Holland lockert das Rauchverbot

Für kleine Kneipen ist in Holland wieder Licht am Horizont zu sehen

Wie Rauchernews bereits im September 2010 berichtete, wird in den Niederlanden das rigide Rauchverbot ab sofort gelockert. Die niederländische Gesundheitsministerin Edith Schippers gab heute bekannt, dass das seit zwei Jahren geltende relativ strenge Rauchverbot nun auf dem Mülleimer der Geschichte gelandet ist.

Ab sofort darf in allen familiengeführten Lokalen, die kleiner als 70 Quadratmeter sind, wieder geraucht werden. Als Grund gab Schippers an, mit dem jetzigen Rauchverbot gäbe man den Verbrauchern eine größere Wahlfreiheit. Wie in anderen Ländern auch, klagten in Holland die Wirte über massive Umsatzeinbrüche, seit das Rauchverbot in Kraft war. Viele Kneipen mussten schließen oder konnten sich nur mit Mühe über Wasser halten.

Das neue Rauchverbot ist zwar noch weit entfernt von einer für alle Beteiligten sinnvollen Lösung, wie sie mit der Wahlfreiheit zum Beispiel in Tschechien herrscht, aber es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Weg von Sinnlos-Verboten hin zu einem demokratischen Miteinander.

Möglich gemacht hat den Schwenk weg von der Kneipen- und Arbeitsplatzzerstörung hin in Richtung Vernunft die neue Mitte-Rechts-Regierung in den Niederlanden. Bereits im September hatte Wiel Maessen, der Geschäftsführer der Gruppe KHO, einer Organisation, die speziell kleine Pubs im Kampf gegen das Rauchverbot unterstützt und der mittlerweile 1250 Lokale angehören, sich erfreut über die Lockerung des Rauchverbots gezeigt. Allerdings will Maessen nun nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter kämpfen, bis es eine sinnvolle Lösung für alle holländischen Lokale gibt, nicht nur für die Inhabergeführten.


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8 Kommentare

  1. Thomas Kaeppeli

    Holland ist in vielen Lebensbereichen toleranter, als die meisten anderen Länder. Vor allem besitzen Holländer die Fähigkeit, einmal getroffene Entscheide zu korrigieren. In anderen Regierungen undenkbar. Man würde ja damit zugeben, dass der Grundentscheid in die falsche Richtung lief und ein Fehler unterlaufen ist. Dies erfordert Selbstkritik, Einsicht und Mut, Begriffe welche für viele Politiker und Delegierte Fremfwörter sind.

  2. Dampflok

    …ich packe meine 7-Sachen und zieh aus…. aus diesem “ehrenwerter” Haus. Hey Holland: Hast einen Job für mich????

  3. Daß das Rauchverbot in den Niederlanden gelockert wird, ist eine super Nachricht. Man sieht, wenn der strikte Nichtraucherschutz nicht akzeptiert wird und man immer wieder nachhackt und aufbegehrt, sich dieses durchaus lohnen kann. Leider kapieren dies in Bayern viele “rauchende Hirsche” nicht und unterwerfen sich bedingunslos den Antis und lassen sich, wenn auch fluchend, schikanieren.

    Wie ich im Netzwerk Rauchen rauslesen konnte, sammelt die ÖDP in Hamburg und Berlin Unterschriften für ein Volksbegehren. Momentan soll die Sache für die ÖDP nicht so gut stehen. Aber Vorsicht, ich schätze mal, daß die Medien noch voll aufdrehen und den “Ökofaschisten” Unterschriften (wie auch in Bayern geschehen) zuschanzen werden. Es wäre gut, wenn Rauchernews ab und zu über diese Angelegenheit berichten würde. Abgerechnet über Erfolg oder Mißerfolg der ÖDP in Berlin und Hamburg wird zum Schluß.

    Auf alle Fälle ist der Erfolg in Holland auch gut für Bayern. Jedes Bundesland, das die Antis abblitzen läßt, wäre ein weiterer Hoffnungsschimmer für die Bayern. Nur so können wir Bayern über kurz oder lang das derzeitige Unrechtsgesetz wieder loswerden und auf dem Müll entsorgen oder dieses Gesetz auf dem Mond schießen.

  4. Blaudunst

    Es geht also doch, wenn genug Widerstand und vernunftige Politiker zusammenwirken.
    WHO ist schließlich nicht der Gott (auch nicht in weiß!), man muss NICHT jeden WHO-Unsinn mitmachen!

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