Wie das Rauchverbot Paris zur toten Stadt macht
Paris – tagsüber ist die “Stadt der Liebe” noch so etwas ähnliches wie eine Weltstadt, aber abends herrscht gähnende Langeweile. “Auf einem Friedhof ist mehr los” sagen frustrierte Pariser und steigen immer öfter in die Flugzeuge verschiedener Billigfluglinien und fliegen für 39 Euro nach Berlin, der derzeitigen “In-Metropole” der Franzosen. Andere organisieren sogenannte “Untergrund-Partys”, und etablieren langsam aber sicher eine Schattengastronomie.
Grund für das nächtliche Sterben der einstigen Metropole des Nachtlebens ist in erster Linie das rigide Rauchverbot in Frankreich. Da die Menschen in der Gastronomie nicht mehr rauchen dürfen, gehen sie vor die Lokale um sich eine Zigarette anzuzünden, gefolgt von ihren rauchenden aber auch nichtrauchenden Freunden. Das sorgt für Ärger bei den Anwohnern, die in ihrer Nachtruhe gestört werden und die Polizei rufen. Diese zeigt dann die Wirte an, von denen immer mehr die Strafen nicht mehr bezahlen können und ihr Lokal schließen müssen.
Vor den immer weniger werdenden noch offenen Betrieben stauen sich die Menschen und erzeugen dadurch weiteren Lärm. Erboste Nachbarn, die nicht schlafen können erstatten Anzeige und das Gastronomie-Sterben geht weiter. Unter der Hand werden immer häufiger die Adressen illegaler Lokale oder Lokale, in denen (verbotenerweise) geraucht wird, weiter gegeben. Eine Schattengastronomie etabliert sich, wo aber meist nicht nur Tabak und Alkohol konsumiert wird, sondern, da man sich sowieso schon in der Illegalität befindet, auch immer öfter harte Drogen problemlos zu bekommen sind.
Aber auch tagsüber hat sich die Kultur der französischen Hauptstadt gewandelt. Das typische französische Bistro existiert kaum mehr. Bernard Quartier, Präsident des französischen Gaststätten-Instituts, rechnete vor, dass allein im Großraum Paris im vergangenen Jahr 2.000 Bistros schließen mussten. Auf dem Land schließen jede Woche zwei Bistros für immer ihre Pforten.
Missionierende Gesundheits-Kampagnen gegen die Gefahren des Alkohols und des Tabaks sorgen dafür, dass das typische französische Bistro kaum mehr zu finden ist. Die jahrzehntelange Kultur des französischen “Wohnzimmers des kleinen Mannes”, wo die Menschen zusammen gekommen sind um zu trinken, zu rauchen und zu reden, wird von der Systemgastronomie, von Edel-Boutiquen und von Bioläden abgelöst.
Dadurch verliert Frankreich wichtige Stätten der Begegnung. Diejenigen, die es sich leisten können, fliegen nach Berlin oder organisieren private Partys. Die Jüngeren veranstalten Untergrund-Events, wo die frühere soziale Kontrolle nicht mehr vorhanden ist und die ältere Generation muss daheim bleiben.
Dabei verfehlt das Rauchverbot völlig den gewünschten Effekt. Der Zigarettenverkauf in Frankreich stieg, wie der Zigarettenkonzern BAT freudestrahlend vermeldete, von 2008 bis 2009 um zwei Milliarden auf 55,6 Milliarden Stück. Das sind zwei Prozent mehr verkaufter Zigaretten innerhalb eines Jahres nach der Einführung des strengen Rauchverbots in Frankreich.
Von Seiten der Antiraucherlobby wird zwar versucht, die Gründe für das Sterben der Kultur in Paris auf andere Dinge zu schieben wie zum Beispiel darauf, dass die letzte Metro kurz nach Mitternacht fährt. Dies war aber auch schon vor dem Rauchverbot so und hatte früher die Menschen nicht abgehalten, in Paris legal zu feiern.
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Ich war kürzlich in Paris und es ist tatsächlich so trostlos wie beschrieben. Wir müssen alles in Bewegung setzen, dass die Antis eine derartige Öde hier nicht auch erzeugen. Drum geht zum Volksentscheid und stimmt mit NEIN, NEIN, und nochmals NEIN gegen den Terror dieser Splitterpartei.
So ähnlich, wie in Frankreich oder in der Hauptstadt Paris, lief es auch ab 1.1.2008 in Bayern ab. Um das Schlimmste zu verhindern, wurde zahlreiche Raucherclubs gegründet.
Die CSU mußte bei den Kommunalwahlen und bei den Landtagswahlen hauptsächlich, wegen des harten Rauchverbotes empfindliche Verluste hinnehmen. Der Schüttelschorsch erwies sich als bester Wahlkampfhelfer für die FDP und der Freien Wähler. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte keine Opposition die 50 %-Marke (glücklich wer einen Schüttelschorsch in der Partei hat) der CSU knacken.
Zu spät lockerten die CSU mit neuen Partner FDP am 01. Aug. 2009 das Rauchverbot. Die Lockerung brachte das Volksbegehren, welches die Rauchergegner (die es bis zum 31.12.2007 in dieser großen Anzahl nie gegeben hat) mit 13,9 % gewonnen hatten. Am 4. Juli 2010 kommt der Volksentscheid. Die bayerischen Bürger haben es selbst in der Hand, ob sie ein liberales oder totales Nichtraucherschutzgesetz wählen. Wenn das totale Rauchverbot gewählt wird, kehrt mit Sicherheit keine Ruhe ein und die bereits jetzige Spaltung der Bevölkerung wird sich vertiefen.
Die Franzosen, könnten von den Bayern lernen, und sich diese Bevormundung nicht bedingungslos gefallen lassen. Nach den Lehren der “Französischen Revolution” müßte die französische Bevölkerung wissen, wie man gegen Unterdrücker vorgeht. Ich jedenfalls wünsche unseren westlichen Nachbarn viel Glück im Kampf gegen ihr unsinniges Rauchverbot.
Wie wir nun alle festgestellt haben hat die Mehrheit vom bayrischen Volk nichts gelernt.
2,1 Mio. Wähler haben für das totale Rauchverbot gestimmt und
von den Rauchern sind die meisten nicht zu Wahl gegangen.
Dann sollen sich die Bayern mal auf die sterbende Gastrolandschaft einstellen.
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