN-Mitglieder für propagandistische Zweche missbraucht. Übrigens: Herr Professor Grieshaber ist selbst Raucher! Klingelts jetzt?”

“BoolscheAlgebra” behauptet: “Der BGN hat Grieshaber wahrscheinlich fürstlich für sein Büchlein entlohnt, nachdem er sich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber überworfen hatte.” und auch: “Der Grieshaber ist ein bezahlter Zeuge par Excellence” und “… in Buchform gepressten Auftragslügen von Herrn Grieshaber …”.  Abgesehen davon, dass Prof. Grieshaber Nichtraucher ist, dass er das Buch erst nach seiner Pensionierung vom BGN geschrieben hat und dass sich der BGN von Prof. Grieshabers Buch distanziert hat und nichts mit diesem Buch zu tun hat – diese Art, mit anderen Menschen umzugehen, zeigt, welche Angst Antiraucherlobbyisten vor Prof. Grieshabers Buch haben müssen. Den Vogel schoss “BoolscheAlgebra” ab, als er seinen Hass gegen Andersdenkende offen artikulierte:

“Grieshaber hat viel Geld (unter anderem an Ihnen) verdient, indem er seine offenkundig (sic!) falschen Aussagen dann noch in ein Buch ejakulierte, von dem er sicher war, dass es viele Nikotinjunkies bereitwillig kaufen würden, gerade jetzt wenn die Debatte über das Gesetz ansteht!” Die wissenschaftliche Arbeit eines Andersdenkenden wird also als “Ejakulat” bezeichnet – widerlichere Stigmatisierungen als diese sucht man wohl vergebens, egal welche Diskussionen man sich ansieht. Auf die Verleumdungen gegenüber “Rauchernews.de”, “Netzwerk Rauchen” und anderen Einzelpersonen, Gruppen oder Vereinen, die die Lügen der WHO/Tanakkontrolle ans Licht bringen, soll in diesem Beitrag aus Platzgründen verzichtet werden. Nur so viel: Es wird gerne die Lüge verbreitet, diese Vereinigungen oder Privatmenschen seien von der “Tabaklobby finanziert”.

Am Wochenende gab es nun eine “Mumble-Konferenz” (eine Diskussion per Mikrofon über das Internet), deren Ergebnis sich liest wie ein Propaganda-Papier der WHO/Tabakkontrolle:

“1. Wir Piraten gehen davon aus, dass passives Rauchen gesundheitsgefährdend ist.
4. Das Konsumieren von Tabakerzeugnissen ist ein individueller, nicht existentiell notwendiger Genuss, der der Gesellschaft sonst keinen weiteren Nutzen bringt.
5. Nikotin gehört zu den psychoaktiven Substanzen, deren wiederholte Einnahme in der Regel zum Abhängigkeitssyndrom führt. Da das Abhängigkeitssyndrom ein starkes, oft unüberwindbares Verlangen zum Konsum der betreffenden Substanz mit sich bringt, ist die situative Entscheidungsfähigkeit eines Abhängigen in Bezug auf den Konsum seiner Droge erheblich herabgesetzt.”

Die nächste Mumble-Konferenz der Piraten zum Thema Rauchverbote findet übrigens am Sonntag, den 20. Mai 2012 um 20:00 Uhr statt. Wie Sie an dieser Konferenz teilnehmen können, erfahren Sie auf der Webseite der Piraten. Teilnehmen kann jeder, auch wenn er nicht Mitglied bei der Piraten-Partei ist.

 


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24 Kommentare

  1. Sturer Allgäuer

    Die Piratenpartei die nicht einmal ein anständiges und vernünftiges Parteiprogramm vorlegen können oder wollen werden ebenso sang und klanglos von der Bildfläche verschwinden wie viele andere vor ihnen. Diese Partei ist auch nur eine „Ausweichpartei“ eine Alternative zu den etablierten um nicht mehr diese wählen zu müssen. Viele Wähler die die Piraten gewählt haben werden sich schneller wieder zu den „Persilparteien“ (da weis man was man hat) zurück zuorientieren als den Privaten lieb ist. Die Idee der Piraten eine Mailinglist einzusetzen ist schon grandios. Da weis man Namen und Adressen (Datenschutz) der Raucher die dann schön bedroht und schikaniert werden können.
    Meiner Meinung sind die ganzen Antirauchervereinigungen mit „Stuttgart21“ „Dritte Startbahn“ und sonst was Gegnern zu vergleichen. Ich schreibe das selbst auf die Gefahr hin das ich wieder übelste Schelte erhalte. Was geht es z.B. nicht direkt Betroffene an, wie wann und wo der Bahnhof Stuttgart gebaut wird. Das ist eine Sache der Stuttgarter und sonst von niemandem. Was geht es die Münchner an ob eine dritte Startbahn beim Franz-Josef Strauß flughafen notwendig ist oder nicht. Die Betroffenen sind diejenigen die vom Lärm der landenden und startenden Flugzeuge 24 Stunden täglich geplagt werden. Es sind vermutlich genau diejenigen die sich in fremde Angelegenheiten einmischen die per Volksentscheid darüber befinden wollen, ob ich auf meinem eigenen Grund und Boden rauchen darf oder nicht. Mich erinnert das alles an ein Zitat was mein alter Herr über den Kommunismus zu sagen pflegte. Auf meine Frage was Kommunismus sei antwortete er: „ Was dir gehört gehört mir und was mir gehört geht dich einen Scheißdreck an“
    Bislang ist die Tabaklobby zwecks Finanzierungsunterstützung noch nicht an mich herangetreten. Gegenteilige Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit, denn sonst würde ich nicht aus dem arschkalten und regnerischem Ostallgäu schreiben sondern von den Bahamas oder noch besser aus Havanna.

    • UweM

      So einfach ist das leider nur am Stammtisch. Natürlich will jeder unbeschränkt Reisen oder Strom verbrauchen aber persönlich eingeschränkt werden sollen dann doch nur die anderen.

      Haben sie mal drüber nachgedacht, woher sie zu Hause ihren Strom beziehen würden, wenn man nur betroffene Anlieger darüber entscheiden ließe, ob ein Kraftwerk gebaut wird?
      Wie sie zur Arbeit kommen, wenn ein Grundstücksbesitzer ganz alleine darüber entscheidet, ob er sein Stück Land für eine Straße oder Bahngleis hergibt?

      Großprojekte setzen sich immer über Einzelbedürfnisse hinweg.
      Streiten kann man sicher darüber, ob eine sinnvolle Abwägung stattgefunden hat.

    • B.S.

      Es sind vermutlich genau diejenigen die sich in fremde Angelegenheiten einmischen die per Volksentscheid darüber befinden wollen, ob ich auf meinem eigenen Grund und Boden rauchen darf oder nicht.

      Es ist mein Grund und Boden und damit ist die Antwort “Nein” zutreffend.  

      Haben sie mal drüber nachgedacht, woher sie zu Hause ihren Strom beziehen würden, wenn man nur betroffene Anlieger darüber entscheiden ließe, ob ein Kraftwerk gebaut wird?

      Die betroffenen Anlieger sind KUNDEN, also bezahlen ihren Strom und damit kann man nicht ueber deren Koepfe hinweg entscheiden.  Privatisierung hat auch positive Seiten.  

      Bislang ist die Tabaklobby zwecks Finanzierungsunterstützung noch nicht an mich herangetreten. Gegenteilige Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit, denn sonst würde ich nicht aus dem arschkalten und regnerischem Ostallgäu schreiben sondern von den Bahamas oder noch besser aus Havanna.

      Wuerden wir das nicht alle?  Das mit “Individuen von der Tabaklobby bezahlt” Beschuldigung ist deartig abgedroschen, dass das eh niemand mehr glaubt.  

      • UweM

        Und wo kaufen diese Kunden oder wo fahren sie wenn letztlich jeder das Floriansprinzip verfolgt?

      • B.S.

        Die Nachfrage regelt das Angebot.

      • UweM

        Eben nicht, wenn es um solche Großprojekte geht. Wo hätte denn München den Flughafen bauen können, wenn sich einige wenige Bauern erfolgreich gewehrt hätten?
        Denen ist die Nachfrage doch egal, was ich sogar verstehe aber wenn immer nur der direkt Betroffene entscheidet, wird nie ein größeres Projekt vorangetrieben.

    • Nansy

      “Es sind vermutlich genau diejenigen die sich in fremde Angelegenheiten einmischen die per Volksentscheid darüber befinden wollen, ob ich auf meinem eigenen Grund und Boden rauchen darf oder nicht.”

      Sich in fremde Angelegenheiten einzumischen ist das Kennzeichen jeglicher Volkserzieher, Zwangsbeglücker und Prohibitionisten, besonders auch auf dem Gebiet des Sanitarismus. Damit diese Haltung nicht gar so erbärmlich erscheint, versuchen sich die “Vordenker” der Volkserzieher an Scheinbegründungen:

      1. Volkswirtschaftlicher Schaden: geht meistens in die Hose (siehe Raucher), da Kosten durch früheres Ableben geringer als bei “Normalos”.

      2. Deshalb sehr beliebt auch die Angstmacherei vor angeblichen Gesundheitsschäden für Dritten = siehe “Passivrauch” oder “passiv-drinking”

      3. Auch sehr wichtig für Volkserzieher, das Suchtargument = wer süchtig ist, kann keine eigenen Entscheidungen treffen, deshalb müssen das andere (Volkserzieher) für ihn tun (Nikotin, Alkohol, Fett u.s.w.)

      4. Leider – aus Sicht der Zwangsbeglücker – gibt es in ihren Reihen immer noch Minderbemittelte, die ihre Abneigung gegenüber Menschen mit anderer Lebensweise ganz offen und ohne jede Begründung zeigen (Stichwort: wissenschaftliche Begründungen sind mir völlig egal, ich will nur das die Stinkerei endlich aufhört…).

      Hier kommt so schön offen zum Vorschein, dass die eigene puritanische Lebensweise alleine so gar keinen Spaß macht, wenn man nicht die anderen zwangsmissionieren kann..

      • Besser kann man es kaum auf den Punkt bringen. Hinzuzufügen ist lediglich noch, dass man diesem Menschenschlag stets entschlossen entgegentreten sollte, wo immer man ihn trifft, denn seine freiheitsfeindliche Gesinnung schafft gesellschaftlichen Unfrieden, wo immer sie dies vermag.

      • UweM

        ein freiheitsfeindliche gesinnung schafft gesellschaftlichen Unfrieden?

        Interessant, so einen Satz gerade von jemandem zu lesen, der sich für Zensur stark macht und diese als “Hygienemaßnahme” praktiziert

  2. xvulkanx

    Leute, bitte nutzt die Möglichkeiten in den Diskussionsforen der Piratenpartei, die auch Nichtmitgliedern offenstehen, mitzudiskutieren.
    Bin selber etwas erschöpft nach endlosen enervierenden Diskusionen mit “Boolscher Algebra”. Finde es aber wichtig, dass derartig intoleranten Menschen wie “Boolsche Algebra” Paroli geboten wird.

  3. Nansy

    Die 5 Axiome für die Überlegungen zum Nichtraucherschutz, die bei den Piraten momentan in der AG Nichtraucherschutz diskutiert werden, zeigen deutlich, dass Tabakkonsum hier, unabhängig von jedem anderen gesellschaftlichen Konsumverhalten, gesondert eingeschränkt werden soll =
    (z.B.: Das Konsumieren von Tabakerzeugnissen ist ein individueller, nicht existentiell notwendiger Genuss, der der Gesellschaft sonst keinen weiteren Nutzen bringt.)

    Rauchen wird als Genussform anderen gesellschaftlichen Tätigkeiten gegenüber, die auch keinen “existentiell notwendigen Genuss” bieten, besonders behandelt, weil sie angeblich Dritte gefährdet. Grillen, Kerzen, Kaminfeuer, Pizzaöfen in Lokalen u.s.w. – alles kein Thema, da keine AG dazu existiert.

    Besonders apart: der Beweis für die Schädlichkeit von Passivrauch wird aus der Existenz der Nichtraucher AG hergeleitet:
    Zitat:”Wir sollten hier in der AG zunächst davon ausgehen, dass Passivrauch eine erhebliche Gesundheitsgefährdung darstellt. Andernfalls wäre unsere AG unsinnig.”
    oder
    Zitat: “Wenn man aber davon ausgeht, dass die Gefährlichkeit von Passivrauch der Gefährlichkeit der Emissionen anderer Genußmittel entspricht, wäre diese AG überflüssig (s.o.).”

    Beweisführung durch die reine Existenz einer Nichtraucher AG!

    Poster wie “BoolscheAlgebra” und “Healthcare” scheinen gut akzeptierte Mitglieder dieser AG zu sein, obwohl sie ständig andere stigmatisieren: (Raucher sind mehrheitlich süchtig, Süchtige, Nikotiniker und Abhängige der Tabak-Lobby).
    Das scheint selbst bei einem “Senior Member” im Blog, der ein bißchen moderiert, kein Problem zu sein.

    Auch bemerkenswert: die Umdeutung von Begriffen im Sinne des Denormalisationprogramms =
    Zitat: “Ich habe einen Vorschlag zur Sprachregelung.
    Im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz sollte nicht über Rauchverbote geredet werden. Das ist negativ besetzt, was viele Nichtraucherschutzgegner sich gerne zu Nutze machen.
    Stimmiger und sachlich korrekter ist es, von Rauch-Erlaubnissen zu sprechen!”

    So wie es jetzt aussieht, ist die Piratenpartei auf dem Weg zu einer Verbotspartei (Verzeihung, muß natürlich Erlaubnis-Partei heißen), die den Grünen Konkurrenz machen will.

    • Christoph Suter

      @Nansy: Kompliment. Du hast es auf den Punkt gebracht. Da bei den Piraten Krethi und Plethi mitmachen kann, ist es für die Antitabak-Ayatollahs ein leichtes Spiel, die Piraten zu entern.

  4. B.S.

    Übrigens: Herr Professor Grieshaber ist selbst Raucher! Klingelts jetzt?”

    Offensichtlich hat der Kommenter weder das Buch gelesen, noch weiss er/sie WER Grieshaber ist.

    Was hier bei diesem Kommenter “klingelt”, ist pure, unverduennte Angst.

    DIESER KOMMENTER HASST RAUCHER UND DAS RAUCHEN. Klingelts jetzt?

  5. Blaudunst

    Klar und eindeutig dagegen die Position der Partei der Vernunft zu dem Thema:
    http://betrifftuns.de/?tag=piratenpartei

  6. Blaudunst

    So ein widerlicher Pack, diese Antiraucher -Taliban! Und wenn man sich die menschenverachtenden, verleumdenden und faschistoiden Ausgagen dieser Antiraucher in der angeblichen AG-Nichtraucherschutz liest, dann ist die Bezeichnung Antiiraucher-Taliban noch sehr milde…
    Es stimmt schon, dass die meisten Piraten weder Nazis noch faschistoide Antiraucher sind, aber: Sie müssen sich von diesen Gruppierungen abgrenzen und nicht erlauben, dass in ihrem Namen und auf ihren Webseiten solche Sachen gesagt werden!
    Sonst werden sie früher oder später auch in Verbindung damit gebracht.
    Nicht gegen offenen und auch harten Diskutionen, aber das, was da behauptet wurde, hat gar nichts mehr mit freier Meinungsäußerung und schon gar nichts mit Diskutionskultur zu tun! Das sind nur noch Beleidigungen, Diffamierungen und menschenverachtenden Aussagen!
    Davon müssten sich die Piraten distanzieren und sie müssen sich auch dagegen wehren, wenn sie Piraten bleiben wollen.

  7. Christoph Suter

    Zitat aus dem obigen Artikel:

    «Übrigens: Herr Professor Grieshaber ist selbst Raucher! Klingelts jetzt?»

    Aber natürlich ist Grieshaber Raucher und Agent der Tabaklobby. Er war ja schliesslich bereits am 31. August 1939 der Kommandoführer des Überfalls auf den Sender Gleiwitz, im Gliwicer Stadtteil Szobiszowice. Er erhielt dafür vom Führer den Orden «Goldene Zigarette, mit Eichenlaub und Schwertern».

    Mein Gott! Wir in der Schweiz sind ja schon mit einem Übermass an Volldeppen gesegnet. Aber Ihr Deutschen scheint uns wieder einmal zu überflügeln.

    Sorry – aber das musste wegen meiner «Psychohygiene» einfach raus

  8. Dass die Antiraucherfaschisten nichts unversucht lassen, ihren Hirnwix unter die Leute zu bringen ist ja nicht neu und dies versuchen sie bekanntlich an allen gesellschaftlich relevanten Stellen. Bei den Piraten nutzt ihnen in der Tat die offene Struktur, so dass es ihnen vergleichsweise leicht fällt im Wege piratiger Strukturen, so genannten AGs (Arbeitsgemeinschaften) ihre verqueren VORSTELLUNGEN auch zu Positions-VORSCHLÄGEN auszuformulieren. Damit hat sichs dann aber fürs Erste auch schon und diese AG “Nichtraucherschutz” verkörpert noch lange nicht DIE Piratenpartei, sondern lediglich EINE unter vielen Meinungsbildungsstrukturen, – nennen wirs in diesem speziellen Fall mal trefflicher Meinungs-MANIPULATIONS-Strukturen.

    Dem stehen jedoch andere AGs gegenüber, die ihrerseits am Thema arbeiten und zu ganz anderen Positionspapieren kommen. Letztlich wird es allein ein Parteitag sein, der über die diversen Vorschläge oder Positionspapiere abstimmen wird und die “AG Nichtraucherschutz” wird dabei ganz sicher nicht den Taktstock führen. Es trifft allerdings zu, dass sie ganz offensichtlich den Versuch dazu unternehmen wollen. – So what? Lassen wir sie doch mal kommen …

    Solange die Partei in ihrer Gesamthaftigkeit über derlei menschenverachtende “Positionen” noch nicht diskutiert, geschweigedenn abgestimmt hat, so lange ist dies alles nicht mehr, aber auch nicht weniger, als einer der zahllosen Magenwinde fanatischer Antiraucher, mitnichten jedoch auch nur annähernd so etwas wie eine Parteiposition.

    So, und nun kann man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und schreiend davonlaufen. Damit überlässt man den Faschisten das Feld. Oder aber man stellt sich ihnen entgegen und arbeitet aktiv daran mit, diese Partei nicht einfach dem Antiraucherpöbel zu überlassen. Ich für meinen Teil habe mich für die letztere Option entschieden und solange nicht die Mehrheit der Piraten derlei menschenverachtende Positionen teilt, sehe ich keinerlei Grund, an diesem Weg des konstruktiven Engagements etwas zu ändern. Im Gegenteil! ;-)

    • djac

      Freut mich zu hören, dass es offensichtlich noch andere Meinungen in der Piratenpartei gibt. Nur wäre es schon hilfreich, wenn diese auch in der AG Nichtraucherschutz geäußert würden.

      Ich habe in den letzten 2 Wochen versucht dort mitzudiskutieren, aber jede sachliche Debatte wird dort durch drei Personen, wobei eine Person gleich unter drei Synonymen postet, abgewürgt, indem die Wörter Sucht, suchtgetriebene Argumentation, Rücksichtslosigkeit und pseudowissenschaftliche Argumentation zu der ewig immer gleichen abstrakten moralinsauren Scheiße in immer anderen Variationen verrührt werden, und zwar in jedem Thread, egal zu welchem konkreten Thema er eröffnet wurde. Kommt mal ein neues Gesicht dazu, der etwas pro Raucher sagt, kapituliert er nach ein paar Statements wieder, denn wer lässt sich schon gerne die Ohren zuquatschen. Eine moderierende Funktion des AG-Verantwortlichen ist nicht erkennbar.

      Kurz, ich will sagen, diese AG konterkariert letztlich die Idee der Transparenz und der Idee einer gemeinsamen Erarbeitung von Positionen gemeinsam von Mitgliedern und Außenstehenden vollständig.

      Ich selber stehe der Piratenpartei eigentlich mit einer gewissen Skepsis gegenüber, habe aber gedacht, dass das mit der Transparenz vielleicht ernst gemeint sein könnte. Nach dieser ersten praktischen Berührung bin ich mir da aber gar nicht mehr sicher.

      Gruß Dieter

      • Genauer Beobachter

        Du darfst die Antiraucher-Fanatiker nicht als typische Piraten sehen. Kaum jemand dieser Leute ist Mitglied bei der Piratenpartei. Im Gegeneil. Wenn man sich die Schreibe dieser Leute ansieht, sind das die wenigen, aber lautstarken altbekannten Fanatiker aus dem Umkres von Pro Rauchfrei und hirnfreien Anhängseln wie der durchgeknallte Lehrer und seine vielen Persönlichkeiten, die in ihm herumtoben.

        Umso wichtiger ist es, sich dort ein zu bringen. Ich bin momentan zeitlich etwas eingeschränkt. Im Gegensatz zu diesen Typen, die 24 Stunden Zeit haben zum Propganda-Spamen oder diesen Möchtegern-Lehrern habe ich einen Job.

  9. Liberaler

    In die Piratenpartei kann sich jeder einbringen. Hoffen wir mal, dass am Ende eine Lösung herauskommt, mit der alle Seiten zufrieden gestellt werden. Vielleicht gibt es ja auch eine Lösung, die am Ende völlig anders aussieht als alles, was bisher umgesetzt wurde? Wenzels Quotenregelung mit maximal 20 % Raucherlokalen in jeder Gemeinde war ein revolutionärer Ansatz, der aber rechtlich mindestens problematisch ist. Wünschenswert wären auch deutschlandweite Regelungen. Klar, der Föderalismus spricht dagegen, aber vielleicht setzten sich ja doch mal alle Ministerpräsidenten zu einer Raucherkonferenz zusammen und vereinbaren eine einheitliche Lösung. Komplizierte Regelungen sind nur bürokratisch und lassen sich schlecht umsetzen und kontrollieren. Denkbar, wenn auch nicht der Weisheit letzter Schluss, wäre eine Schilderlösung – der Wirt wird verpflichtet, sein Lokal entweder als Raucherlokal oder aber als Nichtraucherlokal auszuweisen. Das wäre auch im Sinne der Transparenz der Piraten. Regelungen, bei denen es nur Raucherschilder gibt, aber keine Nichtraucherschilder, finde ich nicht so gut, da man bei Fehlen eines Schildes nicht so genau weiß, woran man dran ist: Fehler das Schild aus irgendwelchen Gründen, hat man es nur übersehen, ist also das Lokal wirklich ein Nichtraucherlokal, wenn kein Schild zu sehen ist?

    • Ben Palmer

      @Liberaler: “ist also das Lokal wirklich ein Nichtraucherlokal, wenn kein Schild zu sehen ist?”
      Ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie in ein Restaurant gegangen sind, in dem Ihr Lieblingsbier nicht geführt wird? Oder in eine Bar, in der laute Musik jede Unterhaltung unmöglich macht? Oder in eine Bar, in der sich vorwiegend Callgirls Kunden suchen? Oder in eine Bar, in der sich vorwiegend Homosexuelle, Rockergruppen, Vegetarier oder Teetrinker treffen? Hatten Sie da einfach nur das Schild übersehen oder war gar keines da? Und wenn all das nicht Ihrer Vorstellung entsprach, was war Ihre Reaktion darauf? Ich nehme an, Sie haben sich ein anderes Lokal gesucht. So einfach ist es, eigene Entscheidungen zu treffen.

      • Liberaler

        Was ist denn so schlimm daran, die Lokale zu kennzeichnen? Wäre das nicht eine sehr liberale Lösung?
        Es soll ja Leute geben, die in ein Lokal gehen und nach einer halben Stunde, wenn sie gerade mit dem Essen anfangen, lassen sich neu gekommene Gäste Aschenbecher ausgeben und fangen das Rauchen an. Erstere wollen wissen, was sie erwartet und nicht immer erst Innen Platz nehmen, um sich dann ggf. zu erkundigen.
        Sind wir jetzt schon so weit, dass selbst eine Kennzeichnungspflicht schon zu viele Zugeständnisse an Nichtraucher bedeuten? Vielmehr wären die Wirte in Bayern froh, wenn sie wieder selbst entscheiden könnten, ob sie das Rauchen zulassen. Die Kennzeichnungspflicht wäre eine Lösung, die allen Beteiligten entgegenkommen würde.

      • Ben Palmer

        Ich finde es gar nicht schlimm, Lokale zu kennzeichnen, aber der Vorschlag ist nicht neu, der wurde auch im Vorfeld der verschiedenen Abstimmungen immer wieder gemacht.
        Aber Anti-Raucher lassen sich durch solche vernünftigen Vorschläge keine Zugeständnisse abringen: Für sie kann es nur ein Ziel geben: Raucher müssen um jeden Preis verfolgt werden.!

    • G-H-L

      @Liberaler

      Vernunft und Kompromisse sind beides Begriffe, welche die Antis mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Alle bisherigen Versuche, eine Lösung für beide Seiten zu finden wurden mit allen Mitteln torpediert.

      Gerade beim Volksentscheid in Bayern wurde gelogen, dass sich die Balken bogen. Wurde doch den Unentschlossenen eingetrichtert, dass eine Lockerung der Rauchverbote quasi als uneingeschränkte Raucherlaubnis zu werten ist.

      Und die Politiker – mit den Gedanken eh nur an die nächsten Wahlen denkend – waschen ihre Hände in Unschuld.

      Erwartest Du allen Ernstes vernünftige Kompromisse, wo doch jetzt schon Forderungen nach weiteren Rauchverboten im Freien, also auch in Biergärten vehement gefordert werden?

      Erst forderte man Rauchverbote für den Nichtraucherschutz. Dann forderte man Verbote weil doch Kinder so gerne die weggeworfenen Kippen in den Mund nehmen. Und nun muß man noch die Nichtraucher vor dem tödlichen Passivrauch auf Schiffen an Deck und in den Biergärten schützen.

      Genauso, wie es schon alkoholverbote an öffentlichen Plätzen in vereinzelten Städten gibt, wird es sicher auch bald Rauchverbote an ebendiesen Plätzen geben.

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