“Bayerndialog” – neuer Weg einer konzertierten Handlungsweise

Bayerische Initiativen und Organisationen diskutieren über die Folgen der Rauchverbote

Bayern wehrt sich weiter gegen das Rauchverbot

Am 9. und 10. Juli 2011 fand in München ein Workshop statt, an dem sich mehrere Initiativen und Organisationen, die das Thema “Rauchverbote und dessen weitere Folgen” eint, beteiligten. Dieses Treffen wurde initiiert vom Bundesgeschäftsführer der Bundesversammlung Genuss, Freiheit und Selbstbestimmung, Detlef Petereit, der selbst aus Berlin anreiste und die Veranstaltung auch moderierte. Die unterschiedlichen Ausrichtungen der anwesenden Gruppen bildeten keinen Hinderungsgrund für angeregte Diskussion und sinnvolle Ergebnisarbeit.

Die Kerninhalte waren innerhalb der zweitägigen Veranstaltung überraschend schnell gefunden. Gesellschaftlicher Wandel, Modeerscheinungen und Dominanz des eingeleiteten Mainstreams mit starker Ausprägung des Gesundheitsgedankens wurden als gegeben erkannt. Ebenso die daraus resultierende Rauchverbotssituation per Volksentscheid in Bayern und deren Folgen. Erfreulich dabei: eine gemeinsame Akzeptanz der Tatsachen und ein feststellbarer Wille, den zukünftigen Erfordernissen mit Realismus und besser vernetzten Kräften zu begegnen.

Mit dem Begriff “Bayerndialog” wurde zum Abschluss dieses Meetings eine gemeinsame Startposition gefunden. Zukünftig werden sich die beteiligten Organisationen hier einbringen und konzertierte Aktionen gemeinsam durchführen. Die jeweilige Identität wird in jedem Fall beibehalten, denn inzwischen werden auch andere Themen besetzt, die individuelle Arbeit der Vereine und Organisationen voraussetzen.

Einen deutlichen Schwerpunkt setzt der “Bayerndialog” auf die gemeinsame Wirkungsweise des Kreises bei der Sensibilisierung von Bevölkerung, Medien und Politik. Realistische, machbare und vor allem der Vernunft verpflichtete Optimierungswege stehen im Vordergrund. Rechtssicherheit für die “geschlossene Gesellschaft”, Nachbesserung des Gesundheitsschutzgesetzes durch politischen Willen sowie auch Lösungen für kommunale Belange bis zum konstruktiven Vorschlag einer finanziell attraktiven Regelung für die Städte und Gemeinden wurden bereits erarbeitet. In den kommenden Wochen werden dazu entsprechende Dokumente erstellt und den relevanten Stellen zugeführt.

Insgesamt darf man die erstmals einberufene Konferenz der Initiativen und Organisationen als gelungen betrachten und die entstandene Gemeinsamkeit als Erfolg verbuchen. Vor allem deshalb, weil die Teilnehmer – allesamt Vorstände oder Sprecher ihrer Organisation – Dialogfähigkeit bewiesen und somit die Tür für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit öffneten. Weitere Details werden die jeweiligen Sprecher in internen Kreisen ihrer Organisationen vermitteln.

 

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37 Kommentare

  1. franz schnabl

    Hallo Jochen,

    zu Deinem Kommentar von gestern um 14:47 Uhr:

    Genau Dasselbe habe ich erst vorgestern einer örtlichen Splittergruppe (nennt sich “ni-muenchen”) gemailt. Es war seitens der Antiraucherfanatiker ein Artikel in unserem örtlichen “Kas`blattl” veröffentlicht worden.

    Ich musste da was sachlich richtig stellen.

    Bislang keine Rückmeldung.

    Offenbar wissen diese Antiraucherfanatiker mittlerweile doch schon, dass diese “Mehrheit” effektiv eine 1/5-Minderheit ist. Offenbar darum bislang keine Antwort.

    Franz Schnabl

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  2. Sturer Allgäuer

    Ist schon eine gute Nachricht dieser Bayerndialog. Haben es doch alle namhaften, die nicht namentlich genannt werden wollen, obwohl man sie sich denken kann, an einen Tisch gehockt und ihre früheren Streitigkeiten vergessen. Zwei Jahre haben sie dafür geraucht um festzustellen, daß es nur gemeinsam eine Lösung gibt. Ich kann dem Bericht keinen Hinweis auf die Akzeptanz des Rauchverbotes entnehmen. Die Akzeptanz der Tatsachen beruht eher darauf, daß es bisher „dumm gelaufen“ ist. Die genannten Schwerpunkte sind eine erfreuliche Angelegenheit, aber die Rechtssicherheit für die „Geschlossene Gesellschaft“ sollte überdacht werden. Bisher war die in Bayern landläufige Meinung, das auch Stammtische eine geschlossene Gesellschaft sind, zu denen man sich als „nicht dazu gehöriger“ nicht so ohne weiteres dazu hockt. Ich denke mal, daß ich es nicht zu wiederholen brauche, wie meine Ansichten sind. Gleichwohl. Wie will man die Rechtssicherheit erreichen und was sollte eine Geschlossene Gesellschaft auszeichnen? Etwa eine Personenbegrenzung auf max. 50 Personen. Eine Begrenzung auf Verwandtschaft 2 Grades? Ich würde eher eine Sensibilisierung der Gerichtsbarkeit befürworten, daß nicht ein jeder dahergelaufene Amtsrichter einen armen Wirt zu 10 Tage Knast bei Wasser und Brot verurteilt, nur weil er sein Lokal abgesperrt hat, und den verbliebenen Gästen das rauchen gestattet hat. Ich kann mirnur eines wünschen. Versiebt die Angelegenheit nicht schon wieder.

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  3. Jochen

    Es ist schön zu lesen, dass sich was tut. – Eben auch 1 Jahr danach. Das find ich riesig!

    Soweit ich weiss, war der “Volks”entscheid in München gegen den Bau höherer Gebäude als der Frauendom nur 1 Jahr gültig.
    Wie vehält sich das eigentlich mit dem absoluten Rauchverbotsentscheid?
    (Bei dem grade mal ein gutes Drittel Wahlbeteiligung und insgesamt nur ca. 20 % dafür gestimmt haben…. also fernab von einer Menge bei der man von einer ECHTEN Mehrheit sprechen kann.)

    Ich habe nicht den Eindruck, dass – so wie von Frankenberger und Konsorten gehofft – dieses unfreiheitlich und untolerante “Gesetz” von den Bürgern nach einem Jahr gut geheissen wird..

    Aus vielen Gesprächen merke ich , dass schon bei einigen die Erkenntnis gewachsen ist, dass es nicht richtig ist 30 % d. Erwacchsenen gänzlich aus allen öffentlcihen Räumen zu schmeissen.

    Man muss den Nichtraucher deutlich machen, dass es Regelungen gibt , bei der sie keine Nachteile.

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      • Jochen

        @UweM: Es gibt eine qualitativen Unterschied zwischen d. Regelung 20 % d. Gastronommie “zu behalten”, oder dem Rausschmiss aller Raucher aus der gesamten GAstronomie

        Heiße Debatte. Wie denken Sie? Thumb up 16 Thumb down 15 (+1) Momentan ist die Bewertung wegen Manipulationen von militanten Antirauchern nur für registrierte Benutzer möglich.
      • UweM

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    • Blaudunst

      In einem Jura-Blog steht etwas über ein Jahr Gültigkeit, aber in dem Gesetz, das die bayerischen Volksentscheide regelt, steht gar nichts. Ich vermute deshalb stark, dass es überhaupt keine “Mindestdauer” gibt, also Gesetze können jeder Zeit (vorausgesetzt, man findet entsprechende Mehrheiten) geändert werden, egal ob sie von Parlament oder per Volksentscheid beschlossen worden sind.

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    • Anders

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      • @ Anders:
        Du bist schon wieder auf der falschen Seite.

        Du mußt ins Rauchen ist Scheiße-Forum gehen. Dort geht der “Punk” ab. Es gibt dort ein Schloßgespenst, welches ständig nach “Frischluft” schnappt. Einen Pavel Hoppelzack und eine Depp-Diva, die die Chefin vom ganzen Haufen ist und vieles anderes mehr.

        Viel Spaß im Scheiße-Forum.

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  4. Susanne

    @dOne: warum sollte Werner hier irgendwelche Namen nennen? Und jetzt mal “Tacheles”: Wer oder was sind Sie? Ganz neu hier und Fragen stellen? Macht man sowas? WIR wissen, um wen bzw was es geht…;-) Und nur das allein zählt!

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  5. Adrian Berger

    Die beteiligten Gruppen und Verbände werden zum entsprechenden Zeitpunkt bekanntgegeben ;-)

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      • Adrian Berger

        Uwe, stell Dich doch nicht so an. Ihr habt damals genauso im geheimen Eure Pläne entwickelt und damit die Bevölkerung überrumpelt und getäuscht. Oder ist damals alles offen in Blogs oder Facebook ausgebreitet worden?

        Wenn Du und Deine Trollfreunde glauben, daß wir uns nur im Net verständigen…….

        Und auch Du wirst einfach warten müssen bis es soweit ist ;-)

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      • Adrian Berger

        Also mir persönlich ist das ziemlich egal, ob DU beeindruckt bist ;-)

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      • smoki

        freindal du bist so blöd,geh zurück ins kaviarforum


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  6. smoki

    ich kann mir nicht vorstellen das das rauchverbot nun akzeptiert wird

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    • Adrian Berger

      Was für eine wunderbare Aussage! Warum hätten sich die Leute denn sonst treffen sollen? Gerade WEIL Sie es nicht akzeptieren….

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      • smoki

        uwe sieeht das ganz anders.das war ja auch eine anspielung auf uwes kommentar….

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  7. Christoph Suter

    Danke – Bayerndialog. Die Schweizer Gastronomie hat die frohe Kunde aus Bayern zur Kenntnis genommen :-)

    http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?EintragID=2957&md=akt&lvl=2

    In der Schweiz, resp. im Stadtstaat Basel, schlafen wir auch nicht:

    http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?EintragID=2959&md=akt&lvl=2

    und

    http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?EintragID=2960&md=akt&lvl=2

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  8. Nansy

    Zitat: “Gesellschaftlicher Wandel, Modeerscheinungen und Dominanz des eingeleiteten Mainstreams mit starker Ausprägung des Gesundheitsgedankens wurden als gegeben erkannt.”

    Ich glaube wir sind uns alle einig, dass es sich hier nicht nur um eine starke Ausprägung des Gesundheitsgedankens handelt, sondern um Gesundheitsfanatismus! Ein weiteres Beispiel für diesen Fanatismus kann man im Spiegel nachlesen. Danach haben Forscher herausgefunden, dass der Urinstinkt nach Salz im Gehirn die gleichen Genmuster aktiviert wie die Drogensucht. Nach Fast-Food-Steuer in Rümänien darf man sich jetzt wohl auf eine neue Verbotsdiskussion “freuen”.
    Siehe: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,773662,00.html

    Dafür ist die Beschreibung (“starke Ausprägung des Gesundheitsgedankens”) wohl nicht mehr ausreichend.

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    • ub56

      es wird bereits eine Steuer auf Coca Cola gefordert, weil 1, in Worten, ein Arzt aus Niedersachsen meinte, daß Kinder viel zu dick sind, was natürlich schlagartig für schlanke Kinder und Jugendliche sorgt. Scheinbar trinken Kinder nur Cocal Cola und nehmen sonst nichts zu sich. Der ein oder andere Politiker ist auf diesen Zug bereits aufgesprungen. Verbote sind ein Zeichen von Hilflosigkeit einerseits und ein Verlust von persönlicher Freiheit andererseits. Ich habe bisher nicht den Eindruck als würde das eine Mehrheit der Deutschen interessieren.

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    • eddy reloaded

      klasse salzsüchtig, na das erklärt manche verfehlungen von einem tiefseetaucher..

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      • Adrian Berger

        Naja, der Haubentaucher geht ja auch in Süsswasser unter ;-)

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    • Blaudunst

      “Modeerscheinungen” kommen oft spontan, dieser Gesundheitsfanatismus war sehr wohl von der Pharma- und Gesundheitslobby “künstlich” erzeugt und wird durch unsere Medien immer wieder aktuell gehalten.
      Sicher gehören zu so was immer zwei Seiten: die, die andere Menschen verblöden wollen und die, die sich gerne verblöden lassen.

      Das ist schon keine Mode mehr, eher ein Krieg gegen eines Teils der Bevölkerung. Wer die “Gesundheitsreligion” nicht akzeptiert, wird weg gestoßen, stigmatisiert und verfolgt.

      Aber dieser Kochsalz-Schmarn mit “Experten, die auf der Anti-Salz-Seite stehen” scheint sogar den Spiegel-Lesern zu merkwürdig, einige Kommentare dort sind recht interessant :-)

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      • Nansy

        Blaudunst, da stimme ich dir zu, das ist Krieg. Die Stoßrichtung “Salz” dieser Gesundheitsreligion würde ich aber nicht als Kochsalz-Schmarn verniedlichen, denn in New York hat man bereits versucht, durch ein Gesetz das Salzen von Speisen in Restaurants zu verbieten.
        Siehe: http://www.myfoxny.com/dpp/news/local_news/new_york_state/chefs-call-proposed-new-york-salt-ban-absurd-20100310-akd

        Dort hat dieser Gesundheitswahn merkwürdigerweise einmal nicht funktioniert, denn der Gesetzesentwurf ist vorerst in der Versenkung verschwunden.

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  9. kleister

    Ich habe gehört das da auch ein paar Politiker dort waren.

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  10. Gogan

    Ich brauch das nicht zu wissen. Wichtig ist doch lediglich, dass sich auch nach einem Jahr Rauchverbot garnichts beruhigt und nicht zum Tagesgeschäft übergegangen wird. Weiterhin sieht es aus als ob Kräfte konsolidiert und focussiert werden. Eigentlich eine gute Nachricht für uns Raucher.

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    • UweM

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      • Adrian Berger

        Ach Uwe, die Wege sind halt höchst unterschiedlich. Von Akzeptanz kann hier nicht die Rede sein

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    • Blaudunst

      Ja, die Tatsache dass verschiedene Verbotsgegner-Gruppierungen sich an einem Tisch setzen, miteinander reden und gemeinsame Aktionen planen ist eine sehr gute Nachricht!

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  11. Genauer Beobachter

    Das klingt ja erfolgversprechend. Nur gemeinsam kann man etwas erreichen. Wer war denn bei diesem Treffen alles dabei?

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    • Es waren die wichtigsten bayerischen Verbände, Vereine und Initiativen dabei, die sich gegen Verbotswahn und Gängelung aussprechen.

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      • d0ne

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