Dampfen muss erlaubt bleiben
Die führende deutsche Antiprohibitionsvereinigung verkündet ihre Bereitschaft, mit den Dampfern in Dialog und Kooperation zu treten. Netzwerk Rauchen lehnt Verbot und Bekämpfung der E-Zigarette ab, nennt jedoch als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit den Dampfern deren Verzicht auf Parolen und Argumente der organisierten Tabakbekämpfung.
Die staatliche Bekämpfung und Strafbesteuerung des Dampfens ist illegitim, die Argumente gegen die sogenannte E-Zigarette sind minderwissenschaftlich, Nikotin-Liquids sind keine Medikamente – diese Forderungen sind der Kern des Positionspapiers, welches Netzwerk Rauchen zum Thema „Dampfen und E-Zigarette“ beschlossen hat.
Der Verein erkennt bei der staatlichen Bekämpfung des Dampfens deutliche Parallelen zur Bekämpfung des Tabakgenusses; während das Aufkommen der E-Zigarette weitgehend der Antitabakprohibition geschuldet sei und deren Anhänger überwiegend Raucher oder Ex-Raucher seien, die versucht hätten, aus der Schusslinie der organisierten Tabakbekämpfung („Tobacco Control“) zu kommen, soll dieses vollständig tabaklose Produkt nunmehr entweder verboten oder sein Konsum und Erwerb erheblich erschwert und künstlich verteuert werden.
Netzwerk Rauchen sieht sich dadurch in seiner Auffassung bestätigt, dass die organisierte Tabakbekämpfung zu keinem Zeitpunkt die Gesundheit der Bevölkerung schützen wollte oder will, sondern einerseits von ideologischem Fanatismus angetrieben wird und andererseits das Ziel verfolgt, die Nikotin-Vermarktung exklusiv den Pharmakonzernen zu überlassen. Anders ließe sich nicht erklären, warum eine Handlung verboten werden soll, die lediglich an das Rauchen erinnert, jedoch keinen Tabak benötigt.
So ist der Verein auch der Auffassung, dass Dampfen keine vollwertige Alternative zum Rauchen darstellt, jedoch sehr wohl einen effektiven Ersatz von pharmazeutischen Nikotin-Produkten wie Kaugummis oder Pflaster. Letzteren sollte auch der Status als Heilmittel aberkannt werden, da Tabakkonsum keine Krankheit sei, die ein Heilmittel erfordern würde. „Wir stellen unsere langjährigen Erfahrungen beim Widerstand gegen die Verfolgung der Raucher den Dampfern gerne zur Verfügung und sind bereit, gemeinsam die Auseinandersetzung mit der pseudowissenschaftlichen Irreführung und intoleranten Konsumbevormundung der Prohibitionisten zu führen“, fasst der Bundesvorsitzende Michael Löb das Ergebnis des Beschlusses zusammen.
Das Positionspapier wurde auf der diesjährigen Bundesmitgliederversammlung des Netzwerk Rauchen e.V. diesen Monat in Worms verabschiedet. Dabei wurde der Bundesvorstand für weitere zwei Jahre bestätigt: Michael Löb als Bundesvorsitzender, Bernd Palmer als stellvertretender Bundesvorsitzender, Rainer Albert als stellvertretender Bundesvorsitzender für Finanzen. Dominik Schenk, bisher weiteres Mitglied des Bundesvorstandes, trat nicht mehr zur Wahl an.
Obiger Artikel ist eine Pressemitteilung des “Netzwerk Rauchen e.V.“.














Ich sehe nichts, was für einen Verbot der E-Zigarette spräche. Es ist sicherlich noch ausgiebige Forschung notwendig, ob es nicht doch größere Gesundheitsgefahren geben könnte, eventuell sogar für “Passivdampfer”. Solange sich hier aber nichts abzeichnet, sollten die Teile nicht verboten werden.
Die Bedingung einer Zusammenarbeit der E-Dampfer mit dem Netzwerk Rauchen, keine Argumente der Tabakkontrolle zu verwenden, geht aber ganz schön weit. Rauchen ist sicherlich sehr schädlich (wie viele andere Dinge im Leben auch), und das sollte man dann auch sagen dürfen. Sogar die E-Dampfer-Hersteller sollten das sagen dürfen. Natürlich ist auch dem Netzwerk Rauchen freigestellt, hier Bedingungen zu stellen. Aber nun geht es in die Richtung, dass E-Dampfer-Hersteller gleich als “der Tabakkontrolle zugehörig” verdächtig werden, nur weil sie Angebote machen, dass bestehende Raucher auf die E-Zigarette umsteigen, um eine gesundheitlich gesündere Alternative zu nutzen.
Aber nun geht es in die Richtung, dass E-Dampfer-Hersteller gleich als “der Tabakkontrolle zugehörig” verdächtig werden, nur weil sie Angebote machen, dass bestehende Raucher auf die E-Zigarette umsteigen, um eine gesundheitlich gesündere Alternative zu nutzen.
Einige e-Zigarettenvertreiber erhoffen sich grossen Umsatz, wenn sie ihr Produkt als ‘gesuendere Alternative’ auf den Markt bringen und die Tabakkontrolle Slogans benutzen. Damit ist NICHT gesagt, dass diese Vertreiber als “der Tabakkontrolle zugehoerig” verdaechtigt werden. Allerdings duerfen diese Vertreiber nicht mit der Unterstuetzung der Raucher rechnen und somit finde ich die Bedingung, die Netzwerk Rauchen stellt, durchaus in Ordnung. (Tabakkontrolle wird nie Gastwirte, die einen effektiv getrennten Raucherraum zur Verfuegung stellen wollen, unterstuetzen; warum sollte also Netzwerk Rauchen e-Zigarettenvertreiber, die Tabakkontrolleslogans benutzt, unterstuetzen?)
E-Zigaretten sind ein recht neues Genussmittel und es gibt recht wenig unabhaengige Untersuchungen und Berichte.
Andere e-Zigarettenvertreiber wollen nicht auf der “Gesundheitswelle” reiten und vermarkten ihr Produkt als das was es ist – ein Genussmittel. Und warum sollten wir diese e-zigarettenvertreiber nicht unterstuetzen?
Keine Sorge, wenn auf dem Bereich der E-Zigarette geforscht wird, dann nur, um die Schädlichkeit dieses Produkts nachzuweisen. Forschungsergebnisse, die zu einem positiven Ergebnis für die E-Zigarette kommen, werden einfach ignoriert. Genau das gleiche ist doch schon beim normalen Tabak geschehen.
Die führende deutsche Antiprohibitionsvereinigung verkündet ihre Bereitschaft, mit den Dampfern in Dialog und Kooperation zu treten. Netzwerk Rauchen lehnt Verbot und Bekämpfung der E-Zigarette ab, nennt jedoch als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit den Dampfern deren Verzicht auf Parolen und Argumente der organisierten Tabakbekämpfung.
Dass die Dampfer unter sich gespalten sind, ist weitlaeufig bekannt. Die Vertreiber, die mittles Parolen und Argumente der organisierten Tabakbekaempfung sich geschaeftliche Vorteile erhofften, koennen gerne so weitermachen.
Die e-Zigarettenvertreiber, die ihr Produkt als Genussmittel auf den Markt bringen wollen, werden sehr bald das zu spueren bekommen, was wir schon hinter uns haben. Kooperation mit diesen Vertreibern ist eine gute Sache.
Hier etwas Interessantes; Siegel scheint neue “Freunde” gefunden zu haben.
http://www.ecigarettedirect.co.uk/interviews/michael-siegel.html
Umso mehr Grund, die e-Zigarettenvertreiber, die NICHT diese Antiraucherslogans benutzen, zu unterstuetzen.