Afrika wehrt sich gegen Tabakkontrolle

Stehen die Tabakbauern in Afrika bald ohne Job da?

Während einer Konferenz in Sambia haben sich elf der Tabak anbauenden Länder Afrikas einstimmig gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt. Das berichtete die Webseite Diplocom. Abgesandte aus den afrikanischen Ländern Sambia, Simbabwe, Tansania, Mosambique, Malawi, Uganda, Madagaskar, Swasiland, Elfenbeinküste und Äthiopien befürchten, dass die von der WHO geplanten Richtlinien zur Implementierung der Artikel 9 und 10 in der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle den Kontinent vorsätzlich in die Armut führen werden.

Die Artikel 9 und 10 der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle beschäftigen sich mit den Inhaltsstoffen und Emissionen von Tabakprodukten und untersagen bei der Zigarettenherstellung den Gebrauch von anderen Stoffen als Tabak. Zusatzstoffe sind jedoch bei der Herstellung von Tabakmischungen nötig, die vor allem aus Burley- und Oriental-Tabak bestehen, was auf etwa die Hälfte der weltweit gerauchten Zigaretten zutrifft. Ohne sie würde die Nachfrage für Burley- und Oriental-Tabak bei den Anbauern immer weiter zurückgehen und – falls die Artikel implementiert werden – die Farmer schlussendlich in die Armut und Hungersnot führen.

Tabak ist ein Cash Crop (darunter versteht man in der Agrarökonomie Feldfrüchte in Entwicklungsländern, die primär für den Markt bestimmt sind) für Tausende von Farmern in Afrika. Kein anderes Erntegut bringt besonders den kleinen Farmern das gleiche Einkommen. Knox Mbazima, Generaldirektor des Tabakverbandes von Sambia, fürchtet einen großen Einbruch in den wirtschaftlichen Perspektiven der Region. Er sieht Arbeitsplätze, Einkommen und internationale und regionale Investitionen durch die Implementierung der Artikel 9 und 10 gefährdet.

Die Konferenzteilnehmer sind der Ansicht, dass nicht nur die Tabakanbauer gefährdet sind, sondern auch viele andere, die in der Tabakindustrie beschäftigt sind. Laut Mbazima werden die afrikanischen Farmer in die Abhängigkeit von skrupellosen Verkäufern und in die Illegalität getrieben, da die Armut dazu führen wird, alternative Märkte für Tabakwaren zu suchen.

Mbazima fordert alle Menschen aus den Tabakanbau-Gebieten auf, sich dem Kampf gegen die Implementierung von Artikel 9 und 10 anzuschließen, vor allem da es kein alternatives und halbwegs lukratives Erntegut für diese Region gibt.

Über die Richtlinien zur Implementierung der Artikel 9 und 10 soll während der 4. Konferenz der WHO-Tabakkontrolle abgestimmt werden, die vom 15. bis 20. November 2010 im Conrad Hotel in Punta del Este, Uruguay, stattfindet. Die Agenda dieser vierten Session ist ein weiterer Schritt in die von der WHO geforderte “tabakfreie Welt um jeden Preis”, verbunden mit Arbeitsplatzvernichtung, Armut und Elend.


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4 Kommentare

  1. Blaudunst

    Was kann man gegen diese WHO und die Gesundheitsmafia, die dahinter steckt, tun?
    Das frage ich mich schon so oft in der letzten Zeit…
    Die lügt uns nicht nur, was das Zeug hält (siehe auch Schweine-Grippe Pandemie, immer engere Definitionen des “Gesundseins”, so dass kaum ein Mensch mehr nach ihre Definitionen gesund ist,),
    Die will uns nur verblöden, dominieren, zu schreckhaften evig Kranken machen! Damit die Big- Pharma und die Ärtzeschaft immer mehr Geld mit uns verdienen.
    Was mit den Menschen in Afrika passiert ist ihr doch völlig egal. So ist der Widerstand absolut berechtigt, die Frage ist nur, wann schließt sich Europa und Amerika diesen Widerstand an?
    Es wäre wirklich Zeit!

  2. G-H-L

    Also dann braucht der Raucher auch kein schlechtes Gewissen zu haben, Denn durch seinen Tabakkonsum unterstützt er die afrikanischen Länder und bekämpft deren Armut. Und was tun die Nichtraucher dabei?

  3. Frigorist

    Diese WHO ist noch schlimmer als die Maffia.
    Alle Maffiaclans von Süd bis Nord, von West bis Ost rundum auf diesem Erdball zu einen Haufen vereinigt sind wie ein Kerzenlicht zu vergleichsweise einem Steppenbrand.
    Gibt es denn Nichts und Niemanden wer dieser WHO sich die Stirn bieten traut und haben alle Mächte dieser Erde soviel Angst vor dieser Bande, sich gegen dieselbe zur Wehr zu setzen?
    Das ist mein bisher kürzester Kommentar, den mir fehlen die Worte mich auszudrücken, was von dieser Bande zu halten ist.
    Die extremsten negativsten Bezeichnungen sind noch wie eine Belobigung gegen diese Verbrecher an der Menschheit.

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