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Partyszene weicht in den Untergrund aus

Montag, 22. Februar 2010, 8:03

Unkontrolliertes Saufen: Ein weiterer Auswuch des Rauchverbots

Wie in den meisten Ländern, in denen ein strenges Rauchverbot herrscht, beginnt nun auch in der Schweiz die Partyszene in den Untergrund auszuwandern. Die Feiernden sind es leid, gegängelt und bevormundet zu werden wenn sie sich eine Zigarette anzünden müssen und suchen sich Alternativen.

Reto Aegerter, einer der Menschen die die Verbotsgastronomie boykotieren, sagte gegenüber dem Ezine “20 Minuten”: “Rauchverbot, Kleidungsvorschriften und unfreundliche Türsteher: Wir haben die Schnauze voll vom Ausgang in Thun”. Im Sommer könne man zwar draußen feiern, hätte aber dann Probleme mit den Anwohnern, die sich über den zunehmenden Lärm beschweren. Also werde man leer stehende Räume suchen um dort zu feiern. Ein paar kleinere Räume habe man schon gefunden, so Aegerter, wo dann sogenannte Untergrund-Partys stattfinden würden.

Der Schweizer hat bereits eine Gruppe bei Facebook gegründet, die schon auf 400 Mitglieder angewachsen ist. Über diese Gruppe werden die Adressen der Lokalitäten verbreitet, wo man dann ohne Rauchverbot und Gängelung feiern könne. Geplant ist, die Untergrundpartys regelmäßig durchzuführen so wie auch größere Massen-Events zu organisieren.

Dass die Stimmung in den Keller geht, wenn immer wieder Feiernde vor die Türe gehen um zu rauchen, ist nichts Neues. Und dass die Menschen sich diesen Unsinn langsam nicht mehr gefallen lassen wollen, ist nur zu verständlich. Die Probleme an der Sache sind allerdings vielschichtig. Die zum Großteil sowieso schon gebeutelte Gastronomie verliert weitere Gäste und wird in die Insolvenz getrieben und die soziale Kontrolle, die in Gaststätten wirkt, fällt völlig unter den Tisch. Die Jugendlichen könnten in den unkontrollierten Untergrundpartys illegale Drogen konsumieren oder den Alkohol, den man günstig beim nächsten Supermarkt einkauft, bis zum Geht-Nicht-Mehr in sich hinein schütten. Und das alles, weil die Politiker ungeprüft die Lügen der Antitabaklobby für bare Münze nehmen.

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1 Kommentar

  1. Claudia

    Gut so, der Widerstand muss wachsen. Zeigt den Prohibitionisten, dass sie auf dem Holzweg sind. Wehret den Anfängen des Totalitarismus, die leider schon keine Anfänge mehr sind. Wir sind mitten drin in der Entwicklung.

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