CDU-Politiker: Keine Lungentransplantation für Kettenraucher

Manfred Kolbe, Finanzexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Der CDU/CSU-Finanzexperte Manfred Kolbe fordert einige Maßnahmen, um beim Gesundheitsschutz eine Kosteneindämmung zu erreichen. So will Kolbe unter anderem erreichen, dass starke Raucher keine Lungentransplantationen mehr bekommen. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung in einem Interview, was heute erschienen ist.

Kolbe attackiert aber nicht nur rauchende Menschen, auch andere sogenannte “Risikogruppen” sollen seiner Meinung nach aus dem sozialen Raster der Krankenversicherung fallen, wie zum Beispiel “Risikosportarten”.  Kolbe begründet diese Forderung wie folgt: “In der Gesundheitspolitik steht vor der Suche nach einer neuen Finanzierung eine Stärkung der Eigenverantwortung, um die Gesundheitskosten in einem vernünftigen Rahmen zu halten.”

Weiter fordert der sächsische CDU-Politiker: “Ein gesunder Lebenswandel muss prämiert, teure Sportunfälle wie beim Fallschirmspringen müssen selber bezahlt werden und die gesetzliche Krankenversicherung kann auch nicht jedem Kettenraucher eine Lungentransplantation finanzieren”.

Stellt sich die Frage, ob die CDU den Sozialstaat endgültig begraben möchte, oder ob Kolbe nur vorausgeschickt wurde, um eine Testbombe zu zünden, weil man zuerst die Reaktionen auslooten möchte um später dann geballt losschlagen zu können.

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4 Kommentare

  1. Elke

    KEINE Knieoperation für Fußballer!!!

    Warum stellen wir nicht mal den Antrag auf Verkleinerung des Landtags und des Bundestags? Wir könnten viel Geld sparen, wenn man bestimmte Politiker nicht mehr bezahlen müsste. Wenn Krankenkassen bei Erkrankung nicht mehr zahlen wollen, dann müssen auch wir die Krankenkassen nicht bezahlen!!! Dann lieber gleich privat versichern. D.h., dass wir darum kämpfen müssen, dass uns soviel EIGENVERANTWORTUNG auch zugestanden wird. Man kann nicht nur die Eigenverantwortung einfordern und gleichzeitig den Menschen nicht zugestehen, selbst für Krankheiten und Rente vorzusorgen. Wäre schön, wenn man sein Geld selbst anlegen dürfte. Aber da kommen gewisse Sozialabgaben gewaltig unter Druck. Dann kann man das Geld nicht mehr einfach an andere verschenken.

    Was denn nun, Herr Kolbe? Entweder oder???


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  2. Frigorist

    Dass Politiker vielfach ein Defizit an eigener Gehirnmasse zu beklagen haben ist allseits bekannt. Wenn dieser Mangel aber schon soweit wie als Beispiel bei diesem Manfred Kolbe von der CDU sich auswirkt, ist dies schon sehr stark bedenklich.
    Es ist sogar zu erwarten, dass bei dieser Person ein Mindestmass von dieser Substanz vorhanden ist, diese aber nur teilweise benutzt wird bzw. zum Einsatz kommt.
    Es wäre doch eine schöne Aufgabe für die Wissenschaft zu erforschen, wie viel Gehirmmasse mindestens erforderlich ist bzw. angewendet werden muss, um lebensfähig zu sein.
    Und interessant wäre es ganz besonders in Erfahrung zu bringen, warum ausgerechnet bei der CDU immer so extrem Ausnahmen gemacht werden.

    Heiße Debatte. Wie denken Sie? Thumb up 7 Thumb down 3 (+4) Momentan ist die Bewertung wegen Manipulationen von militanten Antirauchern nur für registrierte Benutzer möglich.
  3. Bernd

    Gerade der Dädäräler muss die Klappe aufreissen!

    NEIN beim Volksentscheid!

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  4. Ich persönlich (starker Raucher), der in 35 Versicherungsjahren, so gut wie nie krank war, empfände es als Frechheit, wenn bei einer Erkrankung (egal welcher Ursache) die Krankenversicherung nicht einspringen würde (oder möchte).

    Die gesetzliche Krankenkasse hat seit 1975 bis Ende 2001 tausende von Mark und ab 2002 tausende von Euro von meinem Gehalt abgezogen. Übrigens, was hat der ehemalige DDRler Manfred Kolbe bis 1990 für die gesetzliche Krankenversicherung getan? Man sieht, daß die Krankenversicherung bis jetzt mit mir super verdient hat. Da die Besserverdienenden auf private Krankenversicherungen ausweichen können, muß ja den Pflichtversicherungen das Geld ausgehen.

    Die Überheblichkeit und Besserwisserei der Politiker gegenüber Normalbürgern ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten. Wenn die bayerischen Wähler den Politiker und Parteien (egal welche), kräftig in den Arsch treten wollen, haben sie am 4. Juli 2010 die Gelegenheit dazu, wenn sie beim Volksentscheid mit “NEIN” stimmen. Ich kenne nichts, was diesen Damen und Herren besser “stinken oder ärgern” würde, als daß eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes mit großer Mehrheit abgelehnt würde.

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