Rauchzensur auch in der Kunst gefordert

Militante Antiraucher wollen das Rauchen im Musical "Hair" zensieren

Militante Antiraucher machen in ihrem Verbotswahn vor nichts Halt, auch nicht vor der Kunst (Rauchernews berichtete). Jetzt gibt es auch einen Vorfall in Spanien, wie österreichische und amerikanische Medien berichten. Im Apollo-Theater in Barcelona wird das Kultmusical “Hair” aufgeführt, in dem geraucht wird. Ein militanter Antiraucher hat jetzt die Produzenten des Musicals deshalb angezeigt. Die Stadtverwaltung von Barcelona drohte mit einer Geldbuße von 600 bis 10.000 Euro, sollte auf der Bühne weiter geraucht werden.

Roger Pena, Produzent des Musicals, sagte, in der Zeit, in der das Musical spielt (in den 60er-Jahren), wurden Joints geraucht. Dies werde auch im Stück gezeigt, obwohl man dort keine Joints rauche, nicht einmal Tabak, sondern eine Mischung aus Zitronengras, Basilikum und Nussbaumblättern. Daher würde man auch nicht gegen das von der Antiraucherlobbyistin Leire Pajin installierte totale Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und teilweise im Freien (Rauchernews berichtete) verstoßen. Außerdem sei es künstlerische Freiheit, wenn auf der Bühne geraucht werde.

Pena betonte, er werde die entsprechende Szene nicht ändern, da er sich im Recht fühle. Er bezeichnete die Anzeige als “weit hergeholt” und “lächerlich”. “Wenn das so weitergeht”, so Pena, “zensieren wir noch Filme, in denen geraucht wird, und retuschieren die Zigarette von Humphrey Bogart.”

Pajin dagegen meinte, sie sei dafür, dass auch bei künstlerischen Darbietungen nicht geraucht werde. “Das Rauchen kann ebenso gut gespielt werden. Die Morde im Theater sind schließlich auch nicht echt”, so die Antiraucherlobbyistin, die nach ihrem politischen Amt mit einem derartigen Unsinn sicher schon einen Job bei militanten Antiraucherlobbyisten sicher haben dürfte.


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6 Kommentare

  1. Sturer Allgäuer

    Ich fordere das die Darsteller nur mit kahlrasiertem Grind auftreten. Nicht das Pestübertragende Läuse nd Flöhe sich aufs Puplikum stürzen. :-D

  2. Blaudunst

    Kaum haben die Franzosen an die Vergewaltigung der Kunst wegen der Gesundheitsreligion verzichtet und schon geht das Zirkus in Spanien los!
    Diese Fanatiker und die “Geldkoffer”, die dahinter stehen, sind wirklich unerträglich,

    Da die Antis weder von Kunst noch von Gemütlichkeit oder Freiheit etwas verstehen und ihnen den Respekt vor anderen Menschen total fehlt, kapieren viele davon wahrscheinlich gar nicht, wie entsetzlich sie eigentlich sind.

    Ich glaube inzwischen auch gar nicht mehr, dass Leute, die das Gehirnwäsche-Program der Gesundheitslobby bis zu Ende durchgemacht haben, noch irgendwie zu “retten” oder in irgendeiner Form “wahrheitsempfindlich” sind.

    Es gibt, meiner Ansicht nach, nur eine Möglichkeit: Sie effizient zu bekämpfen.
    In diesem Sinne finde ich sehr gut, dass Roger Pena sich nicht runterkriegen lässt!
    Die Vollidioten müssen irgendwie gestoppt werden!

  3. G-H-L

    Nein man macht auch vor der Kunst nicht halt. Es muß schon ein tolles und geiles Gefühl sein, wenn man über andere Menschen Macht erlangt und ihnen vorschreiben kann, wo sie noch rauchen dürfen oder auch nicht rauchen dürfen.

  4. Dampflok

    Das müssen wir verstehen. Diese Heulsusen haben sonst schon nix vom Leben. Da bleibt ihnen nur dieses leise Ziehen in der Leistengegend, wenn sie wieder mal davon träumen, andere reglementieren zu dürfen. Hat schonmal jemand den Begriff vom geistigen Bettnässer verwendet? Fällt mir spontan im Zusammenhang mit diesen Gutmanschen und Besserwissern ein.

  5. Elke

    ….Und irgendwann werden wieder Bücher verbrannt. Denn eigentlich “raucht” in fast jedem Buch jemand.

    Nicht mehr auszuhalten, diese Idiotie. Hoffentlich bekommen diese Gesundheitsapostel ihre Quittung.

  6. Hermann

    Allein schon der Gedanke, dass irgendwo in einem Nebenzimmer geraucht wird bringt so manchen militanten Nichtraucher auf die Palme.

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