Kanaren: Rauchverbot vernichtet Gastronomie

Wie hier auf Mallorca, vernichtet das Rauchverbot hunderte von Existenzen in Spanien

Dass die Rauchverbote, insbesondere die rigiden, ein Kneipensterben verursachen, ist bekannt. Jetzt gibt es auch Zahlen für Spanien, welches Anfang des Jahres 2011 auf Druck der Antiraucherlobby ein totales Rauchverbot in der Gastronomie installiert hatte (Rauchernews berichtete). Die regionale Vereinigung der Freizeitanlagen- und Gastronomiebetreiber (Fecao) hatte bekannt gegeben, dass allein auf den Kanarischen Inseln 354 Kneipen schließen mussten – nach Angaben Fecao hauptsächlich wegen des Rauchverbots.

Wie das “Wochenblatt Online”, eine deutschsprachige Zeitung der Kanarischen Inseln, berichtete, wirft die Fecao darüber hinaus den Behörden eine “beispiellose Hetzjagd” vor. Geht man davon aus, dass in jedem Betrieb etwa vier bis sechs Angestellte beschäftigt sind, so sind seit der Verschärfung des Rauchverbote in Spanien allein auf den Kanarischen Inseln 2.000 Arbeitsplätze mutwillig vernichtet worden.

Allerdings zeigt sich die Arbeitsplatzvernichtung nicht nur auf den Kanarischen Inseln. In Madrid mussten nach Angaben der Fecao knapp 700 Lokale schließen, und auch in Andalusien mit 424 Schließungen und Galicien mit 367 Schließungen zeigen sich die drastischen Auswirkungen einer völlig unsinnigen Antiraucherpolitik.

In der Mitteilung wird die Antiraucherlobbyistin Leire Pajin, die die Rauchverbote auf Anweisung der Antiraucherlobby installiert hatte, scharf angegriffen: “Und trotz alledem verfechten einige Politiker wie Gesundheitsministerin Leire Pajín den Erfolg dieses Gesetzes, das in Wirklichkeit in ganz Spanien zu Geschäftsschließungen geführt hat und weiter führt”, so die Aussage der Vereinigung der Freizeitanlagen- und Gastronomiebetreiber.

Wie man in Bayern ebenfalls beobachten kann (Rauchernews berichtete), sind die Behörden nicht zimperlich, wenn es um tatsächliche oder angebliche Verstöße gegen das Rauchverbot geht. Wörtlich schrieb die Fecao laut “Wochenblatt Online”: “Erschwerend kommt für die Branche hinzu, dass es derzeit keine aktive Arbeitsförderungspolitik für KMUs gibt, die weiterhin auf Ermäßigungen bei der staatlichen Krankenversicherung und auf Steuervorteile warten. Vielmehr sind Selbständige derzeit einer nie dagewesenen Hetzjagd ausgesetzt: Arbeitsinspektionen, Gesundheitsinspektionen, Verkehrskontrollen – mit auffällig häufigen Kontrollen von Dienstwagen.”

 


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15 Kommentare

  1. Liberaler

    Mogán/Gran Canaria hat ein Rauchverbot in öffentlich genutzten Bereichen verabschiedet, dazu gehören auch die Strände. Eine bedenkliche Entwicklung:
    http://www.comprendes.de/nachrichten/nachrichten-einzelansicht/datum/2012/01/29/rauchverbot-jetzt-auch-an-den-straenden/

  2. Dampflok

    @B.S.: Den Antis paßt es einfach nicht, daß sie ohne uns auskommen müssen. Ist ja auch langweilig bei Müsli und Mate-Tee. Also sollten wir mit den Rauchverboten in die Anti-Kneipen genötigt werden. Shit – hat nicht so ganz geklappt. Wir bleiben weg und die Transusen müssen sich weiter mit sich selbst beschäftigen. Die haben es nicht kapiert: Wir wollen NICHT mit EUCH an einem Tisch sitzen müssen! Und was Nigel Farage betrifft: Er ist für mich momentan der einzige EU-Politiker, der die Wahrheit ausspricht, der diesem Blödsinn die Stirn bietet, der den Hilfsdeppen Barroso und Co zeigt, wo der Dingsbums den Most holt. Schade, daß er so allein ist ….

    • B.S.

      Ich glaube nicht, dass Nigel Farage so alleine ist. Auch unter den Tories gibt es ein paar (leider wenige), die das Rauchverbot abaendern wollen.

      Natuerlich lassen wir uns nicht in die oeden, rauchfreien, Kneipen noetigen. Ich selbst war an Silvester in einer. Das reicht fuers Jahr. (Es ist halt gemuetlicher mit einem Aschenbecher auf dem Tisch. Ausserdem muss man sein Getraenk stehen lassen, wenn man zum Rauchen rausgeht. Wie viele Andere auch blieben wir bis kurz nach Mitternacht und hatten dann die Nase voll von dem Unfug.

  3. Jochen

    Das einsetzende Kneipensterben nach den verhängten Rauchverboten solte viel mehr in das Bewusstsein d. Öffentlichkeit gebracht werden.
    Warum geschiet das nicht.? Warum liest man fast nichts darüber in den Mainstream -Medien?

    Die “Tagesschau” hat einen ganzen Tag lang von früh bis spät am 1. Jan.2011 verkünden lassen, dass jetzt ein strenges Rauchverbot in Spanien eingeführt wurde. Als dann die Spanier zu Tausenden auf die Strasse gegangen sind, um gegen dieses radikale Gesetz zu demonstrieren, war in der Tagesschau keine einzige Meldung zu hören. Auch nichts über das nun einsetzende Gastronomiesterben in Spanien. – AUSGEWOGENE Berichterstattung – wie die Tagesschau vorgibt zu liefern – sieht meiner Meinung anders aus.

    Was mit dieser einseitigen Berichterstattung bezweckt werden soll, erscheint mir offensichtliclh : Eine Manipulation der öffentlichen Meinung, die da in etwa lauten könnte: “Die in immer weitere Bereiche verhängten Rauchverbote sind eine unumgängliche Entwichklung. Sich dagegen aufzulehnen sinnlos. Nehmt es hin. Der Staat weiss besser was gut für Euch Bürger ist. Das sind ja schliesslich Fachleute . Und wir sind doch eine gutfunktionierende Demokratie, da könnt ich ruhig der “Obrigkeit” vertrauen.”

  4. Freiheit

    Die Gastätte von der ich schrieb, macht gute Umsätze,dort sind viele Geburtagsfeiern,im Sommer natürlich viel Kaffee,Kuchengeschäft und Eisverkauf;mit schönen Aussensitzplätzen.Und viele Gruppen wie Moutainbiker sind dort Kunde.Auch Abends sind dort Gäste drin.Raucher sind auch drin. Ist natürlich nur ein Einzelbeispiel.Wie es woanders mit der Gastronomie steht ,wo viele Raucher Kunden sind,kann ich nicht beurteilen.Wenn es in Frankreich so ist Blaudunst,dann wäre auch da ihr Kompromissvorschlag angebracht.

  5. Blaudunst

    Gut, dass wir auch Zahlen haben… In manchen Ländern sagen sie das noch ehrlich.
    Aber die Pleite-Welle durch das Rauchverbot war schon vorprogrammiert. Wie sollen 100% der Betriebe mit nur 70% der Kundschaft überleben? Ah so, die Familien mit Kindern und die schwangeren Frauen werden dann in die rauchfreien Kneipen rein stürmen… Warum sollten sie? Haben sie auch nicht gemacht…

    Auch in Frankreich, wo keine offiziellen Zahlen publiziert wurden (in jedem Fall kenne ich sie nicht…) und wo ich voriges Jahr 3 Wochen “rumgefahren” bin, sieht man das ganz deutlich: Hochsommer, bestes Wetter, aber überall (rauchfreie) Zimmer problemlos zu bekommen, in allen Preisklassen. Wir haben sogar R-Zimmer gekriegt, aber das war schon sehr schwierig.
    In den Gaststätten und Kneipen war NICHTS los! Nur die Wirte, die draussen Tische und Bänke hatten, hatten auch Gäste.
    Das habe ich aus den Zeiten vor dem Rauchverbot ganz anders in Erinnerung! Damals war im Sommer in den “turistischen” Teilen Frankreichs gar nichts mehr frei. Wer nicht vorher gebucht /reserviert hat, musste im Auto schlafen und etwas aus dem Supermarkt essen… Wir haben uns aber früher trotzdem viel wohler dort gefühlt!

  6. Freiheit

    BS sie haben recht im Oktober 2007 eröffnete in meinem Ort ein Wirt eine Nichtrauchergastronomie.Also vor den Rauchverboten in Bayern.

    • B.S.

      Und darueber hat sich auch kein Raucher beschwert. Jeder las das Schild am Eingang – und ging rein, oder nicht.

      Da hat der Gastwirt entschieden. Es waer schoen, wenn die bayrischen Gastwirte diese Moeglichkeit auch haetten und in den anderen Bundeslaendern denen dieses Entscheidungsrecht nicht genommen wuerde.

  7. B.S.

    Faulheit usw:die Rauchverbote sind das Teufelszeug.

    Letzteres auf jeden Fall!!!

    Ueber “Faulheit” muessen Sie sich bei den betroffenen Gastwirten in Person beschweren.

  8. Freiheit

    Servax vor den Rauchverboten gab es kein Gastronomiesterben. Das Rauchverbot wird für jede Gaststätte herangenommen die dichtmacht. Das Rauchverbot ist schuld egal ob der Besitzer gestorben ist,die Wirtsleute geschieden sind,kein Nachfolger oder Pächter ,Faulheit usw:die Rauchverbote sind das Teufelszeug.Vor 2007 gab es kein Kneipensterben das ist fagt nach Meinung der Raucher.Und das müssen alle Leute glauben. Schönes Beispiel aus meinem Heimatort eine Kneipe machte im September 2009 zu,da war das Rauchen erlaubt .Das erste Gesetz vom Januar 2008 ist dort sowieso igroniert worden,nach der Lockerung im Herbst 2008 war es ja in der getränkegeprägten Gastronomie ja wieder erlaubt.Wurde ja auch wieder fleisig dort geraucht.War eine Gastätte wo auch Essen serviert wurden.

    War ne kleinere Gaststätte wo man auch Essen konnte.

  9. B.S.

    Die regionale Vereinigung der Freizeitanlagen- und Gastronomiebetreiber (Fecao) hatte bekannt gegeben, dass allein auf den Kanarischen Inseln 354 Kneipen schließen mussten – nach Angaben Fecao hauptsächlich wegen des Rauchverbots.

    Laut eines Bekannten ist es auch in Puerto de la Cruz (Teneriffa) sehr bemerkbar. Im Vergleich zu letztem Jahr haetten viele der netten einheimischen Kneipen nun geschlossen.

    Mal sehen, wie lange die Spanier und Kanaren diesen Unfug von Rauchverbot noch mitmachen wollen.

  10. Servaxx

    Hat man diese Zahlen mit denen der Vorjahre verglichen? Bekanntlich ist die Fluktuation in der Kneipengastronomie schon immer ziemlich hoch gewesen (25-35% pro Jahr!) Natürlich ist es eine bequeme Ausrede für einen gescheiterten Gastronomen, wenn er sich auf das Rauchverbot rausreden kann. Solange hier nicht objektiv verglichen wird, sind diese Aussagen genausoviel Wert, wie die der hier vielgescholtenen Passivrauchlüge

    • pengertz

      Ja, servaxx die Fluktuationsszahlen sind doch seit Jahren bekannt. Weshalb haben dann die Antiraucher nicht frei werdende Gastronomiebetriebe übernommen und ihr “Problem” auf marktwirtschaftliche Art gelöst? In der Propaganda wurde und wird doch so getan, als ob Rauchen in Lokalen ordnungsrechtlich vorgeschrieben wurde und wird. Auch bei den Konzessionen wurde so getan, als würden diese nur in Raucherkreisen quasi vererbt – NIchtraucher hatten ob dieses Unrechts keine Chance – deshalb waren und sind Rauchverbote erforderlich.

      • B.S.

        Weshalb haben dann die Antiraucher nicht frei werdende Gastronomiebetriebe übernommen und ihr “Problem” auf marktwirtschaftliche Art gelöst?

        In diesem Falle haette es auch weiterhin kein Rauchverbot gegeben und die haetten den deutlichen Nachteil gehabt.
        Es war NIE verboten, eine rauchfreie Gaststaette zu eroeffnen.
        Das wollen die Verbotssuechtler auch gar nicht; sie wollen die Tabakindustrie und das Rauchen ausmerzen.

        Es wird NICHT beim Rauchverbot in der Gastronomie bleiben; bald werden diese Antiraucher rumjammern, wie schlimm es ist, an RAUCHERN draussen (!) vorbei gehen zu muessen, also draengeln die auf eine Verschaerfung des bestehenden Rauchverbotes. Gleichzeitig werden die auch das Rauchverbot im Auto – und dann im eigenen Haushalt fordern.

        Die Antiraucher (Rauchverbot im Freien und Autos) wurden uebelst abgeschmettert. Cameron hat verkuendet, dass er vorlaeufig eine Rauchverbotsverschaerfung nicht in Betracht ziehe. Farage muss mehr Zulauf haben als angenommen; er bekam sogar von der Antiraucherverseuchten BBC (die wird derzeit ebenfalls heftig kritisiert, da sie ihre Unabhaengigkeit verloren hat) einen “slot” bekommen um seine Meinung ueber Cameron’s Veto zu sagen.

        Farage: “Wir sind das erste europaeische Land, das seine Freiheit wieder haben kann”…..

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