Wirt wegen Rauchverbot im Gefängnis
Im englischen Bolton wurde erstmalig ein Wirt zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, weil er sich gegen das Rauchverbot gestellt hatte.Nick Hogan, ehemaliger Besitzer von zwei Pubs in Bolton, gilt als Kämpfer gegen das englische Rauchverbot. Vor zwei Jahren wurde er bekannt als erster britischer Wirt, der eine Geldstrafe bekommen hatte, weil er in seinen Pubs nach Einführung des Rauchverbots weiter rauchen ließ. Bei seiner Anhörung im Januar 2008 wurde dem 43-Jährigen vorgeworfen, dass er in beiden Pubs, dem Swan und dem Barristers’, an dem Tag, an dem das Rauchverbot in England in Kraft getreten war, ein “Massenrauchen” abgehalten habe.
In den kommenden Monaten wurde der Wirt mehrmals von Inspektoren besucht, die Poster an den Wänden vorfanden, auf denen die Gäste darauf hingewiesen wurden, dass sie die Wahl hätten, ob sie rauchen wollen oder nicht. Zudem hatte man bei fünf dieser Besuche rauchende Gäste in den Lokalen vorgefunden.
Ein Richter verordnete damals die Strafe von 3.000 Pfund (etwa 3.310 Euro) und ordnete an, dass Hogan 7.136 Pfund (umgerechnet circa 7.890 Euro) zahlen sollte, weil er gegen den “Health Act 2006″ verstoßen habe. Seit Einführung des Rauchverbots wurden in England über 5.000 Pubs und Clubs geschlossen – Nick Hogan selbst musste seine beiden Lokale zumachen und konnte die Geldstrafen nicht bezahlen. In der vergangenen Woche wurde er nach langem Hin und Her und zahlreichen Gerichtsterminen zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt.
Hogans Frau Denise, selbst Pubwirtin, findet es empörend, dass ihr Mann, ein gesetzestreuer Geschäftsmann, gemeinsam mit Mördern und Vergewaltigern im Gefängnis sitzen muss, nur weil er seine Meinung vertreten und nach seinem Gewissen gehandelt hat. “Die Leute mögen so eine Haltung nicht, deswegen muss Nick nun ins Gefängnis”, so die Wirtin in einer englischen Tageszeitung und führte aus: “In meinem eigenen Pub wollen 90 Prozent der Besucher rauchen – sogar die Nichtraucher finden, dass es eine Wahl geben sollte. Diese Gesetze sind lächerlich.”
Mittlerweile beschäftigt sich auch das Web 2.0 mit dem inhaftierten Nick Hogan. So gab es beispielsweise einen Spendenaufruf, der sich durch die Blogosphere verbreitete und innerhalb 24 Stunden 5.000 Pfund einbrachte. Mittels Internet plant die Organisation “Freedom to Choose” eine Protestdemonstration geplant, die am 13. März vor dem Gefängnis stattfinden soll und auf dem Social Network Facebook wurde die Gruppe “Justice for Nick Hogan” ins Leben gerufen, die bereits knapp 900 Mitglieder zählt und über den aktuellen Stand der Dinge berichtet.
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Schulleiter setzt Zeichen gegen das Rauchen. Rektor in Pfaffenhofen erstattet Anzeige gegen Schüler, dessen Eltern und Zigarettenverkäufer. Von Manfred Hailer. Pfaffenhofen (DK) Er wollte ein Zeichen setzen und tat einen ungewöhnlichen Schritt, um gegen rauchende Jugendliche an seiner Schule vorzugehen: Der Rektor der Georg-Hipp-Realschule in Pfaffenhofen, Ernst Fischer, erstattete Anzeige – gegen einen rauchenden 16-jährigen, dessen Eltern und den Zigarettenverkäufer. Der Stein kam ins Rollen, als ein 13-jähriger Realschüler dabei erwischt wurde, wie er auf dem Schulgelände – wo das Rauchen generell verboten ist – Zigaretten an Mitschüler verteilte. Der 13-Jährige bekam dafür einen “verschärften Verweises”, so Fischer. Der Rektor wollte die Sache damit aber nicht auf sich beruhen lassen und forschte nach der Quelle der Zigaretten. Diese stammten von einem 16-jährigen Schüler, der ebenfalls zur Schulleitung zitiert wurde und sich dort wie der 13-Jährige “geständig” zeigte. Er gab zu, die Glimmstängel in einem örtlichen Geschäft gekauft und an den 13-Jährigen weitergegeben zu haben. Dass er als Minderjähriger überhaupt an die Zigaretten kommen konnte, daran hat auch seine Mutter erheblichen Anteil. Sie hatte den Geschäftsmann ausdrücklich darum gebeten, die Zigaretten an ihren Sohn abzugeben – was unter 18-Jährigen aber gesetzlich verboten ist. Auf den Verkäufer die Eltern kommen nun Bußgelder zu. Dem Rektor geht es nicht nur darum, einen Gesetzesverstoß zu ahnden, sondern auch um Suchtprävention: Er wollte “aus dem pädagogischen Anliegen einer Schule, Kinder und Jugendliche zu Kontrollkompetenz zu erziehen und sie gegen Gesundheitsgefährdungen zu schützen” ein Zeichen setzen.
So stand es wortwörtlich am 20.März 2010 im DONAU KURIER.
Man sieht, welches Recht und welche Macht, Antis heutzutage schon haben. Die Leute sollten einmal nachdenken, was sie in ihrer eigenen Jugend alles angestellt haben. Wieviele Rechte haben diese Nichtraucherfanatiker erst, wenn sie den Volksentscheid gewinnen?
Im obengenannten Fall, wurde aus einer “Mücke” ein “Elefant” (es wurde schließlich ja nicht gestohlen oder gemordet) gemacht. In naher Zukunft hat ein jeder “Vollgasdepp” das Recht seine Mitmenschen zu schikanieren. Die NSDAP und die SED lassen grüßen.
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Mittlerweile ist Nick Hogan ja freigekommen, weil mehrere Organisationen für ihn gesammelt haben.
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