Keine Akzeptanz der Bevölkerung für Rauchverbote

In den holländischen Kneipen wird das Rauchverbot ignoriert

Am 1. Juli 2008 wurde in den Niederlanden ein relativ strenges Rauchverbot installiert. Trotz extra eingeführter Raucherpolizei, steigendem Denunziantentum bei den militanten Antirauchern und Lügenberichten der Tabakkontrolle, wie gut das Rauchverbot doch funktioniere, ignorierten immer mehr Menschen das unsinnige Verbot. Die “nieuwe Voedsel en Waren Autoriteit” (nVWA), die auch für Rauchverbote zuständig ist, musste einräumen, dass die Akzeptanz des Rauchverbots bei der Bevölkerung kaum vorhanden ist.

Waren es im Juni 2010 noch 28 Prozent aller überprüften Lokale, denen ein Verstoß gegen das Rauchverbot nachgewiesen werden konnte, so stieg diese Zahl im September dieses Jahres bereits auf 51 Prozent an. Das berichtete die niederländische Zeitung “De Telegraaf”. Zwar wurde das Rauchverbot in Speiserestaurants mehr oder weniger eingehalten – hier beanstandete die Behörde nur etwa 3 Prozent der kontrollierten Gaststätten –, doch gab es in den kleineren Lokalen kaum jemand, der sich um das Rauchverbot scherte.

Der Schweizer Nachrichtendienst “20min” berichtet, dass die Wirte in einigen Orten ein System eingeführt haben, mit dessen Hilfe sie sich gegenseitig vor Kontrollen warnen. Kamen dann die Kontrolleure vorbei, wurden die Aschenbecher kurzfristig weggeräumt, und sobald die Raucherpolizei wieder weitergezogen war, wurde munter weitergeraucht. Und diese Lokale tauchen nicht einmal in der Statistik der Gaststätten auf, die das Rauchverbot ignorieren.

Anfang November musste auch die Regierung kapitulieren. Das rigide Rauchverbot, welches von den meisten Bürgern sowieso ignoriert wurde, wurde gelockert (Rauchernews berichtete). Wie es aussieht, sind die Menschen aber auch mit dieser Lockerung nicht zufrieden. Sie bestehen darauf, selbst zu bestimmen, ob sie in Lokalen rauchen oder nicht. Sie wollen sich nicht von der WHO, der EU und fanatischen totalitären Gruppen vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben.

Zwar wird die Tabakkontrolle nicht müde, die Menschen zu belügen und zu behaupten, das Rauchverbot würde überall so wunderbar funktionieren. Die Menschen – vor allem diejenigen, die nicht in Bayern leben – sind aber nicht mehr so dumm, auf die Hasspropaganda militanter Antiraucher hereinzufallen und erkämpfen sich die Freiheit, selbst über ihr Leben zu bestimmen, immer mehr zurück.


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14 Kommentare

  1. franz schnabl

    Also, zu dieser Meldung kann ich als Bayer nur kommentieren:
    Geht`s no??

    Hier in München hält sich im übrigen keine “Sau” mehr an das Rauchverbot an den S-Bahn-Stationen / Bushalte-Häuschen. Ich rauche da selber; habe noch nie eine Beschwerde erhalten. OK; mitten am Bahnsteig rauche ich jetzt nicht; als Raucher ist man eben tolerant!

    Ich gehe auch seit 01.08.10 jedes Mal zum Rauchen raus aus der Wirtschaft, Man will eben einfach nicht die Luft für die nicht rauchenden Gäste verpesten. Aber diese nicht rauchenden Gäste, die angeblich in Scharen die Lokale stürmen wollten, sind einfach nicht da; um`s Verrecken nicht!

    Es ist Alles so paranoid.

  2. Robert

    @ Simmerl
    Unter dem Begriff zivilen Widerstand zu leisten verstehe ich mich gegen ein unsinniges Gesetz zu stellen, ohne dabei kriminell zu werden.
    Nachdem ich jedoch keine Kneipen mehr besuche weil in denen nicht geraucht werden darf, meine geselligen Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten auf privater Ebene tätige, übe ich somit auch keinen zivilen Widerstand aus.
    Dies ist gleichzusetzen wie z.B. mit dem Alkoholverbot am Steuer eines Autos indem ich zwar Alkohol in Form von einigen Bier trinke und dann eben nicht mehr Auto fahre.
    Ebenso wenig wie Alkohol zu trinken verboten ist, gibt es auch kein Rauchverbot.
    Nur in welchem Zusammenhang beides gesehen wird und demzufolge zu einem gesetzlichen Verbot führt, ist ausschlaggebend.
    Wenn ich mir in einer Kneipe, einer ehemaligen Raucherkneipe eine Zigarette anzünde, den Hinweis des Wirtes auf ein Rauchverbot und den von Seiten des Wirtes gesetzlich zu erfolgenden Lokalverweis ignoriere, der Wirt dann pflichtgemäß die Polizei verständigt welche meinen Gesetzesverstoß zur Anzeige bringt wogegen ich mich dann bei einer gerichtlichen Verhandlung „wehre“, habe ich zivilen Widerstand geleistet.
    Selbstverständlich könnte der Wirt mich bei meinem zivilen Widerstand zu leisten unterstützen und gar nicht wahrnehmen, daß ich in seiner Kneipe rauche.
    Nur dann verübt er ebenfalls einen Gesetzesverstoß gleich mir und dies wird er jedoch nicht auf seine eigene Kappe nehmen.
    Also machen wir uns doch selbst nichts vor und sehen die Gegebenheiten so, wie sie tatsächlich sind. Was du als zivilen Widerstand siehst, ist nichts anderes als pure Schaumschlägerei!

    • Roodee

      Hallo Robert,

      Simmerl raucht, du rauchst und außer Rauchwienix auch alle anderen hier. Die Bayern hier im Forum haben ein Gesetz auf die Nase gedrückt bekommen, das sie seit einem knappen halben für den bisherigen normalen Lebenswandel kriminalisiert, diskriminiert und das sie deshalb nicht wollen. Das ist der Fakt. Wir stehen hier also, egal ob Privatgastronutzer oder Draußenraucher, auf der gleichen Seite und müssen uns nicht noch zusätzlich gegenseitig anmachen.

      Es ist gut, dass sich Widerstand regt. Dabei ist es, wie gesagt egal, ob man sich der Gesellschaft entzieht, um anderenorts genauso weiterzuleben, wie bisher oder ob man sich öffentlich gegen diesen Schwachsinn stark macht. Wichtig ist immer nur das Ergebnis. Und das kann nur so aussehen, dass allein der Wirt in seinem Hohheitsgebiet sagt was Sache ist und nicht irgendein wildgewordener Haufen von Möchtegernvorschreiblern, Rumkrakälern und Hobbypolitikern. Dafür sollten wir gemeinsam eintreten.

      Roodee

    • @ Robert:

      Wenn mein Antwortskommentar vom 28.12.10 im 19.41 Uhr an dich etwas grob rüberkam, so tut mir das leid.

      Unser Kollege Roodee hat es mit seinem Kommentar vom 29.12.10 um 00.43 Uhr genau auf den Punkt gebracht, was ich eigentlich meinte. Unser Mitstreiter Roodee hat halt etwas von der Weisheit des biblischen “König Salomon”.

      Ich freue mich jedenfalls schon auf euere nächsten Beiträge.

      simmerl

  3. Peter 41

    Wenn das anders wieder kommt,dann sollten Nichtraucher Gaststätten meiden.Jahrelang wurden Nichtraucher nicht gefragt ob ihnen überhaupt etwas ausmacht ob geraucht wird.

    • @ Peter 41:
      Die Antiraucherfraktion hat bei Ihnen scheinbar ganze Arbeit geleistet.

      Sollte es doch wieder anders kommen, so können Sie mindestens 80 – 85 % rauchfreie Lokale besuchen, so wie es schon vor dem 1. August 2010 der Fall war. Die Raucher konnten schon damals nur in 15 – 20 % Raucherkneipen ausweichen.

      Ich hoffe doch sehr, daß sich das Blatt wieder wendet, und falls ja, werden uns Rauchern, wahrscheinlich in Zukunft nicht einmal mehr 15 % Raucherwirtschaften zu Verfügung stehen.

      • Peter 41

        Hallo nun war wohl dreist was ich geschrieben ,war nur eine harmlose Provokation,bitte nicht ernst nehmen. Es stört mich nicht wenn in Kneipen geraucht wird wo die Entlüftung funktioniert,oder auch gelüfttet. wird.Was ich nicht vertragen kann ist so vollgerauchte Räume wo das nicht abziehen kann .Wenn ich ausgehe setze ich mich auch zu Rauchern an Tisch,hat mich nicht gestört das man Stammtischen gequalmt hat.Simmerl vielleicht wäre das alte Gesetz doch besser gewesen.Ich war nicht beim Wählen .Es sollten vernüftige Raucher wie Nichtraucher darüber entscheiden und natürlich als erstes die Besitzer der Gaststätten. Ich halte von radikalen Antirauchern nichts wie die von Pro.Rauchfrei aber auch von dem Hardlinerraucherforum Netzwerkrauchen genausowenig.Mit diesen Leuten ist das nicht möglich.
        Freundlichen Gruss

  4. Die Bayern könnten viel von den Holländern lernen. Die am 01.07.2008 installierte Gesundheitsdiktatur wurde dort gerade mal 2 1/2 Jahre einigermaßen befolgt. Das Ignorieren des Verbotes ist einer der besten Wege der Bevormundung die Stirn zu bieten. Die Niederländer wollen halt von den Gesundheitsaktivisten nicht von der Wiege bis zur Bahre “gepampert” werden. Respekt!!!

    Andererseits können die übrigen 15 deutschen Bundesländer auch von den Bayern viel lernen, und zwar wie man sowas am besten nicht macht. Momentan ist der Winter kalt und schneereich und ich hoffe, daß er das lange noch bleibt, damit die nichtwählenden Raucher, die am 4. Juli keinen Arsch in der Hose hatten um zur Wahl zu gehen, ihnen derselbige vor der Kneipentür beim Rauchen einfriert. Um die wählenden Raucher tut es mir dagegen leid. Zur Zeit können die Bayern sowieso nur neidisch zum Freistaat Sachsen rüberschauen, der ein recht liberales Nichtraucherschutzgesetz und somit auch relative Ruhe in der Bevölkerung hat.

    • Blaudunst

      Einigermaßer liberal und ruhig war bei uns auch, bis dieser unsinnige Volksentscheid kam. Leider haben zu viele nicht aufgepasst, und jetzt haben wir die Misere.
      Deshalb gilt es für die anderen Bundesländer: Gut aufpassen und die Fanatiker gar nicht gewinnen lassen!
      Es gibt auch gute Beispiele, wie dieser Artikel zeigt. Wenn die Leute sich wehren, dann kann die Gesundheitslobby mit den Fanatikern in ihrem Schlepptau auch nicht all zu viel einrichten. Aber wehren muss man sich schon!

      • Robert

        Jeder Kneipenwirt verweist bei einem Rauchversuch eines Gastes auf das Rauchverbot mit der Aufforderung, das Rauchen sofort zu unterlassen.
        Damit hat er seine Pflicht erfüllt und braucht keine negativen Folgen für sich befürchten.
        Einen zivilen Widerstand gegen das Rauchverbot gibt es soviel wie keinen.
        Ganz im Gegenteil, die Raucher finden sich immer mehr mit dem Rauchverbot ab.
        Es wird noch die Zeit kommen wo man sich gar nicht mehr daran erinnert, daß jemals in Kneipen geraucht werden durfte.
        Ich bin selbst Raucher und besuche seit dem gesetzlich verordneten Rauchverbot keine Kneipe mehr.
        Es gibt genug andere Möglichkeiten sich in geselliger Runde zusammen zu finden und in aller Gemütlichkeit ohne Abstriche, wie zu der Zeit ohne dem Rauchverbot in den Kneipen zu rauchen.
        Die Zeiten ändern sich und so eine Zeitwende erleben wir jetzt.
        In den wenigsten Dörfern gibt es noch eine Dorfkneipe und auch in den größeren Orten sterben die Kneipen vollkommen aus.
        Dies ist Fakt und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

      • @ Robert: Deine Behauptung, daß es fast keinen zivilen Widerstand gegen das totale Rauchverbot gibt und die Raucher sich immer mehr mit dem Rauchverbot abfinden, muß ich entschieden widersprechen.

        Daß du in keinem Nichtraucherlokal (was ich übrigens auch mache) verkehrst, ist auch eine Art ziviler Widerstand. Außerdem gibt es genügend Kneipen in Bayern, die es darauf ankommen lassen und ihren Gästen das Rauchen weiterhin erlauben. Andere Gaststätten retten sich mit geschlossenen Gesellschaften, die fast täglich stattfinden, um über die Runden zu kommen.

        Viele Bayern bemerken schon gar nicht mehr, daß sie im deutschsprachigen Raum mit ihrem strengsten Rauchverbot allein da stehen und von den anderen deutschen Bundesländer plus Österreich und der Schweiz, mit wesentlich liberaleren Nichtraucherschutzgesetzen, umzingelt sind.

        Wenn die Antis rund um den Freistaat in Zukunft hoffentlich keinen Stich mehr machen, haben sogar die Bayern gute Chancen ihr “saubleads Depperlgesetz” wieder los zu werden. Außerdem wollen die Raucher- und Wirteverbände und Ähnliche ab 2011 wieder verstärkt gegensteuern, wenn es stimmt, was man aus dem Internet so erfährt.

      • ub56

        @Robert, Anfangs dachte ich ähnlich, inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher ob sich das nicht doch noch ändern kann. Gerade heute habe ich von einem rauchenden Gastronom großes Gejammer gehört, daß sein Laden um die Mittagszeit seit einiger Zeit komplett leer ist. Er hat 100% auf Rauchverbot umgestellt, obwohl er noch zusätzlich Räume hatte. Anfangs war er völlig begeistert, heute steht er da und weiß nicht wie er die Kosten bezahlen soll. Erst die Raucher vertreiben, die zu ihm nicht mehr kommen und jetzt jammern. Ich kann mich noch daran erinnern, wie oft der angerufen hat, weil ihm Zigaretten ausgegangen sind. Jetzt muß er warten bis das Wetter wieder wesentlich besser wird und die Touristen nach Heidelberg kommen. Die rauchfreie Gastronomie auf der Flaniermeile , der Heidelberger Hauptstraße, ist wie ausgestorben. Im Ernst, nur in den Raucherkneipen sind Gäste. Man kann leicht rechnen wie lange das noch gut geht bei den exorbitanten Mieten in Heidelberg. Nur am Rande. Die Göttin des Rauchverbots Martina Pötschke-Langer hat auch noch kein Gastronom, den ich kenne (und ich kenne einige) in der rauchfreien Gastronomie gesehen.

      • Blaudunst

        @ Robert,

        interessanterweise erinnern sich die Leute sehr lange an das, was gut und schön war. Und Sachen, die mit Gewalt und Lügen durchgesetzt werden, halten nur so lange, bis “genug Gewalt” da ist.
        Das kann man z. B. in den ehemaligen “Ostblock” (aber nicht nur dort) sehen. Über 40 Jahren hat man den Leuten dort “gepredigt”, dass es kein Gott gibt, dass Reichtum etwas verwerfliches wäre, dass die Menschen “gleich” sind.
        Dann ist die kommunistische Diktatur zu Ende gegangen und was sehen wir? Religion und Kirche werden wieder groß geschrieben, reiche Russen reisen überall und kein Mensch mehr will “gleich” sein, sonder alle wollen besser als die Anderen sein :-)
        Wie es halt schon immer war…

        Rauchen und andere “Laster” sind alt wie diese Welt, da kann keine Prohibition und auch nicht die sehr finanzstarke Gesundheitslobby eine “Zeitwende” schaffen.

        Sicher kann man sich daheim oder in geschlossennen Gesellschaften mit seiner Zigarette und seinen Freunden wohl fühlen. Nur die meisten rauchenden Menschen sind oft und gerne unterwegs und für sie ist es eine unzumutbare Einschränkung, nirgendwo mehr “in der Öffentlichkeit” gemüttlich und menschlich rauchen zu können.

        Diese Gesundheitshysterie wird auch von selbst irgendwann aufhören, aber je mehr wir dagegen tun, desto schneller wird es passieren.

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