Antiraucher-Volksinitiative nun auch in Hamburg gestartet

Nach Bayern will die ÖDP nun Hamburg zum Verbotsland machen

Nach dem Erfolg in Bayern hat die ÖDP gestern auch in Hamburg ein Volksbegehren gestartet. Siegestrunken vom bayerischen Ergebnis des Verbotsentscheides, lässt die ÖDP in Hamburg nun die Maske des angeblichen Nichtraucherschutzes fallen und stellt klar, um was es wirklich geht. “Raucher sind keine schützenswerte Minderheit, sondern schaden mit ihrem Tun anderen Menschen durch Passivrauchen” trompetete ÖDP-Geschäftsführerin Verena Häggberg in die Mikrofone der Journalisten. Damit stellt die ÖDP klar, dass es sich in ihrem Feldzug gegen das Rauchen auch um einen Feldzug gegen rauchende Menschen handelt. Ganz im Stile ihres Bündnispartners “Pro Rauchfrei”, der laut “Stern” rauchenden Menschen die Menschenwürde abspricht.

Häggberg hatte gestern die Unterlagen für eine Volksinitiative in der Senatskanzlei abgegeben. Ziel des Volksentscheides ist, wie in Bayern, das totale Rauchverbot in der Gastronomie, ohne Ausnahmen, ohne Rückzugsmöglichkeiten für rauchende Menschen. Derzeit sieht das Hamburger Rauchverbot vor, dass ausschließlich in abgetrennten Räumen geraucht werden darf und dass die Wirte von sogenannten “Eckkneipen” selbst entscheiden dürfen, ob in ihrem Lokal geraucht werden darf oder nicht.

Um in Hamburg die erste Stufe für einen Volksentscheid zu erklimmen, werden 10.000 Unterschriften benötigt. Dies sollte zwar zu schaffen sein, allerdings kann sich die ÖDP in Hamburg nicht unbedingt auf Mitläufer von Grünen und SPD verlassen. Zwar betonte GAL-Fraktionssprecher Jan Dube, man sei mit der ÖDP inhaltlich einer Meinung, allerdings wolle man das mit viel Mühen mit dem Koalitionspartner CDU ausgehandelte derzeit geltende Rauchverbot nicht kippen. Derzeit wollen die Hamburger Grünen das totale Rauchverbot der ÖDP “formal nicht unterstützen”.

Auch die Hamburger SPD distanziert sich von den Verbotsphantasien der ÖDP. SPD-Fraktionssprecher Christoph Holstein sagte, auch wenn in Bayern die SPD die ÖDP unterstützt habe, sei das kein Grund für die Hamburger Sozialdemokraten, das genau so zu tun. Für die Hamburger SPD stehe das Prinzip der Freiwilligkeit im Vordergrund.

Bisher konnte die ÖDP lediglich in der Ärztekammer einen Mitstreiter für das geplante Totalverbot in Hamburgs Gastronomie anheuern. Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery betonte, er sei “schon lange für den absoluten Nichtraucherschutz”.

Ganz so leicht wie in Bayern wird es die ÖDP in Hamburg also nicht haben auf ihrem Feldzug für Fanatismus und Ausgrenzung Andersdenkender. Es liegt an den Menschen, ob sie sich von einer unbedeutenden Splitterpartei für Hass und Totalverbote instrumentalisieren lassen oder ob sie für ein vernünftiges Miteinander aller Menschen stimmen.


5 Kommentare

  1. smoki

    die Bagasch wird auch noch auf die schnauze fallen.der michel friedmann hat den frankenberger contra gegeben da gingen ihm die worte aus den hr frankenberger…..

  2. Roodee

    hallo zusammen,

    eigentlich wollte ich mich nicht noch mal einmischen, aber die Situation erfordert es wohl doch noch mal ein eindeutiges Statement abzugeben.

    Hamburg steht zunächst auf dem Plan. Ich vermute sie machen einen Härtetest. Weil an Hamburg, der Künstlerstadt, werden sie sich (hoffentlich) die Zähne ausbeissen.
    Aber andere Bundesländer sind bisher noch nicht im Gespräch gewesen. Was ist mit Baden-Württemberg? Wie sieht es dort aus? Sind die Schwäbles auch so schläfrig? Wie ist es mit Rheinland-Pfalz? Geht man diese Jagd dort gelassen an? Gibt’s da überhaupt jemanden der dort derartig niedere Interessen vertritt? Was ist in Hessen? 50/50? Nordrhein Westphalen? Wird wohl eher sehr schwer, aber man kann ja mal nachfragen!

    Fragen über Fragen. Letztlich ist es in Bayern angestoßen worden. Das ist kein Vorwurf an die bayrischen Raucher!! Ich habe mitgelesen und – mal absehen vom Saubermann – sind die (wenigen) Meinungen, zumindest hier, klar und unmissverständlich. Aber – habt ihr Durchblick? Letztlich geht es hier um eine Mafia, die wir bezahlen, und zwar dafür, dass sie sich den Kopf darüber zerbricht, wie sie uns nieder machen kann und das nicht nur bundesweit, sondern europaweit.

    Kurz und gut, wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass sich diese Dummheit noch mal wiederholt. In diesem Fall wäre es zunächst eine Insellösung und auf Dauer untragbar. Also Leidensgenossen – Wer wen kennt in den Nachbarländern – Bescheid geben und mobil machen – Unbedingt! Eine Volksabstimmung, die vom Volk so nicht gewollt ist, verdient den Namen nicht. Diese bei Euch gestartete und durchgelaufene “Volksabstimmung” hat auf die allgemeine Schläfrigkeit gesetzt und leider Recht behalten.
    Aber nun sind wir wach – oder? Und wenn wir dann schon mal wach sind, können wir auch was tun!

    Z.B. können wir gewählte Bürgermeister wieder zu den Hühnern schicken, wenn sie meinen sich mit uns Rauchern anlegen zu müssen. Schließlich bezahlen wir ihren Etat, damit sie das Gemeinwohl vertreten und nicht dafür, dass sie sich auf die Seite von Fanatikern schlagen.
    Z.B. können wir auch unseren Freunde, Verwandten und Bekannten in den anderen Bundesländern Bescheid geben und sie darüber unterrichten, dass es unter keinen Umständen eine Wiederholung dieses Vorfalls geben darf. Eine Volksabstimmung sollte auch Volkesnamen tragen.
    Z.B. können wir die Wirte, die die eigentlichen Verlierer dieses beschämenden Vorfalls sind, auffordern sich solidarisch zu zeigen, auch wenn es zunächst schwer ist. Aber sie werden die Nutznießer sein, so wie wir.

    Die Wirte, land auf land ab, wissen sehr genau, dass es die Genussmenschen sind – also in erheblichem Masse die Raucher – die ihr Geschäft tragen. Es geht den “Antirauchern” (ein schönes Wort, das ich bis dato noch nicht kannte) also nicht nur um uns Raucher, sondern im Wesentlichen um den “Sumpf”, um die Raucher herum. Die Tabakindustrie und deren Verteiler, die Kneipen, die speziellen Raucherlounges – das alles wollen sie verbannen und massig Arbeitslose schaffen, die wir auch wieder zu tragen haben. Sie sind halt Gutmenschen – wie sie meinen. Sie wollen eine neue Evolutionsstufe schaffen und diese mit ihrem Namen schmücken.
    Sie haben wohl wahrscheinlich nie die Erfahrung gemacht, wie es ist sich eine Zigarette anzuzünden und nur so dazusitzen mit sich und der Zigarette oder Zigarre. Sie wissen nicht, was das ist, sich mit der Nebensächlichkeit des Ascheabklopfens eingehend zu beschäftigen. Es geht völlig an ihnen vorbei, wie man sich fühlt, was man denkt, während man beim Ausdrücken einer Zigarette die Glut zu bändigen versucht. Was einem für großartige Gedanken durch den Kopf schießen. Das ist ihnen alles Wurscht – es stinkt und macht krank, sagen sie. Sie sind halt vernuftgesteuert. Das ist der große Unterschied zu uns, die der Vernunft auch mal für 5 Minuten tschüß sagen können.

    Es wird – nicht von uns Rauchern initiert, aber auf unserem Rücken ausgetragen – einen Krieg geben in Deutschland, sollte sich diese Antirauchmafia durchsetzen! Froh bin ich darüber nicht, aber ich habe Augen und Ohren. Ich weiß, dass viele Menschen, die keinem was getan haben und dies auch in Zukunft nicht vor haben, die einfach nur gerne eine Zigarette rauchen wollen, kriminalisiert werden. Das wird sich im Bundeslande nicht jeder so einfach gefallen lassen. Es wird mit Protest beginnen und sich dann verschärfen. Das wollen wir wahrscheinlich alle nicht. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir den Schulterschluss zeigen und die wild gewordene Horde zurückpfeiffen.

    Kopf hoch – habt ihr, deshalb Ärmel hoch

    • Werner R. Niedermeier

      Bleibt zu hoffen, dass die Menschen merken für was sie missbraucht werden und sich dagegen wehren. Die Bayern haben es leider nicht gemerkt.

    • Frigorist

      @ Roodee
      Zitat:
      „ [ ………] Sie sind halt Gutmenschen – wie sie meinen. Sie wollen eine neue Evolutionsstufe schaffen und diese mit ihrem Namen schmücken. [ ………]
      Zitat Ende!

      Ich würde sagen, diese „Gutmenschen“, fanatische militante Nichtraucherchaoten, sollen erst mal zu der bestehenden Evolutionsstufe aufschliessen! Damit haben sie eine Menge Arbeit vor sich!

  3. Blaudunst

    Ich schäme mich für Bayern! Da werden sich die Raucher und Wirte in Hamburg und anderswo bei uns “bedanken”…
    Ich hatte immer eine gute Meinung über Bayern und ihre Bewohner und habe sie auch immer verteidigt, wenn Jemand was komisches über sie behauptet hat.
    Jetzt muss ich es aber einsehen: “Leben und leben lassen” ist nur ein Witz und der Freistaat Bayern ist zum totalitäten Rauchfreistaat Bayern verkommen: Hier ist nur die Natur schön geblieben… Schade, Bayern!

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