Antiraucher-Beschwerde: Bürgermeister nimmt nicht am “Denormalisierungsprogramm” teil

Heinz Buschkowsky soll nach dem Willen der Antiraucher ermahnt werden

Die militanten Antiraucher der Gruppe “Frische Luft für Berlin”, die erst kürzlich jämmerlich bei dem Versuch gescheitert sind, in der Berliner Gastronomie ein totales Rauchverbot einzuführen (Rauchernews berichtete), haben Berlins regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) in einem offenen Brief aufgefordert, einen Bezirksbürgermeister zu ermahnen. Der Grund ist allerdings nicht, dass der Bezirksbürgermeister silberne Löffel gestohlen hätte, betrunken Auto gefahren wäre oder sein Amt missbraucht hätte. Nein, der Grund ist, dass der Bürgermeister sich angeblich nicht an das “Denormalisierungsprogramm” gehalten hat, welches im Rahmenprogramm (WHO Framework Convention on Tobacco Control) von der WHO gefordert wird.

Was war geschehen: Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) hat, wie das unter Politikern üblich ist, an einem gesellschaftlichen Event einer Firma teilgenommen. Diese Teilnahme liegt zwar völlig im Amtsbereich eines Bezirksbürgermeisters und ist auch nichts Ehrenrühriges, allerdings nach Ansicht militanter Antiraucher darf ein Politiker dann nicht an einer derartigen Veranstaltung teilnehmen, wenn diese auch von einem Tabakkonzern organisiert wird. Konkret ging es um den “Treffpunkt Berlin” und die Ausstellung “Bilder vom Terror”, die vom Tabakmulti Philip Morris teilweise finanziert wurde.

Die Ausstellung zeigte “Bilder vom Terror” mit den historischen Eckpfeilern vom Terrorangriff während der Olympischen Sommerspiele in München 1972 und dem Angriff auf das New Yorker World Trade Center im Jahre 2001. Es wurden etwa 200 Arbeiten aus dem Bildarchiv des Spiegel sowie von rund 30 Künstlern gezeigt – unter anderem von Thomas Hoepker, Dennis Adams, Michal Kosakowski, Coco Kühn, Fiorenza Menini, Thomas Galler, Thomas Ruff, Simon Menner, Peter Piller, Christoph Draeger, Thomas Hirschhorn, G.R.A.M., Walid Raad, Gael Peltier, Naeem Mohaiemen, Michael Schirner, Sarah Charlesworth, Mikael Mikael, Robert Boyd, Johan Grimonprez, Luuk Wilmering, Pascale Couvert, Natalie Czech, Reymond Depardon, Michael Schäfer, Marc Volk und Malte Wandel.

Wörtlich schrieben die Antiraucher in ihrem Brief an Wowereit: “Auch hier trifft es zu, dass solche Aktivitäten zu „denormalisieren“ sind und eine Teilnahme an ihnen kontraindiziert ist.” Und weiter: “Der Bezirksbürgermeister sollte alle gesundheitspolitischen Anstrengungen unterstützen, den Tabakgebrauch einzudämmen. Stattdessen spielt der Nichtraucherschutz dieses Bezirks in der Gastronomie kaum eine Rolle. Das Rauchen ist im Gegensatz zu allen übrigen Bezirken sogar auf den Kinderspielplätzen nicht ausdrücklich verboten.” Ach ja. Und deshalb darf ein Bezirksbürgermeister nicht an einer kulturellen Veranstaltung teilnehmen?

Dann wird von Wowereit gefordert, den Bezirksbürgermeister zu ermahnen: “Wir bitten Sie, Herr Regierender Bürgermeister, den Bezirksbürgermeister von Neukölln zu ermahnen, sich an die Leitlinien des Gesetzes zum Tabakrahmenübereinkommen zu halten.” Unterzeichnet ist das Pamphlet von den Antiraucherlobbyisten Johannes Spatz und Wolfgang Behrens sowie dem ehemaligen Vorstandsmitglied der als äußerst militant geltenden Antirauchergruppe “Pro Rauchfrei”, Patrick Kast. Allerdings durfte Kast  gerade einmal ein Jahr lang im Vorstand der Antirauchergruppe sein – die Gründe dafür werden allerdings schamhaft verschwiegen. Kast hatte im Forum der Gruppe Folgendes geschrieben: “Wenn jemand in meiner Anwesenheit in einem normalen Restaurant noch mal eine Zigarette anzündet, dann garantiere ich für gar nichts mehr. Dann gibt es Krieg. Derjenige kann dann froh sein, wenn ich ihm nur Wein ins Gesicht schütte.” Über Altkanzler Helmut Schmidt schrieb er: “Da meint der Knacki doch, das Rauchverbot würde mehr und mehr durchlöchert und würde wie die Prohibition enden. Aber das einzige, was durchlöchert ist, ist sein Hirn und seine Lunge.”

 


8 Kommentare

  1. B.S.

    Sehr interessant:

    Heinz Buschkowsky soll nach dem Willen der Antiraucher ermahnt werden

    ….der Grund ist, dass der Bürgermeister sich angeblich nicht an das “Denormalisierungsprogramm” gehalten hat, welches im Rahmenprogramm (WHO Framework Convention on Tobacco Control) von der WHO gefordert wird…

    …nach Ansicht militanter Antiraucher darf ein Politiker dann nicht an einer derartigen Veranstaltung teilnehmen, wenn diese auch von einem Tabakkonzern organisiert wird. Konkret ging es um den “Treffpunkt Berlin” und die Ausstellung “Bilder vom Terror”, die vom Tabakmulti Philip Morris teilweise finanziert wurde.

    Ist es nicht Ironie, dass eine “Terroranschlaege” Ausstellung, die von einem Tabakkonzern teilweise finanziert und von Bezirksbuergermeister Heinz Buschkowsky besucht wurde, eine Forderung, sich an das “Denormalisationsprogramm” zu halten, beinhaltet?

    Tabakkonzerne sind legal. Es ist also nicht anzunehmen, dass diese Austellung illegal finanziert wurde, oder gar illegal war.
    Zu den Kommentaren des Antiraucher Vorstandsmitgliedes:
    Kast hatte im Forum der Gruppe Folgendes geschrieben: “Wenn jemand in meiner Anwesenheit in einem normalen Restaurant noch mal eine Zigarette anzündet, dann garantiere ich für gar nichts mehr. Dann gibt es Krieg. Derjenige kann dann froh sein, wenn ich ihm nur Wein ins Gesicht schütte.”

    Das Einschuechtern ist also geplant.

    Über Altkanzler Helmut Schmidt schrieb er: “Da meint der Knacki doch, das Rauchverbot würde mehr und mehr durchlöchert und würde wie die Prohibition enden. Aber das einzige, was durchlöchert ist, ist sein Hirn und seine Lunge.”

    “Der Knacki” mag genau das sein – ein ALTER MANN mit grosser Lebenserfahrung. Kann man annehmen, dass die Antiraucher alte Leute, die noch immer Raucher sind, also “wertlos” bezeichnen?

  2. Blaudunst

    So viel Unverschämtheit der fanatischen Antirauchern ist kaum mehr zu fassen!
    Die kann man bedauerlicherweise nicht mehr “denormalisieren”, weil sie schon tiefst abnorm sind…
    Schade nur, dass sie frei rumlaufen dürfen, sie gehören eigentlich in die Klapse.
    Hat denn die Big Pharma noch keine neue, teuere Medikamente für diese Krankheit?
    Warum noch nicht, damit lässt sich bestimmt auch sehr gutes Geld verdienen.
    Auch wenn die Nebenwirkungen (wie bei Champix) Selbstmord, das “Bedürfnis” andere zu töten oder schwere Depressionen wären.
    Mit ihrem endlos vielen Geld und die mächtigen “Connections” würde die BigPharma bestimmt auch so ein Medikament zugelassen bekommen. Gegen pathologische Geistesbeschränkung, krankhafte, extrem feindliche Fixierung auf ein einziges Thema und permanente fanatische Anfälle.

  3. meine Fresse, diese bigotten Arschlöcher. Ich würde jene gerne mal dazu aufrufen Neukölln zu besuchen. Neukölln ist -abgesehen von einigen Ecken- das Ghetto Berlins, bisweilen betrug der Anteil der Bevölkerung die -nach dem alten System- Sozialhilfe empfangen haben bis zu 40%. Ich tippe mal, dass es hier einen Ausländeranteil gibt, der an die 40-50% reicht. Gleichwohl ist einer der größten Arbeitgeber eben Phillip Morris, (die in der Vergangenheit mehrfach diskutiert haten das Werk zu schließen) . Was würde man wohl mit einem Bürgermeister in der Situation machen, der einen solchen vergrault? Nein, Neukölln ist ein Pflaster, dass schwer ‘regiert’ werden kann …und -obwohl ich kein Spezialdemokrat bin-Buschkowski macht einen klasse job.
    Da können sich grüne Ökospießer in Freiburg oder Tübingen (liebe Ökospießer…Neukölln ist größer als Freiburg und Tübingen zusammen!) noch so echauffieren…hier müssen zunächst andere Fragen beantwortet werden.

    • Hans Tegel

      Leider bin ich nicht darauf gekommen, absolut korrekt. Bin gerne bereit eine ” Pilgerfahrt ” nach Neukölln zu organisieren. Eine Liste der einschlägigen „Missionare“ sollte auch kein Problem sein. Stelle ihnen auch gerne das entsprechende Equipment zur Verfügung um ihre hetzerische und weltfremde Propaganda dem dortigen Publikum gegenüber kund zu tun.

  4. Schneeadler

    Wen interessieren schon die faschistoiden Blähungen des Antiraucher-Abschaums dieser Welt? Der Tag wird kommen, an dem es sich ein-für-allemal ausgespatzt haben wird! Für dieses Pack kanns NUR den ausgestreckten Mittelfinger geben!

  5. Hans Tegel

    Wenn ich immer wieder lese, da ein Frankenberger, hier ein Spatz, dort eine Steffens….in Summe alles gescheiterte ” Nullnummern”. Immer auf der Suche nach ihrem ( nicht existenten ) ” ICH “……Unterstützt durch eine kleine Anhängeschaft von ebenfalls ( mit sich ) verzweifelten Mitläufern.

  6. Dampflok

    Einfach mal die Frage in den Raum stellend: Wie offen muß ein Arsch eigentlich sein, damit ihm solche Fürze entfleuchen können? Haben diese geistigen Tiefflieger tatsächlich keine anderen Sorgen, als die dauernde Jagd nach jedem noch so klitzekleinen Schadstoffmolekül? Ist deren Leben tatsächlich so ereignisarm? An meine Schulzeit zurückdenkdend fällt mir da nur eins ein: “Klassenkeile”. Einfach in der Pause in eine stille Ecke gezerrt und aktiven Meinungsaustausch praktiziert. Das Leben war damals so einfach… (und heute erwischt’s in der U-Bahn leider immer die Falschen…)

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