Rauchverbot vom Stadtrat abgelehnt

In Port Aransas darf man weiterhin seinen Kaffee mit einer Zigarette in Bars genießen

In der amerikanischen Stadt Port Aransas (Texas) wurde beschlossen, dass ein geplantes Rauchverbot nicht eingeführt wird. Nach einem sehr emotionalen und diskussionsreichen Abend wurde im Stadtrat dafür gestimmt, dass in Bars und Restaurants der Stadt weiter geraucht werden darf.

In einem hitzigen Schlagabtausch diskutierten im Rathaus Stadträte und Bürger über die Pläne zu einem Rauchverbot in der Gastronomie. Mindestens die Hälfte der Bar- und Restaurantbesitzer von Port Aransas waren zu dieser, der Abstimmung vorgeschalteten, Diskussion gekommen und äußerten ihren Protest.

Die Gegner des geplanten Rauchverbots befürchten die Gefährdung ihrer Existenz und äußerten sich besorgt über die Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit durch eine Handvoll Politiker. Die beeindruckende Mehrheit der Besucher der Diskussion sprach sich gegen ein Rauchverbot aus, obwohl eine kürzliche Zeitungsumfrage zutage brachte, dass angeblich die meisten Bürger von Port Aransas dafür seien.

Nach der Abstimmung gibt sich Stadtrat Keith Donley, der Initiator des geplanten Rauchverbots, gegenüber der Presse sehr enttäuscht: “Ich wusste, dass es eine emotionale Angelegenheit ist und dass es in der Diskussion mehr Gefühle als Fakten geben wird. Die meisten Bürger, mit denen ich gesprochen habe, waren für ein Rauchverbot und haben mich ermutigt, die Sache überhaupt in eine Stadtratsversammlung einzubringen.”

Einer der Politiker, die gegen das Verbot stimmten, äußerte sich wie folgt: “Es geht überhaupt nicht um den rauchenden Einzelnen. Es ist eine rechtliche Geschichte und es ist, als ob die Mehrheit über die Rechte einer Minderheit entscheidet – dem kann ich nicht zustimmen, das ist in meinen Augen gegen die Verfassung.”

Stadtrat Conley ist sich mit der hinter ihm agierenden Antiraucherlobby allerdings sicher, dass das letzte Wort über das Rauchverbot in Port Aransas noch nicht gesprochen ist.


5 Kommentare

  1. Wenn man die Angelegenheit der texanischen Stadt Port Aransas wegen des Rauchverbotes ganz nüchtern sieht, haben die dortigen Raucher und Gastronomen nur ihr bißheriges Recht verteidigt und sich von dem Anti-Mob nicht überrennen lassen. Es wurden ja schließlich keine weiteren Rechte für die Raucherfraktion gefordert.

    Trotzdem herzlichen Glückwunsch nach Port Aransas. Die obrigkeitshörigen Bayern könnten sich davon eine Scheibe abschneiden. Momentan rührt sich in Bayern recht wenig in Sachen, das am 01.08.2010 installierte “Depperlsgesetz” wieder loszuwerden.

  2. Chopper

    Der Stadtrat dieser Gemeinde ist sich sicher das, dass letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Diese Antiraucher kommen mir vor wie ein sechs Jähriges Kind das strampelt und schreiend am Boden eines Kaufhauses liegt, weil es ein Spielzeug für 12 Jährige nicht bekommt.
    In Bayern ist man weiter. Dort hat das Kind das Spielzeug bekommen, nur kann es damit nichts anfangen und liegt in der Ecke.

  3. Blaudunst

    Ich wünsche den Texanern und allen amerikanischen Raucher und Wirte viel Erfolg bei der Bekämpfung der fanatischen Lügner!
    Es ist Zeit, dass sich Amerika erinnert, was sie einmal war: “Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten” und ein Symbol für die Freiheit.
    Seit einigen Jahren ist sie ein Symbol für die Prohibition und das ist eine Schande für Amerika!

  4. Respekt vor den Texanern, die mit dieser Entscheidung beweisen, dass sie um Welten intelligenter sind als die bayerischen Ja-Sager.

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