Pervers: Heroin legalisieren aber Tabak verbieten

Heroin soll für den Eigenbedarf straffrei werden

Rot-Grün in NRW treibt ein immer perverses Spiel in der Drogenpolitik. Einerseits will man die Eigenbedarfsgrenzen für Heroin und Cannabis heraufsetzen, andererseits will man immer mehr den Tabakgenuss einschränken. So soll nach dem Willen der Rot-Grünen Minderheitsregierung die straffreie Eigenbedarfsgrenze von Heroin, Kokain und Amphetaminen von 0 auf 0,5 Gramm erhöht werden, die von Cannabis-Produkten von 6 auf 10 Gramm. Dies kündigte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) an und sorgte für großen Ärger bei Zoll und Polizei, die dieses Vorgehen als “falsches Signal” bezeichneten.

Während also Heroin und Kokain gesellschaftsfähig gemacht werden soll, will man das Rauchen weiter einschränken. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hatte angekündigt, weitere Verbote und Verschärfungen bezüglich des Rauchens einzuführen (Rauchernews berichtete). Besonders auf den “Wildwuchs der Raucherclubs” hat es die Ex-Raucherin Steffens abgesehen und will entsprechende Verschärfungen aus Angst vor fehlenden Mehrheiten nicht als Gesetz, sondern als Verordnung durchpauken.

Nun kann man über eine Legalisierung von Cannabis, wie es die Grünen seit vielen Jahren fordern, durchaus diskutieren. Die Niederlande haben gezeigt, dass die allermeisten Menschen durchaus in der Lage sind, mit einer Freigabe dieser Droge vernünftig umzugehen. Warum man aber bei sogenannten “harte Drogen” wie Heroin, Kokain oder Amphetamine den erlaubten Eigenbedarf von 0 auf 0,5 Gramm hochsetzen will, stößt bei den meisten Drogen-Experten auf Unverständnis.

Grüne und SPD argumentieren damit, dass mit einer Erhöhung der Eigenbedarfsgrenze die Gerichte entlastet werden würden. Dass man die Gerichte durch eine Verschärfung der Rauchverbote wieder belastet, scheint Rot-Grün dabei dabei völlig egal zu sein.

Bei Tabakprodukten verbreitet Rot-Grün die Mär, dass Jugendliche durch Werbeverbote und Rauchverbote davon abgehalten werden sollen, mit dem Rauchen zu beginnen. Dieser Unsinn wird durch die Länder, die ein strenges Rauchverbot haben wie Irland oder Frankreich, widerlegt. Denn in diesen Ländern steigt der Tabakverbrauch besonders bei Jugendlichen an. Bei “harten Drogen” dagegen soll nun durch die Erhöhung des Eigenbedarfs besonders der Einstieg Jugendlicher erleichtert werden. Denn durch diese Erhöhung steigt die Bereitschaft, diese Drogen straffrei zu probieren.

Wie man einerseits behaupten kann, es gehe bei den Rauchverboten ja um “Gesundheitsschutz” und “Prävention”, wenn man andererseits harte Drogen hoffähig macht, wird wohl ewig ein Geheimnis von Rot-Grün bleiben.


12 Kommentare

  1. Richard Döring

    Ich vermute, dass der überwiegende Teil der intolleranten und zwischenzeitlich fast als miltant zu bezeichnenden Anti-Raucher in ihrer Jugend und/ oder auch heute noch zu viel von den von Ihnen nun teilweise zur Legalisierung vorgeschlagenen Drogen konsumiert haben.
    Meinen Tabakkonsum finanziere ich zumindest noch von meinem erarbeiteten Geld und nicht durch Raubüberfälle, Einbrüche, Ladendiebstähle und dergleichen.

  2. Peter Andreas Lippert von Hohenfels

    Was kommt als nächstes,Rauchverbot an Haltestellen,Balkonen,In der eigenen Wohnung,auf der Straße?Macht nichts.Denn wenn Drogen erlaubt werden,wird halt wo Rauchen verboten ist ,in Zukunft ein Joint konsumiert.Denn laut Aussagen der Fachleute ist das sowieso gesünder.Für wie bescheuert halten uns die angeblichen Experten eigentlich.Die Wirtshauskultur in Bayern ist Tod,es leben die Coffeshops,nach dem Vorbild von Holland.Im Winter wird es sich zeigen an was der Raucher stirbt.Lungenkrebs oder Lungenentzündung,auf jeden Fall nicht an Drogen.

  3. Stefan

    Rauchen ist wesentlich schädlicher als die meisten anderen Drogen. Eigentlich müssten viele harte Drogen wirklich legalisiert werden, wenn man sie mit der Toxizität von Tabak vergleicht!!

  4. Sturer Allgäuer

    Die Grünen und die Roten übertrumpfen sich schon sehr mit dem Müll was sie aus ihren Mäulern entlassen. Aber wen wunderts. Sie hatten doch die besten Lehrherren, die sogenannten 68er, die gegen die Normalos (Establishment) vorgingen. Das schöne für die Politker der Rot-Grünen Gilde ist, bis zur nächsten Wahl haben die Wähler alles vergessen.

  5. Chopper

    Typisch, da wird wohl wieder einer oder mehrere von der Drogenmafia gesponsert.

    Lieber fangen meine Kinder an zu Rauchen als zu Koksen oder zu Haschen.

    Man merkt wo uns die verlogenen Politiker hinführen möchten.
    Nur ein Bürger der STONE ist, ist ein williger Bürger.

  6. smoki

    in den kneipen wird dann Stefan Raabs Kiffersong Wir kiffen ,wir kiffen,wir kiffen ertönen….Deutschland im Wandel der Zeit ……o mei o mei…. .und die elektrische Zigarette mit Ökostrom wird den Markt und die Repuplik erobern Hilfeeeeeeeeeeee

  7. Thomas

    Ja ,das ist wirklich schizophren ,was hier geboten wird.Die Rauchverbote,so scheint mir sind zur Zeit up to date,werden hauptsächlkich zur pseudopolitischen Profilierung herangezogen und dienen in letzter Quintessenz der Systemgastronomie(MC Donalds,Burger King) zur Ausschaltung der Konku´rrenz und der Pharmaindustrie zur Aquierrierung néuer Kunden(so ist zum Beispiel seit kurzen in Bayern ein Therapeut unterwegs,angefeuert von vielen Medien der für 99 Euro pro Sitzung Entwöhnung verspricht usw.) Außerdem dient das Rauchverbot der gezielten Diziplinierung des Volkes und der Verhinderung jeglicher zwangloser Kommunikation.Das dafür auch noch eine spezielle Form von Denunzianten geschaffen wird,so ne Art Gasstättenstasi passt da nur ins Bild.
    Machen wir uns nichts vor:Dieser Staat wird immer totalitär!!

    • Nansy

      Sehe ich genau so. Was mich aber zunehmend irritiert ist, dass zu wenige den Zusammenhang mit anderen Verboten sehen, z.b. Alkohol! Da fängt die Verbotsdebatte gerade an (natürlich unter Anleitung der WHO) und da wird mir zu wenig darauf eingegangen.
      Typischer Kommentar in Blogs: “Gerade wenn ich bedenke, wieviel schaden der Alkohol anrichtet in Familien und überhaupt. Ich meine Bier und Wein können bleiben,aber die harten Sachen müssen vom Markt genommen werden.” Die Propaganda der WHO zeigt schon erste Wirkungen!
      Ich werbe dafür, dass sich die Raucher auch aktiv in die anderen Verbotsdiskussionen einmischen, denn hier besteht ein direkter Zusammenhang und eine Chance die Öffentlichkeit auf unsere Seite zu ziehen

Pings und Trackbacks

Lassen Sie eine Antwort

x
Loading...