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EU enttäuscht Antiraucher

Freitag, 18. Juni 2010, 14:00

Selbst bei der EU finden militante Antiraucher immer weniger Unterstützung

Die EU hat in Sachen Rauchverbot einen Rückzieher gemacht. Bernd Posselt, EU-Abgeordneter der CSU, sagte, die EU plane “kein totales EU-weites Rauchverbot in Gaststätten”. Zwar hatte die EU auch vorher nicht die gesetzliche Legitimation, totale Rauchverbote in der Gastronomie durchzusetzen, denn dies ist Sache der einzelnen Mitgliedsländer, aber militante Antiraucher versuchten immer wieder die Menschen zu verunsichern. Sie behaupteten, ein totales Rauchverbot käme sowieso früher oder später durch die EU, also sollte man doch lieber gleich ein totales Rauchverbot installieren.

Teilweise hatte diese Verunsicherung auch Erfolg, denn viele Wirte warteten lieber ab anstatt Lüftungsanlagen zu installieren oder bauliche Veränderungen vorzunehmen. Damit liefen sie in die Falle der Antiraucherlobby, die sich nun lauthals beschweren konnte, dass die Wirte nichts für den sogenannten “Nichtraucherschutz” unternehmen würden.

Brüssel wolle zwar “Bemühungen auf nationaler Ebene unterstützen” aber keinen Gesetzesentwurf vorlegen. Diese Information hatte Posselt nach eigenen Angaben vom EU-Gesundheitskommissar John Dalli. Der CSU-Politiker kommentierte dies als “erfreuliche erste Abkehr des Gesundheitskommissars von der zentralistischen Menschheitsbeglückungspolitik seiner Vorgänger”. Posselt ist der Ansicht, ein totales Rauchverbot widerspricht sowohl der Vernunft als auch dem Subsidiaritätsprinzip.

Posselt forderte die EU-Kommission auf, die “mühsam ausgehandelten Kompromisse” der verschiedenen Länder zu respektieren, die in den meisten Ländern auch funktionieren würden. Lediglich in den beiden EU-Ländern mit totalem Rauchverbot gibt es Probleme. So will die Politik in England vom totalen Rauchverbot abrücken und auch in Irland werden immer mehr Stimmen laut, die die Zerstörung der Gastronomie durch das totale Rauchverbot nicht länger hinnehmen wollen.

Nur in Bayern versucht eine fanatische Splitterpartei, ein totales Rauchverbot in der Gastronomie durchzusetzen. Man spart hierbei nicht mit unseriösen Studien, Falschinformationen und sogar Lügen. So wird nach wie vor auf der Webseite der ÖDP behauptet, wenn man in Bayern nicht für ein totales Rauchverbot stimme, würde in “vielen Gaststätten, die heute noch rauchfrei sind, das Rauchen schon bald wieder erlaubt”. Diese Behauptung ist selbstverständlich völliger Unsinn und entbehrt jeder sachlichen und fachlichen Grundlage.

Die EU sieht langsam ein, dass totale Rauchverbote außer der Zerstörung von Existenzen und der Befriedigung einiger Egos von fanatischen Antirauchern nichts bringen. Vielleicht hat man auch nur eingesehen, dass man rechtlich keine Möglichkeiten hat, die Forderung der WHO nach einer tabakfreien Welt gegen den Willen der Menschen durchzudrücken. Es wird Zeit, dass nach der EU auch die Hardliner in Bayern begreifen, dass totale Rauchverbote unnötig, dumm und kontraproduktiv sind.

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4 Kommentare

  1. Elke

    Tja, und nun haben wir hier in Bayern das totale Rauchverbot. Was nutzen den Wirten ihre Be- und Entlüftungsanlagen sowie die Filteranlagen nun??? Am besten alles ausschalten – dann stinkt es nämlich nach Mensch und die Nichtraucher, denen vorher alles nicht gepasst hat, schauen dumm aus der Wäsche. Denn dieser Geruch ist oft unerträglich, wohingegen Raucherlokale mit entsprechender Ausstattung eine gesündere Luft als in Nichtraucherlokalen hatten. Jetzt ist halt überall der gleiche Mief!

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  2. smoki

    hätt ich denen gar nicht zugetraut…..wo ein wille da ein weg……..


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  3. fasti

    ich bin ja nichts anderes gewohnt von der gegenseite, wir können fakten bringen soviel wir wollen, selbst wenn sie von ihrer seite verfasst worden sind werden sie nicht anerkannt und als lüge hingestellt.
    egal sie wollen ja nicht nur das rauchverbot, sondern ein verbot allgemein, um zu zeigen wer sie sind, und das mit der pseudodemokratie, dies sage ich deshalb, weil sie die gegenseite nicht zu wort kommen lassen auch wenn sie die wahrheit sagt.
    demokratisch wäre sie erst wenn sie jeden zu wort kommen lassen, auch wenn ihnen die wahrheit der anderen nicht passt, aber das wollen sie ja nicht. den sonst würden alle erkennen das das bestehende in zukunft so beibehalten wird, aber mit lügen denken sie kommen sie ans ziel, bis die bevölkerung merkt was ihnen für eine lüge erzählt wurde

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  4. Blaudunst

    Endlich auch mal was gutes von der EU, nach so viele “krumme Gurken” aller Art.
    Aber die “Hardliner” in Bayern und sonstwo werden das nie begreifen, das müssen wir ihnen schon beibringen, mit einem eindeutigen NEIN. Jedesmal, wenn sie versuchen, ihre diktatorischen, intoleranten und menschenfeindlichen Absichten auf unseren Kosten zu verwirklichen.

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