Gesetz gegen Rauchen im Auto abgewiesen

Auch wenn Kinder mit an Bord sind, darf man in Utah im Auto rauchen

Seit 2007 versuchen die unterschiedlichsten Gesetzgeber im US-Bundesstaat Utah, das Rauchen im Auto zu verbieten, wenn ein Kind mitfährt. Auch in diesem Jahr ist ein solcher Versuch gescheitert: Das “Komitee für Transport und Verkehr” hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der dieses Mal von den Demokraten unterstützt wurde, nach einer Abstimmung abgelehnt.

Demokratin Patrice Arent, Befürworterin und finanzielle Unterstützerin des geplanten Gesetztes, war der Ansicht, dass sie damit den betroffenen Kindern eine Stimme verleihen hätte können, da diese nicht für sich selbst sprechen können. Der Passivrauch in kleinen abgeschlossenen Räumen sei deshalb so gefährlich für Kinder, weil sich ihre Lungen noch entwickeln, so Arent. Sie bezeichnet die Kinder sogar als “Gefangene in den Autos”, eingesperrt mit Passivrauch, der ihre Lungen und ihr Herz gefährdet und schlussendlich zu Krebs führt.

Arents Gesetz hätte das Rauchen in einem Auto, in dem ein Kind unter 15 Jahren mitfährt, als Ordnungswidrigkeit klassifiziert. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz hätte der “Täter” die Wahl gehabt zwischen einer Buße von 45 Dollar (umgerechnet circa 33 Euro) oder dem Besuch einer Rauchentwöhnungsgruppe.

Republikaner Jim Nielson hatte wie die Mehrheit bei der Abstimmung letzte Woche mit Nein gestimmt. Er vertritt die Ansicht, dass ein solches Verbot zu sehr in die Rechte der Eltern eingreife. “Wie weit soll sich die Regierung noch in unser Privatleben einmischen?”, fragt er und weist darauf hin, dass ein Kind, das in einem Cabrio ohne Sonnenschutz mitfährt, auch Krebs bekommen kann. Die Politik soll den Leuten nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, sondern sie soll sich auf die Urteilsfähigkeit der Eltern und der einzelnen Personen verlassen.

Patrice Arent will trotz mehrerer Niederlagen auf jeden Fall weiter dafür kämpfen, dass der Staat die Bürger gängelt. Das Gesetz gegen das Rauchen in Autos, in denen Kinder mitfahren, soll für die Demokratin in Utah baldmöglichst auf den Weg gebracht werden.


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6 Kommentare

  1. Ingolstädterin

    Ein Rauchverbot im Auto hat durchaus nur Vorteile. Zum einen gibt es wenige Unfälle, durch abgelenkte Raucher, zum anderen haben Kinder wenigstens im Auto reine Luft. Aber sowas sollte für Eltern selbstverständlich sein, dass man die Kinder nicht vollqualmt. Wenn doch, fällt mir nur ein Begriff dazu ein: Rabeneltern!

    • G-H-L

      Dann sollten sie sich vielleicht mal das hier durchlesen.
      http://dengulenegl.dk/English/Nicotine.html
      Danach ist es erwiesen, daß Raucher schneller und besser reagieren als Nichtraucher.

      Daß es zu weniger Unfällen wegen abgelenkter Raucher kommt ist eine Vermutung. Statistisch erfasst wurde das bisher überhaupt nicht. Und was reine Luft anbelangt, dann muß man natürlich auch das Mitnehmen von Kindern in fabrikneuen Autos verbieten. Die Ausdünstungen in Neufahrzeugen bereiten nicht selten auch Erwachsenen Probleme.

      Besser ist wahrscheinlich die Kinder, allen voran die Schulkinder den Autoabgasen in der Stadt auszusetzen.

  2. Ichstellmich-nedraus

    So langsam glaube ich, man hält uns Raucher für komplett hirnlos. Ich kenne genügend Raucherinnen, die Kinder hatten (jetzt halt gross). Es hat sich keine von denen eine angezündet, wenn die Kinder dabei sind. Abgesehen davon – man hat mal früher herzhaft in den Sandkasten gelangt, die Hände dann in den Mund.. was daran manchmal gewesen war, muss ich sicherlich nicht beschreiben. Die dämliche Indickewattebäuscheneinpackerei geht mir so was von auf den Keks. Was ich (Baujahr 1969) als Kind auf Spielplätzen mit meinem Freunden herumgealbert habe – das wäre heute ja direkt UNDENKBAR. Man muss sich vorstellen, dass ich im Regen draussen OHNE Kopfbedeckung und Regenschirm herumgelaufen bin. Auf dem Spielplatz tollte OHNE SICHERHEITSGURTE auf die Fresse fiel und auch wieder aufstand. Du meine Güte…. wenn jemand jetzt 5 Meter weiter hustet, raucht oder usw. dann fallen alle tot um..

  3. Frigorist

    Jeder rauchende Autofahrer konnte schon vielfach feststellen, dass während der Fahrt in einem Auto bei einem ca 1 1/2 cm geöffnetem Seitenfenster der vom rauchenden Fahrer (oder auch Beifahrer) beim Rauchen ausgestossene Passivrauch ohne irgendeiner Belästigung von anderen Personen im Auto, auf dem schnellsten Wege den Innenraum des Autos wieder verlässt.
    Bekanntlich ist durch die Farbgestaltung des Passivrauches der Weg desselben wunderbar zu verfolgen.
    Lufttechnisch ist dies ganz natürlich und einfach zu erklären, da nämlich durch die Fahrtbewegung des Autos über die Belüftungsöffnungen des Autos eine gewisse Luftmenge in das Auto eindringt und diese Luft den geringsten Widerstand suchend, durch das geöffnete Seitenfenster das Autoinnere auf dem kürzesten Weg wieder verlässt. Und somit bildet sich kein Luftstauraum durch Pressung im Auto und die Innenluft im Auto, beinhaltet mit dem Passivrauch, verlässt schnellstens wieder den Autoinnenraum.
    Ein zu weit geöffnetes Seitenfenster wirkt teilweise auf Grund von Aussenluftwirbelungen unmittelbar am Seitenfenster, dem Vorgang teilweise dementsprechend entgegen.
    Durch eine zusätzliche Zwangsbelüftung mit dem Betrieb des eigenen Luftgebläses vom Auto, z.B. als Unterstützung der Heizung oder auch Klimatisierung wird die ganze Situation der gezielten Durchlüftung des Autoinneren noch intensiviert.
    Wenn jetzt ein Anti mit einem Widerspruch, ob mit oder ohne Dr. – Titel, mir und meinen Aussagen zuwider spricht, erkläre ich ihn für „narrisch“.

    Aber einem Anti ist dies eben gar nicht bewusst und für ihn stellt ja sogar schon eine nicht angezündete Zigarette im Mundwinkel eines Rauchers, für seine Person und für die von ihm mit Sorge tragenden zu sehenden Mitmenschen, unbedingt eine gesundheitsgefährdende Belastung dar.
    Ich habe sogar schon in meinem Freundeskreis miterlebt, dass bei einem Asthmatiker als Zuschauer einer TV – Sendung eine im Bildschirm zu sehende rauchende Person beim Anblick dieses Vorganges, einen extrem heftigen Hustenfall auslöste, obwohl im Raum selbst zu keiner Zeit geraucht wurde.
    Ohne bösartig zu erscheinen kann man hierbei nur sagen: „Einbildung macht d´Leit narrisch!“

  4. Blaudunst

    Ein kleiner Sieg für die Freiheit :-)
    Aber die Meute der Oberlehrer, Gutmenschen und Nannys hört nicht auf, immer wieder neue, bescheuerte Vebote vorzuschlagen.

    Ich habe bei mir bemerkt, dass ich seit dem Rauchverbot deutlich mehr als früher im Auto rauche. Ist ja klar, wo sonst? Bleibt nur das Auto und die Wohnung übrig…
    Die Lösung wäre eigentlich ganz einfach: genügend Raucherräume überall, dann rauchen die Leute weniger im Auto :-)
    Aber auf eine solche Idee kommt bestimmt kein Antiraucher, dafür sind die zu indoktriniert, fanatisch und von Hass erfüllt…

  5. G-H-L

    Jetzt schlägt es aber Dreizehn! Es ist nicht mehr auszuhalten mit was für schwachsinnigen Argumenten noch gegen das Rauchen vorgegangen wird. Gibt es doch in den USA Gesetze die das Rauchen im Auto nur bei geschlossenem Fenster erlauben. Man sollte der Dame vielleicht auch noch ins Hirn einhämmern, daß die Autoabgase, die im Stau ins Wageninnere gelangen ebenfalls für die Lungen der Kinder schädlich sind.
    Und dann wundert man sich vielleicht noch, wenn viele keine Kinder wollen und die Geburtenrate zurückgeht.

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