Raucher sind bevormundungskritischer
Viele Raucher haben beim Plebiszit über das (annähernd) totale Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie 2010 nicht nur deshalb mit „Nein“ gestimmt, weil sie selbst Tabakwaren konsumieren, sondern auch wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber staatlicher Bevormundung. Dies ist eine der Folgerungen in einer jüngst publizierten Untersuchung zum Abstimmungsverhalten beim Volksentscheid im Juli vergangenen Jahres.
Im Rahmen des DFG-Projekts „Politische Urteilsbildung in direktdemokratischen Verfahren: Eine Analyse zum Volksentscheid über den Nichtraucherschutz in Bayern 2010″ haben der Lehrstuhlinhaber für Politische Soziologie an der Universität Bamberg, Prof. Dr. Harald Schoen, und seine Mitarbeiter Befragungen von 4000 zufällig ausgewählten Stimmbürgern durchgeführt. Zwar hat sich das Rauchverhalten in der Studie als wichtigster Prediktor für die Stimmentscheidung erwiesen – ca. 80 Prozent der abstimmenden Nichtraucher haben für das weitreichende Verbot votiert, ungefähr ähnlich viele der beteiligten Raucher dagegen –, aber die politische Positionierung hat dabei keine unerhebliche Rolle gespielt. Nichtraucher, so die Autoren des in der Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl) erschienenen Artikels, zeigen sich im Vergleich zu Rauchern „für staatliche Eingriffe […] aufgeschlossener“.
Insgesamt betrachten die Forscher den Abstimmungskampf als ressourcen- und -resonanzarm, lediglich kurz vor der Entscheidung sei das Interesse deutlich gestiegen. Die „Nein“-Kampagne hat offenbar einige Raucher zu einer Nein-Stimme bewegen können, Nichtraucher aber nicht in einem hohen Maß für die negativen Seiten obrigkeitlicher Eingriffe sensibilisieren können. Angesichts der begrenzten Öffentlichkeitswirkung beider Kampagnen und anderer Faktoren hätten die Gegner den Kampf gar nicht gewinnen können, so die Autoren. Auch künftig könne sich diese Lage allenfalls durch einschneidende Ereignisse oder Öffentlichkeitsarbeit in ganz anderen Größenordnungen ändern.
Nachteilig für die „Nein“-Kampagne habe sich etwa ausgewirkt, „dass sie öffentlich mit schlecht beleumundeten Interessengruppen wie der Tabakindustrie verbunden wurde“, wie das Forscherteam schreibt. Wünschenswert wäre gewesen, es hätte tiefer gegraben und die Frage gestellt, warum in den Massenmedien zwar einseitig davon die Rede war, nicht aber von der Finanzierung und Koordination der Antiraucher (etwa beim Volksbegehren vorher). Eine Koautorin des Beitrags arbeitet mittlerweile beim für den medizinisch-industriellen Komplex tätigen Marktforschungsunternehmen Pharma Insight.
Die Vermutung der Wissenschaftler um Professor Schoen, dass der Volksentscheid zur Befriedung der Situation beitragen könne, darf getrost bezweifelt werden. Vielmehr treten die negativen Auswirkungen des Verbots deutlich zutage, und der polarisierende Verbotseifer einschlägiger Kräfte wurde dadurch nur noch mehr angestachelt.
Weitere interessante Informationen über die Ergebnisse finden sich im Manuskript einer parallelen Veröffentlichung der Studie im Jahrbuch für direkte Demokratie.














Keine Angst beteilige mich nicht an der Hetze gegen Raucher. Will nur meine Erfahrungen weitergeben,ich bin Nichtraucher sehe Dinge halt anders,ich respektiere sie.
Das sie Passivrauch als unbedenklich immer wieder dastellen,wundert mich nicht,sie sind Raucher das müssen sie so.
Da es bei uns Rauchern kein “Denormalisationsprogramm” gibt, muessen wir gar nichts. Vielleicht faellt es ihnen leichter, die alten Phrasen aus diesem Denormalisationsprogramm gedankenlos nachzuplappern, anstatt selbst zu denken. Wie auch immer, es ist mir egal, Natuerlich waers mir lieber, sie wuerden das in diversen Antiraucherforen diskutieren, aber ich will ja keinen vor die Tuer schicken….
Übrigends Toleranz bedeutet nicht nur das Nichtraucher das sein sollen,um ja nicht als Antiraucher gebrandmarkt zu werden.
Keine Panik! SIE kann man NICHT mit einem toleranten Nichtraucher verwechseln!!!
Sie müssen lernen,das Rauchen nicht mehr kritiklos hingenommen wird,und es ist gut wenn das weiter erforscht wird.
Am Rauchen wird schon lange kritisiert; ist also nichts neues. Ich bin uebrigens auch fuer sehr intensive, UNABHAENGIGE Forschung! Natuerlich keine, die von Tabakkontrolle und deren Partnern FINANZIERT wird. Tabakgesellschaften duerfen schon lange keine Studien mehr finanzieren, also muss man das Gleiche fuer Tabakkontrolle fordern.
Wenn sich ihr Nichtraucherfreund freiwillig ihrem Qualm aussetzt,darf er das.Aber wer das nicht möchte,sollte das auch,ohne immer gleich in diese Ecke gestellt werden ihrem Antiraucherfeindbild.
Hat mein Nichtraucherkumpel sie in eine Ecke gestellt? Wir haben es jahrelang immer so gehalten: wer keinen Rauch mag, geht in den Nichtraucherbereich. Ganz einfach. Man muss halt das Schild lesen…..
Ich hab uebrigens im Denormalisationsprogramm nach “Feindbild” gesucht. Ich fand aber nur, dass man die Raucher diskriminieren und ausschliessen soll.
Wissen’se, ich hab kein “AntiraucherFeindbild”. Wenn man jemanden als “Feind” erklaert, ist da ein gewisses Mass an Respekt dabei……..
Das sie Passivrauch als unbedenklich immer wieder dastellen,wundert mich nicht,sie sind Raucher das müssen sie so. Übrigends Toleranz bedeutet nicht nur das Nichtraucher das sein sollen,um ja nicht als Antiraucher gebrandmarkt zu werden. Sie müssen lernen,das Rauchen nicht mehr kritiklos hingenommen wird,und es ist gut wenn das weiter erforscht wird.Wenn sich ihr Nichtraucherfreund freiwillig ihrem Qualm aussetzt,darf er das.Aber wer das nicht möchte,sollte das auch,ohne immer gleich in diese Ecke gestellt werden ihrem Antiraucherfeindbild.
hallo Hans *g*…….. kein NR MUSS SICH IN EINEM AUSGEWIESENEN Raucher-Lokal dem Passivrauch aussetzen, er kann sich jederzeit ein NR-Lokal suchen, kein NR MUss ein Raucherabteil betreten, Kein NR muss in ausgewiesen/abgetrennte Raucheräume gehen…..Und so hätten ALLE ihre Möglichkeiten. Nur hegen NR den Anspruch, generell ALLES betreten zu wollen, ohne unterscheiden zu müssen, somit in ALLE Lokale und ALLE Bereiche des Miteianders. Was früher gang und gäbe war, wollen die NR nicht mehr akzeptieren – in Ordnung, dann JEDOCH durch getrennte RÄUMLICHKEITEN, also Jede “Sparte” unter sich!!!!!!!!
Kürzlich haben wir uns hier über den Begriff “Spleen” unterhalten. Man kann auch von Hobby, Leidenschaft oder Laster reden. Das ist ja per se nichts schlechtes. Jeder hat so einen Spleen. Manche musizieren, manche spielen Karten, es gibt Kinofreaks, Briefmarkensammler und Fußballanhänger. Allen gemein ist, dass sie gerne ihre Freizeit mit ihrem Hobby / ihrer Leidenschaft verbringen. Auf Raucher trifft dies ebenso zu, zumindest auf den Teil, der nocht nicht massiv abhängig davon ist.
Wie kommt es aber, dass nur die Raucher die Gesellschaft in der Pflicht sehen, ihnen praktisch rund um die Uhr Gelegenheit zu geben, ihren Spleen auszuüben? Da soll der Arbeitgeber Rauchpausen genehmigen und Raucherräume bereitstellen, Da sollen öffentliche Verkehrsmittel Raucherabteile verpflichtend einführen, da soll es spezielle Raucherkneipen und Restaurants geben oder zumindest Raucherräume.
Man stelle sich vor, ein Hobbymusiker würde die gleichen Ansprüche stellen und Diskriminierung sowie einen Verlust an Freiheit beklagen, wenn er nicht 24h am Tag eine Gelegenheit zum Üben hat. Warum wollen nur die Raucher eine Extrawurst?
Na sag mal, du bist mir ja ein Herzchen.
Wer fordert denn hier schon jahrelang seine Bereiche und obendrauf seit Neuesten auch die Bereiche der Raucher per Gesetz ein? Kein Raucher braucht spezielle Raucherbereiche oder gar Rauchpausen an der Arbeit. Einfach mal diesen ganzen wirren Gesetzesmist dahin kippen, wo er hin gehört und schon ist wieder Ruhe.
Warum wollen nur die Raucher eine Extrawurst?
Seit wann ist ein GEMUETLICHER, WARMER RAUCHERBEREICH eine “EXTRAWURST”?
der gemümtliche Raucherbereich ist genau so eine Extrawurst wie es das gemütliche Übungszimmer für den Hobbyschlagzeuger wäre. Der kann seiner Passion auch nicht den ganzen Tag frönen.
@Roodee: ich möchte sie höflich bitten, mich nicht dauernd zu duzen.
der gemümtliche Raucherbereich ist genau so eine Extrawurst wie es das gemütliche Übungszimmer für den Hobbyschlagzeuger wäre.
Sehn’se, da gehen unsere Meinungen schon wieder weit auseinander. Es gibt viele Leute, die gemuetliche Uebungszimmer fuer ihr Hobby, das Schlagzeugspielen, haben.
Gibt es bei Euch nun auch ein Schlagzeug-verbot?
Richtg, viele Leute haben Übungszimmer. In Ihrer Wohnung oder irgendwo angemietet, alles privat. Aber sie fordern nicht von Dritten, ihnen so ein Zimmer zur Verfügung zu stellen!
“@Roodee: ich möchte sie höflich bitten, mich nicht dauernd zu duzen.”
Sehr geehrter Herr UweM,
kein Thema, obwohl Sie es waren, der mich seinerzeit ungefragt geduzt hat. Aber ich bin nicht nachtragend und durchaus in der Lage Ihrem Wunsch zeitnah nachzukommen, ohne etliche Ermahnungen abzuwarten.
Meine Frage haben Sie leider nicht beantwortet. Ich vermute Sie können es nicht. Dann will ich es mal selber tun. Es handelt sich um Leute, die nach Gesetzen schreien, um die Raucher zu gängeln, die aber jedwede Konsequenz aus Ihrem Tun weit von sich schieben. Die zwar nicht in Eddies kleine Kneipe gehen, aber fordern, dass dort nicht geraucht wird. Die sich zwar nie in irgendeiner Fabrik an das Band stellen würden, aber fordern, dass dort nicht geraucht wird. Die zwar nie Bus und Bahn benutzen würden, aber fordern, dass dort nicht geraucht wird.
Es handelt sich um Kleinkinder im Gewand erwachsener Leute, die zwar in der Lage sind “Ich will das nicht” zu schreien, aber nicht, sich im Vornherein über die Konsequenzen ihrer “Willensbekundungen” im Klaren zu sein.
Ist es denn so ungewöhnlich, dass die Bevölkerungsmehrheit den Anspruch hat, Nichtraucherbereiche nicht erst suchen zu müssen wie es jahrelang in der Gastronomie der Fall war? Wogegen die Minderheit nach wie vor den Anspruch erhebt, das Rauchmöglichkeiten allerorten zur Verfügung stehen?
Dass die Bahn Raucherabteile abgeschafft hat, begründete sie jedoch mit Wartungs- und Reinigungskosten, nicht mit Nichtraucherschutz.
Und Rauchen am Arbeitsplatz kann man ja nicht auf das Fließband reduzieren. Das betrifft das Ingenieursbüro oder Lehrerzimmer genauso.
P.S. das mit dem “duzen” wäre mir egal, es ist in Internetforen sogar die übliche Umgangsform. Wenn es aber von Seiten der Raucher explizit so gewünscht wird, dann bitte beiderseitig. (Wogegen Werner zwar behauptete, er habe mich gemahnt aber auf Rückfrage nicht mehr wusste, wann. Aber das ist ein anderes Thema)
In Ihrer Wohnung oder irgendwo angemietet, alles privat. Aber sie fordern nicht von Dritten, ihnen so ein Zimmer zur Verfügung zu stellen!
Wie sieht es mit den Betreibern im Gastgewerbe aus? Gehoert denen die Gaststaette oder mieten die Leute diese?
Warum ist denen untersagt, fuer ihre Gaeste ein Raucherzimmer zur Verfuegung unterstellt? Haben die Raucher gefordert, dass Nichtrauchergaststaette abgeschafft werden sollen, damit “Gleichheit” herrscht?
Und wenn sich ein Schlagzeuger einen Raum in einer Kneipe mieten kann, koennen wir Raucher das ja wohl auch tun!
Sie können sich ja einen mieten. Das nennt sich dann Geschlossene Gesellschaft!
Sie können sich ja einen mieten. Das nennt sich dann Geschlossene Gesellschaft!
Ach-so, DESHALB haben die Rauch-und Raucherhasser was gegen Geschlossene Gesellschaft.
Ich habe keine Ahnung, wer etwas gegen geschlossene Gesellschaften hat. Ich kenne niemanden. Jedenfalls sind diese zulässig und das ist doch OK, oder?
Wie waers in Bayern mit einer Geschlossenen Gesellschaft (Buch zum Eintragen an der Tuer neben dem Tuersteher) in kleinen Kneipen nur fuer Raucher und deren Freunde?
Wissenschaft hat nichts mit Rauchen oder Nichtrauchen zu tun. Wissenschaft ist, dass die Passivrauchlüge nichts weiter als unwissenschaftliche Propaganda ist. An dir sieht man übrigens, wie leicht man dumme Menschen mit dieser Propaganda anstecken kann.
Also, was die “Befriedung” betrifft, liegen sie voll daneben, keine Spur davon in Bayern.
Sonst war das eine oder andere Ergebniss interessant. Vor allem, die große Akzeptanz für staatliche Eingriffe bei Nichtrauchern ist sehr enttäuschend, aber es scheint leider zu stimmen (obwohl ich auch einige schöne Ausnahmen kenne!).
Ich glaube, hier sind vor allem 2 Probleme ausschlaggebend:
- Wenn eine Mehrheit für die Entrechtung einer Minderheit stimmen soll, ist es immer ein “halbes Wunder” wenn die MInderheit doch gewinnt. Es ist aber sehr leicht, die Mehrheit gegen eine Minderheit aufzuhetzen.
Ich würde solche Volksentscheide nicht zulassen, egal ob sie gegen Raucher, gegen Minaretten oder gegen Fallschirm-Springer sind.
- Die Freiheit wird in unserer Gesellschaft leider nicht mehr als das höchste Gut der Menschen angesehen. Es leben nur noch wenige Leute, die den Krieg und die Nazi-Diktatur ertragen mussten und warnen können.
Der größte Teil der Bevölkerung ist schon im Wohlstand und Freiheit aufgewachsen und meint, dass beide selbstverständlich sind und nie enden können.
Viele merken gar nicht, dass sie immer weniger Freiheit haben, andere wollen eher ein neues Auto, als mehr Freiheit.
Ich fürchte, sie müssen noch viel mehr Freiheit verlieren um endlich zu begreifen, dass ohne Freiheit das Leben nicht lebenswert ist. Auch mit einem neuen Auto nicht….
Blaudunst- sehr guter Kommentar! Besonders auch zu den Volksentscheiden. Schon vor dem Volksentscheid in Bayern, war ich aus den von Dir genannten Gründen kein Anhänger von Volksentscheiden. Sie führen meiner Meinung nach nicht zu mehr Demokratie und Gerchtigkeit, sondern zu mehr Spannungen in der Gesellschaft.
Herr “Freiheit”
Jetzt sage ich ihnen, was Freiheit ist. Und sie hoeren ausnahmsweise mal zu.
Author: Freiheit
Comment:
Sie mögen an Passivrauch nicht glauben,sie finde immer Argumente das Rauchen zu verteidigen.Es ist Zeit geworden das die Nichtraucher sich wehren.
Sie haben gerade einen Nichtraucherfreund von mir sehr veraergert.
Ein Nichtraucherfreund (gerade hier) will sich nicht wehren gegen Raucher; er hat die Nase voll davon, dass er von den Verbotssuechtlern misbraucht wird.
Er fordert von IHNEN in Zukunft ANTIRAUCHER zu sagen und nicht NICHTRAUCHER. (Ok, Andy?, sorted then)
Von mir: Passivrauchtote. Nicht bin ich nur AKTIVRAUCHER, ich war als Kind “Passivraucher” – und sportlich. Ich und mein Jahrgang leben immer noch. 2 wurden zwar von Autos totgefahren, aber die darf ich ja nicht mitzaehlen.
Passivrauchtote? ZEIGEN!!! Und keine manipulierte Meta-analyse, bitte.
Ein sehr guter Artikel!
Nachteilig für die „Nein“-Kampagne habe sich etwa ausgewirkt, „dass sie öffentlich mit schlecht beleumundeten Interessengruppen wie der Tabakindustrie verbunden wurde“, wie das Forscherteam schreibt. Wünschenswert wäre gewesen, es hätte tiefer gegraben und die Frage gestellt, warum in den Massenmedien zwar einseitig davon die Rede war, nicht aber von der Finanzierung und Koordination der Antiraucher (etwa beim Volksbegehren vorher).
Die Antwort auf die Frage, weshalb die Massenmedien sich verleiten liessen (und dieses auch jetzt noch tun), liegt doch am “confidence trick”. Man muss ein Maerchen oft genug erzaehlen, bis man es am Ende selbst glaubt.
Das erste Maerchen sind die Passivrauchtoten.
Das zweite Maerchen ist die Ueberzeugung, zu gewinnen.
Das dritte Maerchen ist das, was im “Denormalisationsprogramm (man sollte es NIE verpassen, dieses ekelhafte, menschenunwuerdige Nazi-geschreibsel zu erwaehnen) steht.
Es wird Zeit, dass man bei uns damit anfaengt, aufzuhoeren, die Tabakindustrie zu verteufeln. Wie z.Bsp. Brauereien, Kosmetik usw. deckt die Tabakindustrie den Bedarf einer Bevoelkerung.
Ja-ja, die Verbotssuechtler schreiben immer ueber die “armen Kinder”, die in der dritten Welt fuer die Tabakindustrie arbeiten. Leider scheint man gerne zu vergessen, dass die selben “armen Kinder” ebenso fuer andere, erste Welt Industrien, z.Bsp. Herstellung von Geraeten, die in unseren Krankenhaeusern in den Operationssaelen benutzt werden; “schicke” Bekleidung usw. unter wesentlich schlechteren Bedingungen, und weitaus gefaehrdeter, arbeiten.
Es wird hoechst Zeit fuer Kritik an Tabakkontrolle.!!!!
Das “Denormalisationsprogramm” der Tabakkontrolle zielt auf die Ausgrenzung und Diskriminierung von Rauchern.
Unsere Antwort darauf kann nur sein, den Leuten immer wieder klar zu machen, dass die Ausgrenzung von Rauchern nur ein erster Schritt zu einer viel weitergehenden Gesundheitsdiktatur ist – sozusagen ein Gegen-Denormalisationsprogramm!
Und die Verbotsfetischisten machen es uns noch nicht einmal allzu schwer, dies zu beweisen. Nur als Beispiel: Gesundheitsbehörden in den USA machen es uns vor. Nachdem sie das Rauchen verbannt haben, verbieten sie ihren Mitarbeitern jetzt auch Parfüm, Kekse, Limonade und Pommes per Dienstanweisung. Ach ja, und das bevorzugte Getränk soll gefiltertes Wasser sein. http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/06/20/dienstanweisung-soll-gesundheit-der-mitarbeiter-verbessern/
Man muss den von der Einheitspresse abhängigen Bürgern immer wieder vor Augen halten, mit was für Zwangsbeglückern wir es hier zu tun haben und noch weiter zu zu tun bekommen werden. Übrigens, die Gesundheitsfanatiker selber fühlen sich dann ertappt und reagieren besonders giftig auf diese Zusammenhänge.
Ihr Problem ist das der Volksentscheid nicht nach den Wünschen der Hardcoreraucher ausgegangen ist. Wenn er das wäre würde es heissen,das ist perfekte Demokratie.
Wissen’se, in Holland ist das ja auch so. Und die Hardcoreantiraucherfanatiker regen sich vielleicht was auf, kann ich ihnen sagen!!!
Die Pharmaindustrie stellt auch Medikamente her,die das Leben der Raucher verlängern. Das gilt auch für Helmut Schmidt und Johannes Heesters
Schmidt und Heesters sind ein Paradebeispiel dafür, dass Rauchen gar nicht so schädlich ist.
@ falsche “Freiheit”
Die Pharma stellt “auch” Medikamente her, die das Leben der Nichtraucher verlängern.
Bis hier, keine Einwände… Aber sie soll nicht “auch” gute Medikamente für alle herstellen, sondern NUR das tun.
Sie soll keine verlogenen Kampanien gegen Raucher, Alkohol-Geniesser oder dickere Menschen durch die Medien fahren, um nicht notwendige Entwöhnungsmittelchen zu verkaufen.
Sie soll auch keine Pseudostudien über die angebliche Gefährlichkeit der Passivrauchens erstellen oder finanzieren. Sie soll keine sinnlosen oder gefährlichen Medikamenten herstellen und sie soll die natürlichen, alt bewährten pflanzlichen Mittel nicht mit Händen und Füssen vom Markt verdrängen.
Wenn die Pharma so machen würde, wie beschrieben, hätte ich nichts einzuwenden. Das tut sie aber nicht. Obwohl sie extrem viel Geld hat, will sie immer mehr und, was viel schlimmer ist, sie versucht dieses Ziel mit äusserst unfairen und verlogenen Mitteln zu erreichen.
Wo werden denn “natürliche” Heilmittel vom Markt gedrängt und mit welcher Begründung?
Ist es in Ordnung auch von älteren Heilmitteln einen Wirksamkeitsnachweis zu verlangen?
@UweM,
mal so auf die Schnelle, ein Link:
http://kim-blog.info/2011/heilung-verboten-natuerliche-heilmittel-im-fadenkreuz-von-pharmaindustrie-und-eu/
Es gibt aber bestimmt deutlich mehr Beweismaterial…
Und es gab auch eine TV-Sendung, über ein Forscher, der mit einem selbst enwickelten Vitamin B + Avocado-Öl Präparat NACHWEISLICH gute Verbesseung bis Heilung bei Neurodermitis erzielt hat. Die BigPharma wollte das aber weder produzieren noch den Erfinder produzieren lassen und hat ihn verfolgt und ruiniert .
Die Big Pharma wollte ihre Kortison-Präparate, die viele Nebenwirkungen haben und deutlich schlechter und teuerer sind, “schützen”.
Nur nach großern Druck hat sie nachgegeben:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,656562,00.html
Viele Jahre konnten kleine Kinder ( die besonders schlimm darunter leiden! ) von dieser guten Erfindung nicht profitieren, weil die Pharma ihre Profite nicht schmälern wollte.
Leider ist die ARD-Dokumentation dazu “verschwunden” und das ist nicht das erste mal, als Pharma-kritische Berichte nach kurzer Zeit nicht mehr zu finden sind!
Eine grauenhafte Lobby ist das!
@Blaudunst: Ach das ist diese peinliche Petition zu einem längst umgesetzten EU-Recht. Sogar die deutschen Heippraktikerverbände, sicher nicht im Verdacht, der Pharmaindustrie nahe zu stehen, warnt auf breiter Front vor dieser unsinnigen Panikmache. manche Hoaxes sind einfach nicht tot zu kriegen:
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2011/04/falschverstandener-aktionismus-erneute.html
http://www.heilpraktiker.org/ftp_pdf/meldungen_3_11_10/PANIKMACHEGILTNICHT.pdf
http://ralfkeser.files.wordpress.com/2011/04/2011-04-28-b-heilpflanzen-lang-2010-11-24.pdf
@UweM
Arbeiten Sie für die Pharma?
Ganz so ist das nicht, mit dem “längst umgesetzten EU-Recht”. Das Papier ist zwar in 2004 erzeugt worden, sollte aber erst in Mai 2011 voll in Kraft treten. Und es geht auch nicht um “ganz verbieten”, sondern um benachteiligen. Hier ein Zitat von RTL:
“Naturheilmittel eingeschränkt
Änderungen gibt es ab diesem Monat auch im Pharmaziebereich. Dabei betrifft die erste Änderung alternative Heilmittel: Im Zuge einer neuen EU-Richtlinie, soll die Verwendung von Heilpflanzen und zugehöriger Arzneien einen engeren Bedingungen unterliegen. Denn von nun an werden Zubereitungen aus Pflanzen und Kräutern als medizinische Produkte definiert, nicht mehr wie bisher als Naturheilmittel. Dadurch benötigen die Naturprodukte eine medizinische Zulassung – und die ist teuer und zeitaufwändig. Nicht alle Hersteller können sich das leisten, deswegen gibt es bei Freunden von Naturheilkunde darüber großen Ärger.”
http://blog.soziales-dorf.eu/module-news-view-prop-Bewegendes-cat-10078.html
Ein wenig vom Markt verdrängen hilft auch, man muss nicht immer so radikal agieren, wie bei dieser Neurodermitis-Creme…
Von Benachteiligen kann keine Rede sein, denn für diese Naturheilmittel gelten keine schwereren Zulassungsbedingungen als für Pharmazeutische Produkte. Es ist nicht einzusehen, warum für bestimmte Heilmittel andere Zulassungsbedingungen herrschen sollen als für andere. Trotzdem beinhaltet die EU-Richtline eine vereinfachte (!) Registrierung, vermutlich als Folge guter Lobbyarbeit seitens der Homöopathen.
Dass die Registrierung finanziell eine zu große Belastung darstelle, ist Unsinn. Auch hinter den sog. Naturheilmitteln steht mittlerweile eine mächtige Großindustrie. Alleine an homöopathischen Medikamenten – nur eine Teilmenge dieser Industrie – werden in Deutschland jährlich rund eine halbe Mlliarde Euro umgesetzt. Und das bei saftigen Gewinnspannen. Da soll kein Geld vorhanden sein?
Rezepturarzneien, die keinen Zulassungsprozess durchlaufen müssen und einem frisch in der Apotheke angerührt werden, sind von der Regelung überhaupt nicht betroffen. Das Kräuterweiblein an der Ecke darf völlig unbeinflusst also weiterhin beliebig sei Pülverchen mixen
@ UweM
Sie meinen also, für Eukayptus- oder Pfefferminz-Öl oder ein Kamillenextrakt müssen die gleichen Zulassung-Bedingungen herrschen wie für das hoch giftige Champix z.B.?
Das finde ich wiederum total falsch… Bei den Pflanzmittelchen, die praktisch keine Nebenwirkungen haben und seit sehr vielen Jahren bekannt sind, reicht es mir, wenn drauf steht was drin ist (und in welcher Konzentration) und das auch wirklich drin ist. Man kann auch ein Beipackzettel dazu einfügen, wie man es benutzt und wofür es gut sein sollte. Evtl. noch, was ein Allergiker machen soll, wenn er negative Symptome hat (allergisch kann man leider gegen alles sein, das sind sehr eigene Geschichten) .
Sicher gibt es auch hoch giftige Pflanzen… aber Medikamenten, die aus diesen gemacht werden, sind normalerweise nicht rezeptfrei und unterliegen schon strengen Bedingungen.
Eukalyptusoel nur noch auf Rezept? Steht das neben Champix und Zyban beim Apotheker auf dem Regal?
Ich bin der Meinung, dass es für alles, was als Heilmittel angeboten wird, einen Wirksamkeitsnachweis geben sollte. Wenn sich Eukalyptusöl bewährt hat, dann sollte dieser ja leicht zu führen sein. Gelingt dieser nicht, darf das Öl problemlos immer noch als duftendes Öl verkauft werden, darf nur offiziell das Etikett “Heilmittel” nicht mehr tragen. Es gäbe somit kein Verkaufsverbot!
Dass etwas traditionell angewandt wird, ist für mich kein Freibrief. Der Aderlass galt jahrhundertelang auch als bewährte Heilmethode bis einer der allerersten Versuche medizinischer Vergleichsstudien ihm dem Garaus machte, weil zur Ader gelassene Patienten eine höhere Sterblichkeit zeigten als welche, die man in Ruhe lies.
Tradition ist in der Medizin so ziemlich das schwächste Argument das man bringen kann.
Der Aderlass ist übrigens auch nicht verboten. Er gilt nur nicht mehr als Heilmethode.
Ihr Problem ist das der Volksentscheid nicht nach den Wünschen der Hardcoreraucher ausgegangen ist.Wenn er das wäre würde es heissen,das ist perfekte Demokratie.
ein Volksentscheid, welcher NICHT die Stimmung der Gesellschaft repräsentiert ist auch nichts wert !!! bei einer Wahlbeteiligung von 36% ist hier gar nichts repräsentativ. ein auf Lügen aufgebauter Volksentscheid von Hardcore-NICHTRAUCHERN, dass ÜBERALL wieder geraucht werden dürfte, kann ebenso nicht, als Stimmung der Gesellschaft anerkannt sein.
Eine Umfrage ist dann repräsentativ, wenn gewährleistet wurde dass sie betreffend des Themas alle betroffenen Gesellschaftsgruppen angemessen berücksichtigt. So gesehen ist eine Wahl, die frei gleich und geheim ist, grundsätzlich repräsentativ. Jeder Wahlberechtigte wurde über den Inhalt der Wahl benachrichtigt, konnte die die Inhalte der zur Wahl stehenden Alternativen im Detail nachlesen. Der Termin war rechtzeitig bekannt gegeben worden. Wer sich nicht informiert und/oder nicht wählen geht ändert nichts an der Rechtgültigkeit des Ergebnisses.
naja nicht ganz….schließlich gibt es auch die Rezipientenfreiheit, die grundsätzlich dafür sorgen soll, dass all jene die abstimmen sich auch darüber im Klaren sind über was sie genau abstimmen. Da das natürlich nicht zu gewährlisten ist behilft man sich damit, dafür zu sorgen, dass man auf alle Quellen frei zugänglich zurückgreifen kann. Hier betreten wir natürlich den Bereich der blanken Theorie, da der gesellschaftliche Druck mittlerweile derart ist, dass sich praktisch kein Politiker öffentlich gegen Rauchverbote bekennt, praktisch kein Wissenschaftler offen zu dem Thema wissenschaftliche Erkenntnisse anzweifelt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Verantwortlichen in der Politik es so handhaben wie bei der Abstimmung zu S21, indem jedem Haushalt ein ‘offizielles’ Papier zugegangen ist, dass objektiv das Für und Wider aufzeigt. Das ist so nicht passiert, daher darf bezeifelt werden ob eben jene Rezipientenfreiheit umfassend gegeben war.
Dieser Volksentscheid in Bayern ist das beste Beispiel, wie so was NICHT laufen sollte. Und eine ernste Warnung über die Möglichkeiten, so ein Instrument der direkten Demokratie zu missbrauchen.
- Die Mehrheit gegen eine Minderheit aufhetzen
- Einseitige und tendenziöse Berichterstattung durch die Medien, sie waren fast nur auf die Verbotiniker-Seite
- Eine auf Lügen und Täuschung basierte Kampanie der Verbotsbegehrenden: “Wenn Sie nicht mit ja stimmen, wird wieder überall geraucht”, “Kinder wünschen sich rauchfreie Bierzelte”, “Denk’ an Dein Herz” usw.
- Teilweise Plakatierungsverbot (siehe Nürnberg) für die Gegner des Totalitarismus
- Plakate der Nein-Seite waren beschädigt, zerrissen oder überklebt von der Gegenseite.
- Politische Profilierungsinteressen (siehe die Grünen, die ÖDP und die SPD) waren vielen wichtiger als das eigentliche Thema
- Finanzielle Interessen (Pharma- und Gesundheitslobby) haben eine sehr große Rolle gespielt
- Es war effizient “suggeriert”, dass das Volk damit der Regierung eine Watsche geben kann und diese “besiegen” könnte.
In Wirklichkeit hat “das Volk” (also 22,8% der Wahlberechtigten…) nur eine große Minderheit komplett entrechtet, die Gesellschaft gespaltet, die schöne bayerische Gemütlichkeit abgeschafft und einige Wirte in die Ruin getrieben. Das war der große “Sieg des Volkes”…
Ich habe aus diesem Volksentscheid vor allem gelernt, wie so was NICHT laufen sollte und was alles dabei gefährlich werden kann: Populismus, Lobbyismus, Lügen, Hetze, Geld, einseitige Medien-Propaganda, usw.