Rauchverbot für ganz Kansas beschlossen

Kansas wird zum 30. rauchfreien Staat der USA

Nach jahrelangem Widerstand und vielen Diskussionen von beziehungsweise mit Wirten und raucherfreundlichen Organisationen hat der Gouverneur von Kansas, Mark Parkinson, am vergangenen Freitag das Gesetz für ein erstes gesamtstaatliches Rauchverbot in Kansas unterschrieben.

In Kansas gab es bereits Einschränkungen für Raucher, jedoch nur in einzelnen Städten, nun werden diese Reglementierungen an das neue Rauchverbot angeglichen. Das Gesetz wird am 1. Juli 2010 in Kraft treten und macht Kansas zum 30. amerikanischen Staat, in dem ein generelles Rauchverbot gilt.

Von dem Verbot betroffen sind Restaurants, Bars, Bürogebäude und andere öffentliche Einrichtungen. Die einzigen Ausnahmen sind private Clubs (etwa für Kriegsveteranen), spezielle Raucherzimmer in Hotels sowie öffentliche Spielhallen.

Anti-Tabak-Gruppen und Gesundheitsberater verlangten seit Jahren nach einem gesamtstaatlichen Rauchverbot, stießen allerdings bislang auf massiven Widerstand durch Wirte, die – zu Recht, wie Beispiele aus anderen Ländern und US-Staaten zeigen – Umsatzeinbußen befürchteten. Allem zum Trotz wurde der Gesetzesentwurf zum Rauchverbot im letzten Monat eingereicht.

Der demokratische Politiker Parkinson sieht seine Zustimmung zu dem neuen Gesetz als “glücklichsten Moment in seiner bisherigen Laufbahn als Gouverneur”. “Heute haben wir bewiesen, dass das System funktioniert, Kansas hat gewonnen, die Vertreter der “special interests” haben verloren und Kansas bekommt die frische Luft, die es verdient”, verkündete er und wies daraufhin, dass er die oben genannten Ausnahmegenehmigungen zu späterer Gelegenheit wieder aufheben will.

Laut Parkinson war das Gesetz das Ergebnis der Zusammenarbeit von Repräsentantenhaus und Senat sowie zahlreichen Ärzten, Krankenschwestern und Gesundheitsexperten. Auch in Kansas wartet man übrigens zur Rechtfertigung eines Rauchverbots mit Zahlen der Gesundheitsexperten auf: angeblich sterben dort jedes Jahr 4.000 Menschen an Krankheiten, die mit dem Rauchen zusammenhängen. 300 Todesfälle davon seien durch Passivrauch ausgelöst.

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2 Kommentare

  1. So, So Gouverneur Parkinson sieht es als “glücklichsten Moment in seiner Laufbahn als Gouverneur” an, daß er und seine Politikerfreunde ein sehr strenges Rauchverbot für Kansas durchgeboxt haben. Glückliche Momente für Politiker, sollten normalerweise Erfolge bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, beim Umweltschutz, bei der Senkung der Krimilalität und vieles andere mehr sein.

    Ich kenne zwar die politische, geschichtliche und gesellschaftliche Lage in Kansas nicht, aber von aussen, sieht es so aus, als wenn die Politiker von Kansas nicht viel taugen.

    Heiße Debatte. Wie denken Sie? Thumb up 6 Thumb down 2 (+4) Momentan ist die Bewertung wegen Manipulationen von militanten Antirauchern nur für registrierte Benutzer möglich.
  2. mark8568

    Bezeichnent, daß der Politiker wie eine bekannte krankheit heißt. So scheint auch sein Regierungsstil zu sein. Zittrig.

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