Kommt nach dem Rauchverbot das Duftverbot?

Die Kleine Meerjungfrau hat keine Probleme mit irren Politikern

Manchmal fragt man sich, ob Politiker wirklich der selbe Menschenschlag sind wie der Rest der Bevölkerung dieser Erde, oder ob Politiker nicht doch einer völlig fremden Art angehören. In Dänemark haben die Oppositionsparteien allen Ernstes gefordert, das Folketing (das dänische Parlament) möge “generelle Richtlinien für den Gebrauch von Duftstoffen am Arbeitsplatz” beschließen.

Pia Olsen Dyhr von der Socialistisk Folkeparti (das sind in Dänemark die Sozialisten), begründet das Duftverbot wie folgt: “Ich weiß doch selbst, wie ist es, wenn man im Fahrstuhl steht und einen großen Venstre-Mann (Venestre ist in Dänemark die Liberale Partei, die auch den Ministerpräsidenten stellt, die Red.) antrifft, der nach After­-Shave riecht, so dass man kaum zu at­men wagt.”

Zwar empfahl ein Kommentar zu dem Bericht in der ältesten noch erscheinenden dänischen Tageszeitung “Berlingske Tidende”, die Dame solle doch in so einem Fall statt des Aufzuges die Treppe nehmen, aber Vernunftgründe scheinen an den meisten Politikern einfach abzuprallen.

Siegfried Matlok vom “Nordschleswiger”, einer deutschsprachigen Zeitung in Dänemark, vergleicht das Duftverbot mit dem Rauchverbot: “Die Frage lautet grundsätzlicher: Mit dem Rauchverbot hat das Parlament nach Ansicht vieler bereits tief in die persönliche Freiheit des Einzelnen eingegriffen. Die Regulierungswut in Dänemark, die fast schon an schwedische Verhältnisse erinnert, scheint offenbar bei manchen Politikern gar keine Grenzen zu kennen. Was wäre das Nächste, was dann verboten werden soll? Etwa schlechter Mundgeruch – mit Bußgeld?”. Und weiter: “Dieser Duftpolitik ist deshalb nur ein Wort entgegenzusetzen: verdufte!”.

Duft ist ziemlich individuell. Der eine findet ein Parfum wunderbar, für den anderen stinkt es. Ähnlich ist es mit allen anderen Düften auch. Bisher konnte man das Problem mit den ganz normalen Umgangsformen, die unter erwachsenen Menschen üblich sind, problemlos regeln. Nur Fanatiker brauchen Verbote, den wie könnten sie sonst andere Menschen gängeln?

Man darf gespannt sein, was den Politikern als nächstes einfällt. Es gäbe noch so viel, was man verbieten könnte.

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1 Kommentar

  1. blaudunst

    Ich hätte früher nie gedacht, dass der Wohlstand für das Gehirn schädlich sein kann :-)
    Langsam glaube ich es aber…

    Früher hatten die Menschen ernstahafte Probleme, mussten schauen, wie sie überleben, wie sie ihre Kinder ernähren usw. Und die, die Reichtum und Macht hatten, mussten sehr aufpassen, dass sie diese auch möglichst lange behalten, was gar nicht so einfach war.
    Da hatte kaum Einer Zeit, sich mit solchem Blödsinn zu beschäftigen.

    Als die Zeiten schwerer waren, rückten die Menschen zusammen, weil sie nur gemeinsam die Probleme lösen konnten.
    Da wussten sie noch, dass ein guter Nachbar viel zu wert ist, um ihn für Nichtigkeiten vor Gericht zu zerren.
    Wie ein Mensch denkt und fühlt, ob er ein Freund oder ein Feind ist, war damals viel wichtiger, als wie er riecht.

    Die Zeiten haben sich leider geändert. Viele haben alles was sie sich wünschen und brauchen ihre Mitmenschen nicht mehr (oder bilden sich das nur ein…). Sie langweilen sich und entfernen sich immer mehr von der Realität. Sie haben weder Probleme, noch Ziele und Ideale mehr, nur blöde Ideen.
    Die Mitmenschen sind nur Störfaktoren, sonst nichts. Und deshalb muß man ihnen alles verbieten, damit sie nicht mehr stören können.

    Das wird aber auch nicht weiter helfen, weil das, was “stört”, nicht von aussen, sondern von innen kommt: von der eigenen Denkweise. Das merken die Betroffenen aber gar nicht…

    Und so wird leider diese Welt immer mehr zu Kindergarten der psyhisch gestörten Pseudoerwachsenen…

    Irgendwann mal später werden unsere Enkel in den Geschichtsbüchern über die “Verbotsepoche” lesen und sich sehr wundern. Zu Recht..


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