Rauchverbot in privater Wohnanlage beschlossen

In MIlford wird das Rauchen in der eigenen Wohnung verboten

In Milford im US-Bundesstaat Connecticut, welches sich selbst als “Kleine Stadt mit großem Herzen” bezeichnet, wurde ein Rauchverbot für Privatwohnungen beschlossen. Die Bewohner einer 465 Wohnungen umfassenden Anlage dürfen in ihren Privaträumen ab November 2010 nicht mehr rauchen.

Teilweise angetrieben durch eine “besondere Empfehlung” des U.S. Department of Housing and Urban Development (Abteilung für Wohn- und städtische Entwicklung) haben die Hauseigentümer, die Organisation Milford Redevelopment & Housing Partnership, das Rauchverbot in allen Bereichen ihrer Gebäude in einer Abstimmung beschlossen.

Bewohner der Anlage dürfen sich noch bis zum 1. November 2010 an ihren Zigaretten im gemütlichen Zuhause erfreuen. Neumieter verpflichten sich beim Abschluss eines Mietvertrags mit sofortiger Wirkung auf das Rauchen in der Wohnung zu verzichten.

Außerhalb der Gebäude ist das Rauchen erlaubt, allerdings nicht in der Nähe des Eingangsbereichs – sollte das dennoch geschehen, sollen laut Hauseigentümer speziell gekennzeichnete Raucherzonen geschaffen werden.

Zwei Gegenstimmen zu dem Rauchverbot werden von der Presse zitiert: Jack Tucciarone, Mietervertreter bei der Milford Redevelopment & Housing Partnership und selbst Raucher, findet ein solch umfassendes Rauchverbot nicht unterstützenswert und eine Zumutung für die langjährigen Mieter. Nach seiner Ansicht wäre eine allmähliche Einführung, die zunächst nur Neumieter betreffen sollte, sinnvoller gewesen. Die Leute wüssten so von Anfang an, auf was sie sich einlassen.

Gegen das Verbot gestimmt hat auch Ray Arnold, der sich mit dem Gedanken nicht anfreunden wollte, dass man Leuten vorschreibt, was sie in ihren Wohnungen tun dürfen. Auch wenn man schlussendlich gesünder und sauberer wohnt – ein Eingriff in die Privatsphäre ist für Arnold undenkbar.

Die Mieter selbst sind ebenfalls nicht mit dem Verbot einverstanden. Viele fühlen sich übergangen und heißen den Eingriff in den Privatbereich nicht gut.

Der Sprecher der Hauseigentümer verteidigt sich dahin gehend, dass sich Rauchverbote in gemieteten Wohnungen immer mehr durchsetzen, vor allem im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Begründet wurde das Rauchverbot im Übrigen mit dem Gesundheitsrisiko Passivrauch, mit Feuergefahr und wirtschaftlichen Gründen, die sich aus Rauchschaden ergeben, wie zum Beispiel erhöhte Renovierungskosten für Raucherwohnungen.

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1 Kommentar

  1. Elke

    Warum lassen sich die Raucher so viel gefallen????

    Das ist eigentlich nicht mehr nachvollziehbar. Hier gibt es nur eine Lösung – den Mietvertrag sofort kündigen!!!
    Am Dienstag habe ich im Radio gehört, dass man in Vilshofen aus dem Festzelt einen “uneinsichtigen” Raucher abgeführt habe! Wieso hat sich nicht sofort jeder andere Raucher eine Zigarette angesteckt??? Die hätten eine Hundertschaft oder mehr gebraucht um alle Leute mitzunehmen!

    In Frankreich raucht man trotz Rauchverbot in den kleinen Dörfern einfach weiter. Denunziantentum wird dort nicht groß geschrieben!!! Da können sich die Deutschen mal was abschauen. Und in vielen 5 Sterne Hotels dort wird das Rauchverbot im Speisesaal eingehalten und das Nichtraucherschild an den Bars hängt zur Beruhigung des Gesetzgebers. Da drinnen qualmt es wie eh und je – und keinen störts!!! Die meisten bayerischen Raucher waren zu dumm um wählen zu gehen und jetzt lassen sie sich alles gefallen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!!! Was würden die Ordnungsämter machen, wenn alle einfach weiter rauchen würden?

    Heiße Debatte. Wie denken Sie? Thumb up 4 Thumb down 1 (+3) Momentan ist die Bewertung wegen Manipulationen von militanten Antirauchern nur für registrierte Benutzer möglich.

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