Rauchverbot beschert ausländischen Kasinos Umsatzplus

Raucher machen es möglich: Die Umsätze in Kasinos gehen zurück, nur nicht in Salzburg und Bregenz

Rezession allenthalben – das wirkt sich auch auf die Umsätze von Spielkasinos aus. Weltweit sanken die Erträge der Kasinos, nur zwei konnten zulegen: Die Spielbank in Salzburg und die in Bregenz. Der Bruttospielertrag des Kasinos in Salzburg stieg im letzten Jahr um knapp 14 Prozent auf 13,1 Millionen Euro, in Bregenz sah es ähnlich positiv aus. Kurt Pipal, Direktor des “Casino Salzburg” nennt auch die Gründe: “Raucher aus Deutschland haben uns das Umsatzpuls beschert. Auch Bregenz dürfte so wie wir vom deutschen Rauchverbot profitiert haben”.

Insgesamt haben die österreichischen Kasinos um gerade einmal 0,3 Prozent zugelegt, aber nur dank der Betriebe in Salzburg und Bregenz. Damit ist Österreich, dank des deutschen Rauchverbots, weltweit das einzige Land, welches bei seinen Glücksspielstätten ein Umsatzplus erwirtschaften konnte.

Die Direktoren bayerischer Spielbanken hatten das Problem bereits im letzten Jahr erkannt und die Landesregierung um eine Lockerung des Rauchverbots gebeten, welche den Betreibern auch zugesagt wurde (Rauchernews berichtete). Durch das bayerische Rauchverbot war das aber nur in einem Nebenraum möglich.

Ralf Item von der Spielbank Bad Reichenhall spürte das bayerische Rauchverbot besonders stark. Massenweise wichen die Spieler ins benachbarte Kasino nach Salzburg aus. “Spielen und Rauchen gehört für viele Gäste zusammen”, so Item. Nach dem in Bayern die Möglichkeit geschaffen war, in Nebenräumen zu rauchen, kamen zwar vereinzelt die Spieler wieder zurück, allerdings weiß Item: “Ein Stammkunde, der einmal woanders hingegangen ist, kommt nicht automatisch wieder zurück”.

Dort, wo die Spieler nicht in ein Land ausweichen können, in welchem das Rauchen in den Spielkasinos erlaubt ist, werden vermehrt kleinere Betriebe aufgesucht, oder wo auch dort das Rauchen verboten ist, wurde ein verstärktes Aufkommen sowohl von illegalen Spielhallen, als auch vom Glücksspiel im Internet ausgemacht. Mit allen damit verbunden möglichen Problemen wie dem organisierten Verbrechen und dem Betrug an den Kunden.

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1 Kommentar

  1. Nicht nur die bayerischen Spielkasinos müssen, Dank des Rauchverbotes, mit dem Fernbleiben der Spieler leben. Auch viele Watt- und Schafkopfrunden und mehr sind vom Wirtshaus in private Partykeller oder kleineren Vereinsheimen und Ähnlichen abgewandert.

    Wenn das “JA” beim Volksentscheid siegt, wird sich dieser Trend sicherlich erheblich fortsetzen. Wer will schon gerne die Spiele wegen der zahlreichen Raucherpausen unterbrechen? Es sind ja auch schon die vielen “Brunzpausen” lästig, die man aber noch durch einen sogenannten “Brunzkartler” ausgleichen kann.

    Die Verlierer eines Sieges des “totalen Rauchverbotes” wären wiederum Bierwirtschaften und ihre rauchenden, aber auch viele nichtrauchende Gäste. Es ist kaum zu erwarten, daß in Zukunft die bisher daheimgebliebenen Nichtraucher (Die spielen eh lieber “Schwarza Päda” oder Ähnliches mit ihren Frauen und Kindern) in Scharen in die nun rauchfreien Bierwirtschaften stürmen.

    PS: Vom ursprünglichen Gedanken des Gesundheitsschutzes für Gastro-Angestellte spricht ohnehin fast Keiner mehr. Vielmehr geht es heutzutage um die Argumente: Die Kleidung stinkt, ich mag des Gestank des Rauches nicht einatmen, Der soll zum Rauchen hinausgehen usw..

    Beliebt. Gefällt mir oder Gefällt mir nicht: Thumb up 18 Thumb down 1 (+17) Momentan ist die Bewertung wegen Manipulationen von militanten Antirauchern nur für registrierte Benutzer möglich.

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