Tabakfirmen klagen gegen Ausstellungsverbot für Tabakwaren
In Großbritannien soll Ende dieses Jahres ein Ausstellungsverbot für Tabakwaren in Kraft treten. Das bedeutet, dass Zigaretten nur noch unter dem Ladentisch verkauft werden dürfen. Die drei größten Tabakhersteller Großbritanniens, Imperial Tobacco, Japan Tobacco International (JTI) sowie British American Tobacco (BAT) ziehen nun gegen diese erneute Gängelung vor Gericht.
Gareth Davis, ein Sprecher von Imperial Tabacco begründete das Vorgehen seiner Firma damit, dass es keinerlei Beweise dafür gibt, dass Jugendliche deshalb mit dem Rauchen beginnen, weil sie in den Läden Zigarettenschachteln sehen würden. Auch würde kein Erwachsener mit dem Rauchen aufhören, wenn man Zigaretten nur noch unter dem Ladentisch verkaufen dürfe. Übrigens ist in Großbritannien der Verkauf von Tabakwaren nur an Erwachsene erlaubt, so dass das Argument mit den Jugendlichen an den Haaren herbeigezogen ist.
Wörtlich sagte Davis: “Wenn diese fehlgeleitete Gesetzgebung umgesetzt wird, ist es nichts weiter als der Treibstoff für das Wachstum des illegalen Tabakhandels. Darüber hinaus wird eine enorme Kostenbelastung für die Einzelhändler installiert, die bereits unter erheblichen Druck als Folge des schwierigen wirtschaftlichen Klimas stehen”.
Ein Sprecher von Japan Tobacco International nannte das Gesetz “unangemessen und unverhältnismäßig”. Seine Firma habe keine andere Möglichkeit gesehen, als rechtlich gegen diese Gängelung vorzugehen. Auch ein Sprecher von BAT betonte, dass es keine Beweise gäbe, dass das Verbannen von Tabakwaren unter den Ladentisch irgendwelche Auswirkungen auf das Rauchen hätte. Aber es würde tausende kleiner Geschäfte ruinieren.
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