Australien läutet die nächste Runde im Verbotswahn ein

So oder so ähnlich sollen Zigarettenpackungen in Australien demnächst aussehen

Wie Stern Online heute berichtet, will Australien weiter massive Einschränkungen für Tabakprodukte beschließen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von der Regierung Australiens heute eingebracht.

Geplant ist, sämtliche Logos und Markenzeichen auf Zigarettenschachteln zu verbieten. Man will, dass alle Zigaretten ab 2012 gleich aussehen und der Herstellernamen nur noch klein gedruckt auf der Schachtel stehen darf. Dafür sollen drastisch übertriebene Warnungen über “gesundheitliche Schäden” die Packungen verunstalten.

Premierminister Kevin Rudd von der australischen Labour-Partei sagte dazu: “Zigaretten sind nicht cool, Zigaretten bringen Menschen um. Dies werden die härtesten Vorschriften zur Zigarettenverpackung weltweit.”

Damit nicht genug. Mit sofortiger Wirkung wurde die Tabaksteuer ab sofort drastisch um 25 Prozent erhöht. Damit kostet eine Schachtel Zigaretten mit 30 Zigaretten nun etwa 12 australische Dollar (etwa 8,40 Euro). Auch die Tabakwerbung im Internet will Rudd massiv einschränken. Wie genau diese Einschränkung aussehen soll, wurde noch nicht bekannt gegeben. Zusätzlich will man eine “schlagkräftige” Anti-Tabak-Kampagne starten. Stolz sagte Rudd: “Die großen Tabakfirmen werden das hassen”.

“Die unbedruckte Verpackung nimmt dem Verbraucher die Möglichkeit, unsere Marke von einer anderen Marke zu unterscheiden, für uns ist das ein Wert” sagte eine Sprecherin des Tabakkonzerns Imperial Tobacco Australia. Dann gab sie bekannt: “Das wird den Wert unseres Geschäfts beeinträchtigen, wir werden um unser geistiges Eigentum kämpfen”. Nicola Roxon, Gesundheitsministerin des Landes, konterte, man werde das Gesetz äußerst sorgfältig formulieren, so dass es gegen rechtliche Schritte gefeit sei.

Wer immer noch glaubt, dass es in Deutschland nur um ein Rauchverbot in der Gastronomie geht, sollte sich langsam eines Besseren belehren lassen. Wie in Australien auch, sind Rauchverbote in der Gastronomie nur der Anfang einer von der WHO gewollten Prohibitionswelle gegen den Tabak. Umso wichtiger ist es, dass die Bayern am 4. Juli 2010 klar Stellung beziehen gegen diese Prohibitionsbestrebungen und beim Verbotsentscheid der ÖDP zur Wahl gehen und mit NEIN stimmen.

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