Gesundheitszwang weltweit
Allenthalben greifen die Rauchverbote um sich. Sie werden damit begründet, dass man die Menschen vor dem „Passivrauchen“ schützen müsse, also vor dem Tabakrauch, der von Rauchern ausgeht und angeblich Tausende von Nichtrauchern tötet. Dieses engagierte Buch zeigt, dass jene Behauptung aus der Luft gegriffen ist und nur als eine Waffe im „Krieg gegen die Raucher“ dient. Walter Wippersberg, Schriftsteller, Filmemacher und Professor an der Wiener Filmakademie, hat selber erlebt, dass es diesen Krieg tatsächlich gibt. Auf einen nachdenklichen Artikel, den er 2009 in einer österreichischen Tageszeitung zum Thema veröffentlicht hatte, erhielt er Hunderte von (meist anonymen) Stellungnahmen im Internet. Wippersberg war entsetzt von der Militanz und Unduldsamkeit, die aus den Worten der Tabakgegner sprach, und so entschloss er sich, dieses Buch zu schreiben und intellektuelle Aufklärung gegen einseitige Ideologie zu setzen.
In den beiden ersten Kapiteln fasst er unter Bezug auf einschlägige Quellen die wechselvolle Kulturgeschichte des Rauchens zusammen, die sich in Europa abgespielt hat, seit der Tabak im 16. Jahrhundert aus der Neuen Welt hierher gekommen ist. Die Reaktionen waren von Anfang an zwiespältig: Teils wurde das neue Genussmittel begeistert aufgenommen und teils wurde es mit manchmal drakonischen Verboten und Strafen unterdrückt, wobei die Vorlieben der jeweils Herrschenden den Ton angaben. Als freilich die Staaten mit der Tabaksteuer eine neue Einnahmequelle entdeckten, wich die Ablehnung einer mehr oder weniger großzügigen Duldung. Allerdings gab es immer wieder Gegenbewegungen, die häufig aus genussfeindlichen, beispielsweise kalvinistisch-puritanischen Kreisen stammten. So setzte eine „Christliche Frauenvereinigung für Enthaltsamkeit“ Anfang des 20. Jahrhunderts in 14 Bundesstaaten der USA ein strenges Rauchverbot durch, das erst nach 1930 überall wieder aufgehoben wurde. Und im „Dritten Reich“ unternahm Adolf Hitler, vom starken Raucher zum kämpferischen Nichtraucher mutiert, etliche Anstrengungen, den Tabakgenuss in Deutschland abzuschaffen, ohne sich allerdings damit wirklich durchsetzen zu können; nicht einmal seine Geliebte soll er von den Zigaretten abgebracht haben.
Seit den 1970er-Jahren ist nun, zunächst in den USA und dann weltweit unter der Führung der amerikanisch dominierten Weltgesundheitsorganisation (WHO), ein neuer „Kreuzzug“ ausgerufen worden; manche Protagonisten drücken das wörtlich so aus! Dieser „Kreuzzug“ wird seitdem mit allen Mitteln der Meinungsmanipulation und Interventionspolitik geführt. Wie jede Ideologie setzt auch die Tabakbekämpfung („tobacco control“) darauf, die Sprache zu erobern. Im dritten Kapitel zeigt der Autor, wie die Bezeichnungen für den Tabakgenuss planmäßig verändert wurden. Was bis in die 1960er-Jahre „Gewohnheit“ hieß, wurde zunächst in „Abhängigkeit“ umbenannt, um schließlich als „Sucht“ diskriminiert zu werden; die WHO spricht inzwischen gar von einer „Epidemie“! Wippersberg bringt ernsthafte Zweifel dagegen vor, dass die Rauchgewohnheit mit so dramatischen Symptomen einherginge, wie man sie bei wirklichen Suchtdrogen (Morphium, Heroin etc.) kennt.
Hatte die Tabakbekämpfung ihre Kampagne ursprünglich nur auf bloße Meinungen gestützt, mit denen Nichtraucher gegen die Raucher aufgehetzt wurden, konnte sie ab 1980 zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen inspirieren, die beweisen sollten, wie gefährlich das „Passivrauchen“ für die Nichtraucher ist. Inzwischen kann man in wissenschaftskritischen Schriften nachlesen, dass die zahlreichen „Studien“ diesen Beweis schuldig bleiben. Misstrauen ist, so Wippersberg, schon darum angebracht, weil die statistischen Schätzungen mit Zahlenangaben aufwarten, deren Genauigkeit in krassem Gegensatz zur Unsicherheit der Datenbasis steht. So zitiert er, dass die Raucher in Österreich jährlich zusätzliche Kosten von 511,4 Millionen Euro verursachen sollen; oder, dass in Deutschland jedes Jahr (!?) 3301 Nichtraucher am „Passivrauchen“ sterben sollen. Mit derartiger Scheingenauigkeit machen sich die Tabakgegner nach Ansicht des Autors selber unglaubwürdig.
Da die „Studien“ fast nur Lebensgemeinschaften rauchender und nichtrauchender Partner untersuchen, besagen sie zudem überhaupt nichts für all die öffentlichen Orte, an denen heute mit den Rauchverboten ein angeblicher „Nichtraucherschutz“ erreicht werden soll. Wippersberg räumt ein, dass empfindliche Nichtraucher Anspruch auf abgetrennte und gut klimatisierte Bereiche haben, doch in den totalen Rauchverboten, die von den aggressiven Tabakgegnern immer wieder gefordert und in manchen Ländern längst durchgesetzt worden sind, sieht er allein die undemokratische Unduldsamkeit einer radikalen Minderheit.
Die Antitabakkampagne wäre allerdings, so Wippersberg, kaum so wirksam geworden, wenn sich nicht eine merkwürdig verengte Vorstellung von Gesundheit breit gemacht hätte, die zu einer regelrechten Ersatzreligion geworden ist, einem Sanitarismus, der dem Fetisch körperlicher Perfektion huldigt. Einst hatte die WHO auch mentales und soziales Wohlbefinden zu den Grundbestimmungen der Gesundheit gezählt, doch das haben zumindest ihre Tabakbekämpfer längst über Bord geworfen, ganz gleich, welche Lebenslust den rauchenden Menschen ihre Gewohnheit bereitet. Und sie vernachlässigen, dass die Rauchverbote mit ihrer Diskriminierung und gesellschaftlichen Ausgrenzung den rauchenden Menschen alles andere als Wohlbefinden bescheren.
In sympathischer Selbstkritik räumt der Autor ein, dass Rauchen – nicht das „Passivrauchen“! – ein Gesundheitsrisiko ist und jeden Einzelnen vor die Frage stellt, ob er am Tabakgenuss festhalten will, auch wenn er möglicherweise eines Tages dadurch erkrankt und auf ein besonders langes Leben verzichten muss. Wippersberg plädiert für den Genuss, und er hält es für unerträglich, dass andere ihm das Recht auf freie Wahl streitig machen wollen. Er hat kein Verständnis für eine Politik, die aus Angst vor dem Lärm der Gesundheitsagenturen ein Drittel der Bürger systematisch in ihrer Selbstbestimmung beschränkt.
Dieses leidenschaftliche Plädoyer für die Freiheit, großartig geschrieben und gut belegt, ist allererst für Raucher bestimmt, die lernen müssen, sich gegen die Unterdrückung durch die Antitabaklobby entschieden zur Wehr zu setzen. Aber auch nichtrauchende Menschen können aus diesem Buch lernen, wie eine radikale Minderheit die öffentliche Meinung manipuliert und auf dem schlimmsten Wege ist, ihre sektiererische Ideologie der ganzen Welt aufzuzwingen. Als nächstes sind dann die Vollschlanken und die Weintrinker an der Reihe. Die Gesundheitsfanatiker denken schon darüber nach …
Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von NovoArgumente zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!














Hier vielleicht noch eine interessante Seite der Piratenpartei mit Links und Argumenten pro und kontra Rauchverboten/Nichtraucherschutz. Anscheinend hat man sich bei den Piraten schon 2009 mit der Sammlung von Informationen zu dem Thema beschäftigt.
Siehe: http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=60&t=14376
Die WHO läßt in ihrem Gesundheitszwang nicht locker. Ihre neuesten “Empfehlungen” lassen erahnen, wohin die Reise gehen soll:
Höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie Gesetze zur rauchfreien Welt gehören unter anderem zu den “Emfehlungen” der WHO im Kampf gegen nichtinfektiöse Krankheiten. Außerdem wird die Verringerung von Salz und Transfetten in Lebensmitteln, ebenso wie ein erhötes Bewußtsein(?) für Ernährung und Bewegung gefordert.
Siehe: http://www.drugfree.org/join-together/alcohol/who-backs-taxes-on-tobacco-and-alcohol-and-smoke-free-laws?utm_source=Join+Together+Daily&utm_campaign=f40088b5c5-JT+Daily+News%3A+Drug-Related+Fatalities+Top…&utm_medium=email
Wer die “Empfehlungen” und die daraus resultierenden Maßnahmen der WHO kennt, wird sich so seine Gedanken über seine zukünftigen Entscheidungsmöglichkeiten bezüglich seiner Lebenführung machen müssen. Es sei noch einmal an den gescheiterten Versuch erinnert, Salz bei Restaurantessen in New York zu verbieten.
Bei der Ausgrenzung von Rauchern hat man das ja schon beispielhaft durchgezogen. Einige Krankenhäuser in den USA verbieten ihren Beschäftigten nicht nur das Rauchen im Dienst, sondern überhaupt. Auch während ihrer Privatzeit ist ihnen das Rauchen verboten worden. Außerdem werden Raucher nicht mehr eingestellt. Siehe: http://blogs.wsj.com/health/2011/02/11/no-smoking-for-some-hospital-employees-even-on-days-off/
Die WHO läßt in ihrem Gesundheitszwang nicht locker. Ihre neuesten “Empfehlungen” lassen erahnen, wohin die Reise gehen soll:
Höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie Gesetze zur rauchfreien Welt gehören unter anderem zu den “Emfehlungen” der WHO im Kampf gegen nichtinfektiöse Krankheiten. Außerdem wird die Verringerung von Salz und Transfetten in Lebensmitteln, ebenso wie ein erhötes Bewußtsein(?) für Ernährung und Bewegung gefordert.
Die “Empfehlungen” der WHO…… Wieviele Laender sitzen z. Bsp. auf Millionen von Dosen fuer die Schweinegrippe? Und Vogelgrippe? Wie war das doch gleich mit “Pandemie”?
Duerfen wir der WHO waermstens “empfehlen”, den gesunden Menschenverstand suchen zu gehen? Es scheint, dass dieser (teure) Verein den am meissten braucht….
Gott sei Dank sind die moderaten Nichtraucher die nicht den Tod aller Raucher durch „aufhängen“ oder „verbrennen“ wünschen in der Überzahl, aber wie es nun mal so ist, kann eine Fäulnisbakterie ein ganzes Essen verderben. Prof. Wippersberg hat erlebt wie vergiftend die Militanz der Tabakgegner ist, wie zersetzend die militanten Antis sind. Es ist für uns Raucher nichts neues, daß sich die auf 3301 punktgenauen Passivrauchtoten in Deutschland hingebastelt sein müssen, denn wie kommt man auf so ein „konkretes“ Ergebnis. Viele der militanten Antis werden stolz auf Adolf Hitler sein, sind sie doch großteils der braunen Seite zuzuordnen.
wenn wir jetzt aber die 1,5 bis 2 Mrd. “Dicken” den Unterernährten dieser Welt gegenüberstellen, sollten wir dieses “Problem” doch eigentlich statistisch gelöst haben^^ (Davon werden zwar die Dicken nicht schlank und die Hungernden nicht satt, aber das ist auch nicht Sinn und Zweck der Studie, gell…). Dieses Gutmenschengelaber (egal ob Rauchen, Trinken, Essen, Tempolimit) geht mir jeden Tag ein bißchen mehr gegen den Strich…
Ja, das ist ein sehr gutes Buch, das man nur empfehlen kann!
Der Krieg gegen die Raucher, der aktuell immer abnormer, fanatischer und bescheuerter geführt wird, lässt wirklich daran zweifeln, dass die Menschen intelligente Wesen sind! Es ist eher ein Beweis, dass die Menschen nichts, aber gar nichts, aus ihrer eigenen Geschichte lernen.
Jedes Mal, als ich die tiefst fanatischen und verbohrten Hasstiraden und Beleidigungsorgien der Antiraucher zu sehen bekomme, muss ich mich an die Theorie erinnern, dass Menschen aus Affen stammen. Und jedes Mal muss ich es glauben…
Schon ein einzelner Affe ist ein um Welten edleres und intelligenteres Wesen als all dieses dekadente Antirauchergesocks zusammen!
Sehr guter Artikel!
Und, ja, die Vollschlanken und Weintrinker sind hier schon dran; erst vorgestern gabs wieder mal Berichte ueber eine “Fettsucht-Epidemie”…..
Dazu: Neulich las ich einen recht interessanten Artikel ueber 2 sehr uebergewichtige Damen, die mit ihren Koerpern recht gut Geld verdienen. Und, warum sollen die das nicht?
Wohl wahr.
Das geht sogar soweit, dass laut Spiegelartikel Forscher einen Anti-Fett-Vertrag von den Vereinten Nationen fordern – ähnlich wie im Fall der “Tabakkontrolle”. Angeblich sind mehr als 1,5 Milliarden erwachsene Menschen auf der Welt übergewichtig, dann wiederum sind es 2 Milliarden – macht ja nichts, 500 Millionen mehr oder weniger, wem fällt das schon auf?
Allerdings gibt es auch bei den “Dicken” inzwischen Widerstand. Siehe:
http://diestandard.at/1313025461186/Gewichtsdiskriminierung-Angst-vor-Armut-wird-in-Form-von-Koerperfett-bekaempft
Gut so!!! Und hoffentlich haben die “Dicken” gut zugesehen, wie es uns Rauchern erging… Aber dann, vielleicht rauchen viele der “Dicken” ja auch. (und leben immer noch!)
Die Gesundheitsapostel predigen “Leben retten”… und KOSTEN….
Die muss man mal ernsthaft fragen. wieviel es UNS kosten wird, deren Lebensabend (mit allen Altergebrechen + prosepektivem Alzheimer) in einem Altersheim zu bezahlen… Es bleibt zu hoffen, dass die mal deren “armen Kiiiiindern” so richtig ausgepraegt eine Buerde werden. (Und diese Leute haben deren Kindern von Anfang an Intoleranz und Angst mitgegeben! )