Gesetz zum Rauchverbot annulliert

Auch in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, gibt es vorläufig kein Rauchverbot

Im südamerikanischen Venezuela hat das Gesundheitsministerium bereits einen Tag nach der Einführung eines strikten Rauchverbots die Maßnahme wieder zurückgenommen.

Im Gegensatz zu einigen Staaten in den USA, Kanada, Teilen Europas und Asien ist Venezuela eines der wenigen Länder, in denen Rauchen noch in vielen öffentlichen Bereichen wie Restaurants, Bars, Nachtclubs und Sportstadien erlaubt ist. Die Regierung hatte in dem südamerikanischen Land erst im Jahr 2005 die Tabakhersteller dazu zwingen können, auffällige Warnungen auf die Zigarettenpackungen zu drucken, die explizit auf die angeblichen oder tatsächlichen Gefahren des Rauchens für die Gesundheit hinweisen.

2007 gab es einen ersten Skandal um ein geplantes Rauchverbot im Land: Gesundheitsminister Erick Rodriguez hatte in einem Interview mit einem lokalen Radiosender erklärt, dass nach einem neuen Gesetz, welches man einzuführen gedenke, in Zukunft weder die Tabak- noch die Zigarettenproduktion erlaubt sei. Wenn jemand rauchen wolle, so solle er doch seine Zigaretten aus dem Ausland mitbringen. Im Nachhinein nahm er seine Aussage zurück, musste jedoch nach großen Protesten seitens der Bevölkerung auch seinen Hut als Gesundheitsminister nehmen.

Vergangene Woche startete ein erneuter Versuch, das Land mit einem Rauchverbot zu gängeln. Das neue strikte Nichtraucher-Gesetz wurde in der “Official Gazette” publiziert – ein Organ der Regierung, in dem alle Gesetze veröffentlicht werden müssen, um rechtswirksam zu sein. Das Rauchen sollte ab sofort in der Gastronomie und an vielen anderen öffentlich zugänglichen Orten verboten werden. Zusätzlich hätten überall Hinweisschilder aufgestellt werden müssen, dass es sich um einen “100 % rauchfreien Raum durch Beschluss des Gesundheitsministeriums” handelt.

Allerdings war bereits am nächsten Tag in demselben Gesetzesblatt zu lesen, dass die “Resolution für rauchfreie Umgebungen” vollständig annulliert worden ist. Es wurden keinerlei Erklärungen für diese Vorgehensweise gegeben.

Studien zufolge rauchen mehr als die Hälfte aller Bewohner des Landes. Venezuelas Zigarettenindustrie sichert Tausende von Arbeitsplätzen, die Tabak- und Zigarettenhersteller gehören zu den besten Steuerzahlern des Landes – vielleicht hat der gesunde Menschenverstand in diesem Fall für die Aufhebung des Rauchverbots gesorgt.


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3 Kommentare

  1. Tom

    100 Prozent Zustimmung,Blaudunst;

    “Wer nicht handelt,wird behandelt”

    Abwählen wird man diesen Irrsinn mit Sicherheit nicht können,ziviler Ungehorsam ist die einzige Möglichkeit solche Gesetze auszuhöhlen und sie dann abschaffen zu könnenWenn die Umsätze erkennbar einbrechen,eine Flut von Verstößen die Bürokrratie überfordert u.sich ein subkulturelles Millieu herausbildet das quasi Undergroundraucherclubs bzw.kneipen schafft..dann kann dies an der Hegemonie der Verbotsfanatiker rütteln.Das fängt schon damit an das man sich nicht wie ein Hund vor die Tür schicken lässt sondern z.b. auf der Toilette seinen Rauchgenuss frönt,oder abgelegene Winkel in Lokal nutzt.Mann/Frau darf keine Angst haben…den genau mit dieser wollen sie uns einschüchtern!Sie wollen es auch in unsere Köpfe pflanzen,das wir Kriminelle seien wenn wir Rauchen..das darf nicht gelingen!

  2. Blaudunst

    Nachdem die Pharma- und Gesundheitslobby mit massiver Hilfe der WHO geschafft hat, in Nord-Amerika und Europa die Raucher aus der Geselschaft mehr oder weniger radikal auszuschliessen, in der Hoffnung, dass dann die Raucher ihre Mittelchen kaufen und ärztliche Hilfe suchen werden, ist sie jetzt in dem Rest der Welt unterwegs.
    Überall, wo sie vorhandenes Geld vermutet: In China, Russland, Indien und jetzt auch in Venezuela.
    Sie versucht immer wieder, weil die Gier nach Geld und noch mehr Profit grenzenlos ist. Sie hat aber nur dort Erfolg, wo sich die Menschen nicht massiv wehren.

    Die Politik und die Medien kann man fast ausnahmslos vergessen, sie können und wollen nicht gegen diese Lobby kämpfen. Die einzige Chance ist, dass die Bevölkerung erheblichern Widerstand leistet, dann kann die Gesundheitslobby auch nichts mehr machen.

    Leider haben viele immer noch nicht verstanden, dass sie sich wehren müssen und zwar entschlossen und immer wieder.
    Das ist die einzige Möglichkeit, sonst werden uns diese “Gesundheitsapostel” das Leben komplett ungenießbar machen! So, Stück mit Stück, nach der bewährten Salami-Taktik: Heute wird Rauchen verboten, morgen werden die Sipelautomaten und die nächtlichen Partys abgeschafft , übermorgen wird das Alkohol verboten, dann sind die Dicken dran usw.
    Alle müssen als krank und/ oder süchtig definiert werden, damit man sie “behandeln” kann.

    Nochmal, wer nicht handelt wird behandelt.
    Wer nicht zwangsbehandelt werden will, MUSS sich wehren. Die Freiheit ist wunderschön, aber leider nicht umsonst zu bekommen!

    • Bravo: wenn alle so gut inofmriert wären wie Du, wären wir den unheil schon längst los:
      wenn obendrein weiß dass eben die “mittelchen” äusserst tödlich sind (Chmapix, Zyban und bald die antiraucherimpfung NicVax, dass Nicortette, Niquuitin, Nicotinell reines, oures aber pharmapatnetiertes nikotin ist, UND dass die antiraucherindustrie mit aller kraft ganz gezilt diese tödlichen gefahren vertuscht: dann bräuchten wir nur noch ein paar duzent empörte bürgerinnen die der politik die nase ihn ihren dreck stekcen und die Führer die selbsternnanten” Expetren” (alle billge Chmapix handelsvertreter) bei der polizei und allen staatsanealtschaften deutschelands, österreichs, der chweiz und Luxemburg wegen schwerer Körperverletzung, massenmords, verbotener schclihwerbung, böswilliger Täsucheung anzeigten: DANN hätten wir endlich ruhe von den Verbrechern.
      http://www.raucherbewegung.eu

      http://www.profit-over.life.org : das pahramakartell im nürnberger prozess: nichts aht sich geändert.

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