Kaum ein Land in Europa hat ein totales Rauchverbot

Manfred Ainedter setzt sich für faire Rauchverbote ein

In keinem anderen europäischen Land außer England und Irland gibt es ein totales Rauchverbot in der Gastronomie, obwohl das militante Antiraucher immer wieder behaupten. Der Anwalt und Sprecher der österreichischen Plattform “Rauchfrei(heit)!“, Manfred Ainedter, äußerte sich zu diesem Thema anlässlich einer Diskussion der österreichischen Grünen zu den Rauchverboten in Europa.
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Wörtlich sagte Ainedter: “Anders als Glawischnig (Bundessprecherin der österreichischen Grünen) aus politischem Kalkül glauben machen will, gibt es in den wenigsten europäischen Ländern ein absolutes Rauchverbot”. Die meisten Länder setzen, so der Anwalt, “mit Modellen wie in Österreich, auf maximalen Nichtraucherschutz bei gleichzeitiger Wahrung der Rechte des mündigen Bürgers”.

Und weiter: “Ganz im Gegensatz zu den populistischen Phrasen mancher politischer Akteure, rudert man sogar vielerorts nach einer allzu schnellen Einführung von strengen Rauchergesetzen wieder zurück.” Jüngstes Beispiel, so Ainedter, sei Bulgarien, wo letzte Woche ein Gesetz gelockert wurde, das Rauchen an allen öffentlichen Plätzen ab Juni verboten hätte.

Der Grund für das Beibehalten von funktionierenden Konsenslösungen, wie sie zum Beispiel in Österreich Gesetz sind,  läge nach Einschätzung des Rechtsanwalts auf der Hand: “Nicht alles was für das puritanische Amerika als passend empfunden wird, ist auch in Europa erwünscht und praktikabel – gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Ich fühle mich als Europäer und bin auf den toleranten und weitsichtigen Weg Europas stolz. Und die von Gesundheitsminister Alois Stöger veröffentlichten IFES-Zahlen stützen mich in der Annahme, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe. Die Mehrheit der Österreicher ist für die Beibehaltung dieses Weges der Toleranz.”

Mit Ärger beobachtet Ainedter den populistischen Umgang mit dem Thema Freiheit des mündigen Bürgers: “Früher sind wir für mehr Freiheit auf die Barrikaden gegangen. Heute wird eine Zeit der allgemeinen Verunsicherung politisch dazu genutzt, die Rechte mündiger Bürger einzuschränken – ein bedenkliches Zeichen.”

Manfred Ainedter gründete die Initiative “Rauchfrei(heit)!” (Rauchernews berichtete), die von österreichischen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen getragen wird. Sie sieht die Entwicklung, immer mehr Angelegenheiten der persönlichen Lebens- und Konsumgewohnheiten (in den EU-Mitgliedsstaaten) per Gesetz regeln zu wollen, höchst kritisch und nimmt das neue Tabakgesetz zum Anlass, einen offenen Diskurs zum Thema Freiheit des einzelnen, mündigen Bürgers anzustoßen. Ziel ist es, mit Aufklärung, Information und Dialog, einen nachhaltig erfolgreicheren Umgang mit dem gesundheitsrelevanten Thema “Rauchen” anzuregen, als dies gesetzliche Zwangsmaßnahmen je leisten könnten. Dabei soll einem adäquaten Nichtraucherschutz ebenso Rechnung getragen werden, wie dem Ende der Diskriminierung und der sozialen Ächtung der Raucher.

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2 Kommentare

  1. Elke

    Mitte der 50er wurde ich in der BRD geboren. Damals wurde auch noch der Individualismus gefördert. Heute wollen unsere Regierungen nur noch Ja-Sager und Menschen, welche nicht selbständig denken können. Bei der derzeitigen Ausbildung der Schüler und Studenten wird es ihnen gelingen. Ich fühle mich in’s Mittelalter zurück versetzt. Der Anti-Tabak-Wahn erinnert sehr an die Hexenverbrennungen.

    Armes Europa, du tust mir Leid.


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