Ausweitung von Rauchverbot abgelehnt

Die Stadt Claremont wehrte sich erfolgreich gegen die Tabak-Prohibition

Im kalifornischen Claremont haben sich die  Stadträte in einer Abstimmung mehrheitlich gegen die Ausweitung des bisher geltenden Rauchverbots entschieden. Die Ausweitung des Rauchverbots bezog sich auf Flächen im Freien.

Nachdem in der Stadt neben dem Rauchverbot für Innenbereiche bereits ein Verbot in den öffentlichen Parks gilt, wurde von der Antitabaklobby die Einführung einer Verordnung gefordert, die das Rauchen in Außenbereichen von Restaurants, Pubs, Bars, Clubs und Hotels, Warteschlangen, Bauernmärkten und vielen weiteren Outdoor-Veranstaltungen verbieten sollte.

Geschäftsleute und Politiker äußerten gleichermaßen Bedenken, weil sie fürchteten, dass bei der derzeitigen schlechten wirtschaftlichen Lage durch weitere Verbote unkalkulierbar hohe  finanzielle Einbußen riskiert würden.

Ein Befürworter des Verbots verbreitete dagegen die Lüge der WHO, dass es in anderen Ländern wie Irland und Italien keine Einnahmeverluste in der Gastronomie durch das Rauchverbot gegeben habe und alles wunderbar funktioniere. Er gab aber zu, von dieser Entwicklung nur durch Artikel in Zeitungen und Werbeschriften der Tabakkontrolle informiert worden zu sein. Daher sei er davon überzeugt, dass die “paar Raucher weniger in den Außenbereichen” auch keine Rolle bei den Umsatzeinbußen spielen würden. Würden sich die Raucher aber weiterhin dort aufhalten und rauchen, würden sie andere Mitbürger zum Rauchen verführen.

Das vorgeschlagene Verbot stieß auf besonders heftigen Protest von Seiten der Wirte, die um ihre Existenz fürchteten. Aber nicht nur wirtschaftliche Gründe wurden gegen das Rauchverbot angeführt, auch das Recht auf persönliche Freiheit, das nicht durch Gesetze geregelt werden soll, stand im Vordergrund der Diskussionen.

So zitiert die Presse einen Restaurantbesitzer, der froh ist, dass die Verordnung nicht angenommen wurde. Obwohl sowohl seine Mutter als auch sein Vater an Lungenkrebs durch Rauchen gestorben sind, ist er der Ansicht, dass erwachsene Menschen selbst über ihre Gesundheit und ihr Leben entscheiden sollten.

Die Abstimmung gegen das erweiterte Rauchverbot im Freien fand am vergangenen Dienstag statt.

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