Polizei stellt Nazi-Angriff als Streit um das Rauchverbot dar

Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will den Überfall aufklären

Der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU) musste zugeben, dass der Angriff auf einen türkischen Imbiss nicht wie vorher behauptet ein Streit um das Rauchverbot war, sondern ein rechtsextremistischer Angriff. Damit erreicht die Stigmatisierung rauchender Menschen einen neuen Höhepunkt – jetzt wird die Hetze auf Raucher bereits dafür genutzt, Gewalttaten von Neonazis unter den Tisch zu kehren.

Am 25. Februar 2012 wurde der türkische Imbiss “Grill Haus” in Mücheln, Sachsen-Anhalt, von zwei mutmaßlichen Rechtsextremen überfallen. Sie warfen den Besitzer zu Boden, schlugen und traten auf ihn ein. Einer der Täter sagte, wenn der Wirt bis zum 20. April, “Führers Geburtstag”, seinen Laden nicht schließe, “dann stehst du als nächster in der Zeitung” – eine klare Anspielung auf die Zwickauer Neonazi-Terrorzelle, die mehrere Migranten und eine deutsche Polizistin getötet hatten. Die nach dem Überfall gerufenen Polizisten stellten den Überfall als “Streit um das Rauchverbot” dar, wie der MDR berichtete.

Stahlknecht erklärte das Ganze nun zur “Chefsache” und versprach eine nahtlose und lückenlose Aufklärung des Vorfalls. “Hier wird nichts unter den Tisch gekehrt”, so der CDU-Politiker gegenüber dem MDR. Gegen drei Beamte wird bereits ermittelt. Der Beamte, der am Tag des Überfalls Führungsaufsicht hatte, wurde versetzt. Obwohl bereits beim Notruf auf mögliche rechtsextreme Gewalt hingewiesen worden war, war diese Information nicht in die Lagebeurteilung der Polizei eingeflossen. Man habe auch nur einen Streifenwagen ohne Blaulicht zum Tatort geschickt, später dann einen zweiten.

Auch als die Beamten vor Ort über die Aussagen des Hitler-Geburtstags aufmerksam gemacht wurden, reagierten die Polizisten nicht darauf. Sie gaben die Information nicht an die Einsatzleitung weiter, sondern stellten das Ganze als Streit um das Rauchverbot dar.

 


11 Kommentare

  1. Thomas Lang

    Der Herles hat doch einen an der Waffel, dieser Möchtergern-Meinungsfaschist!
    Da geriert sich dieser Kerl die ganze Zeit als “Kulturmensch”, und ich hätte ihm diese Masche fast noch abgenommen.
    Rauchen hin oder her, das geht wirklich zu weit. Der soll zur Strafe mal zwei Wochen Freiwilligenarbeit in der KZ-Stätte Dachau leisten. Vielleicht weiß er dann, was Faschismus bedeutet.

  2. Blaudunst

    Die Lügen und Diffamierungen, die über Raucher verbreitet werden, sind eine Schande für alle Länder, die sich “demokratisch” oder “Rechtsstaat” nennen und über eine angeblich “freie Presse” verfügen. Wenn so etwas so problemlos möglich ist, dann muss man diese Begriffe schon gründlich hinterfragen.
    Auch wenn sie sonst zwei ganz unterschiedliche Probleme sind: Das “Übersehen” der Rechtsextremisten und das systematische Lügen, wenn es um Raucher geht, haben etwas gemeinsames. Das ist die gefährliche und verlogene Einstellung “Was nicht sein darf, das gibt es nicht und soll um jeden Preis geleugnet werden”.
    Die Realität so krass zu ignorieren, nur um eine bestimmte (aber falsche) Einbildung über sich selbst und die Welt zu “retten”, das ist ein Irrweg, der in den Abgrund führt.

    • G-H-L

      Freie Presse? Was haben wir gelacht. Die meisten Pro Rauchen Kommentare werden von den Redakteuren in Focus-Online abgelehnt. Von wegen Zensur findet nicht statt!

      Dafür werden Kommentare von Antis sogar dann noch veröffentlicht, wenn sogar Beleidigungen darin vorkommen.

      • Blaudunst

        Das mit den Focus kann ich nur bestätigen. Raucherfreundliche Kommentare und vor allen klare Argumente gegen den Antiraucherwahnsinn überleben selten die dortige Zensur. Dafür wird aber alles, was gegen die Raucher ist, problemlos publiziert, auch Beleidigungen, Beschimpfungen und Diffamierungen übelster Art.

  3. B.S.

    Sie warfen den Besitzer zu Boden, schlugen und traten auf ihn ein. Einer der Täter sagte, wenn der Wirt bis zum 20. April, “Führers Geburtstag”, seinen Laden nicht schließe, “dann stehst du als nächster in der Zeitung” – eine klare Anspielung auf die Zwickauer Neonazi-Terrorzelle, die mehrere Migranten und eine deutsche Polizistin getötet hatten. Die nach dem Überfall gerufenen Polizisten stellten den Überfall als “Streit um das Rauchverbot” dar, wie der MDR berichtete.

    Das erste, was mir hierzu einfiel:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-tobacco_movement_in_Nazi_Germany

    Wieso gibt es eigentlich, anscheinend recht oeffentlich, eine Zwickauer Neonazi-Terrorzelle??? Werden die etwa toleriert???

    Wobei die sz-online sich nicht entblödet zu titeln: “Rauchverbote haben in Deutschland tausende Leben gerettet”
    Ah, wirklich? Ich denke, es dauert Jahrzehnte, bis sich “Passivrauchschaden” bemerkbar machen soll…………. Und wir aktiven Raucher leben noch immer ganz gesund vor uns hin.

    Tut mir (gar nicht) leid – die Anzahl der Menschen mit gesundem Menschenverstand waechst jeden Tag.

    • B.S.

      Oh, mochte das ein Raucherhasser etwa gar nicht???? Ist das kein Grund zu einer langen Diskussion???

    • Peterle

      Das Thema ist leider nur dazu geeignet sich die Schnauze zu verbrennen, da es keinen normalen Umgang mit der Deutschen Geschichte gibt.

      Bisher gibt es nur 2 Tote, ein paar Verhaftete und jede Menge Medienmeldungen etc. Von den ganzen dubiosen Umständen, feuerfeste DVD, ganz zu schweigen. Der Gerichtstermin wird in den Herbst verschoben, warum?

      Allein die Frist von fast 2 Monaten (25.2. bis 20.4.) erscheint mir schon grotesk und wie schnell Ausländer mit dem Begriff Nazi um sich werfen, müßte doch mittlerweile bekannt sein! Auch Hakenkreuze usw. sind noch lange kein Indiz, weil sich mancher Brand als selbst gelegt entpuppte. Hinzu kommt doch die Kenntnis, was brutalst mögliche Aufklärung bedeutet?

      Am 15.02. gab es eine äußerst brutale Vergewaltigung einer 16 jährigen. Hört man davon in den Medien?

      Man muß hier einfach zwischen Politikern, Schönrednern, Juristen, Pressehetzern und denen an der Front unterscheiden. Die Bilder decken sich keinesfalls, was natürlich ständig zu Schwierigkeiten führt. Wenn bei den Polizisten andere Geschichten kursieren, z.B. die früheren Ermittlungsergebnisse und hier plötzlich von weiß was Gott die Rede ist, wird es ihnen evtl. sehr suspekt vorgekommen sein.

      Politiker brauchen aber unbedingt unser täglich Nazi unser!

      Hausrecht gegen NPD Mann gut, gegen Ausländer ganz böse, gegen NR gar nicht möglich, weil das öffentlich ist. Sie haben die Wahl?

      • B.S.

        Man muß hier einfach zwischen Politikern, Schönrednern, Juristen, Pressehetzern und denen an der Front unterscheiden.

        An welcher Front?

      • Peterle

        Auf der Straße im täglichen Einsatz natürlich! Die Meinung der Polisisten und den oberen Herren stimmt nicht immer überein!

  4. pengertz

    Traue keiner Statistik/Studie, die du nicht selbst gefälscht hast! Siehe aktuell Barmer-Studie. Wobei die sz-online sich nicht entblödet zu titeln: “Rauchverbote haben in Deutschland tausende Leben gerettet” Ganz D eine einzige Propagandaveranstaltung!

    Ausdrücklich bedauere ich natürlich den Übergriff auf den Imbissbetreiber

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