Verbotsbefürworter rufen zum Spam auf

Selbst vor Spam machen die Verbotsbefürworter nicht Halt

Auch wenn man es kaum für möglich hält, haben die Befürworter eines totalen Rauchverbots in Bayerns Gastronomie zu den vielen unfairen Aktionen und Lügen zu einer weiteren äußerst fragwürdigen Aktion aufgerufen: Auf ihrer Webseite fordern sie ihre Anhänger auf, “Kettenmails”, also Spam, zu versenden.

Der Text dafür ist vorgegeben, er existiert in einer “Du-Version” und einer “Sie-Version”. Eingeleitet wird das Ganze durch folgende Aufforderung: “Kopieren Sie diesen Mustertext in Ihr Emailprogramm und leiten Sie den Text an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen weiter”. Dies ist ein klarer Aufruf dazu, Spam zu verbreiten, eine Aktion, die in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten ist.

Zwar ist das rein private Versenden von Kettenmails nicht strafbar, bei der gewerblichen Versendung sieht das aber anders aus. Ob sich die ÖDP hier auf “privat” heraus redet oder nicht, ist allerdings nur für eine etwaige juristische Auseinandersetzung relevant. Tatsache ist, dass das Zusenden unerwünschter Mails eine unzumutbare Belästigung darstellt und äußerst schlechter Stil ist.

Auch auf der Facebook-Seite der Verbotsbefürworter findet man erstaunlicherweise kritische Stimmen zu diesem Aufruf. So schreibt ein User: “äußerst niedriges niveau. ich habe euch immer unterstützt, aber ein aufruf zum spammen ist ja wohl das letzte.” Ein anderer äußert sich wie folgt: “Das ist echt daneben und kann ins Gegenteil umschlagen. leute sind von spam sehr genervt und verärgert. überlegt euch diesen schritt gut. Ich halte ihn für sehr kontraproduktiv.” Eine Frau meint zum Spam-Aufruf der ÖDP: “Damit erweist ihr der guten Sache einen Bärendienst. Ich kenne niemanden, der auf Spam steht, und nichts anderes ist so eine Aktion. Hat die Initiative das wirklich nötig?”

Um den Verbotsentscheid am 4. Juli zu gewinnen, greift die ÖDP und ihre Helfershelfer tief in die Übelkiste der Propaganda und der Lügen. So wird zum Beispiel ein Radiospot gesendet, in dem behauptet wird, wenn man am 4. Juli mit NEIN stimmen würde, würde “fast überall wieder geraucht” werden. Dies ist nichts weiter als eine dreiste Lüge und Volksverdummung, denn beim Verbotsentscheid geht es ausschließlich darum, ob das bestehende Rauchverbot mit lediglich drei Ausnahmeregelungen beibehalten wird (Wählen Sie “NEIN”), oder ob ein totales Rauchverbot in der Gastronomie eingeführt wird. Es geht nicht darum, ob eine wie auch immer geartete Lockerung eingeführt werden soll.

Auch im Spam-Aufruf der ÖDP wird die Lüge verbreitet, dass es beim Verbotsentscheid darum gehen würde, dass “der Nichtraucherschutz weiter gelockert” werden würde. Nun ist es nicht verboten, dass Politiker lügen, um ihre Ziele zu erreichen. Ob es guter Stil ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden und dann entsprechend abstimmen. Denn wer statt mit der Wahrheit mit Lügen argumentiert, der hat etwas zu verbergen.

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3 Kommentare

  1. Blaudunst

    Lügen verbreiten, Plakate zereissen oder überkleben, jetzt auch noch Spam schicken… feine Leute!
    Man kann nur hoffen, dass Bayern das alles rechtzeitig durchschaut. Denn nach 4 Juli ist es zu spät…

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  2. Werner R. Niedermeier

    Ich denke, es ist ja in Ordnung, wenn man Mails an Freunde schickt. Aber zu “Kettenmails” aufzurufen ist die selbe Schiene wie das Belügen der Menschen, in dem man behauptet, wenn man beim Verbotsentscheid mit “NEIN” stimmt würde “fast überall wieder geraucht werden”. Für mich sind diese Aktionen Armutszeugnis für die ÖDP und ihre Mitläufer.

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  3. Romana König

    Spam wird bei mir sowieso sofort gelöscht! Wo leben die denn?

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