Ziviler Ungehorsam gegen das Rauchverbot

Immer mehr Menschen rauchen wieder trotz Verbot in Lokalen

Immer mehr Menschen haben genug von Verboten und Gängelungen. Und immer häufiger wird zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. In der Schweiz hatte der Berner Mundartrocker Polo Hofer in einem Restaurant geraucht und anschließend in einer Schweizer Tageszeitung öffentlich zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Hofer sagte wörtlich: “Wenn möglichst viele Leute meinem Beispiel folgen, gerät die Situation ausser Kontrolle”.

Aber auch in anderen Lokalen wird immer häufiger geraucht. So auch im Lokal des Berner parteilosen Stadtrats Jimy Hofer. Zwar gelte in seinem Lokal offiziell das Rauchverbot und er wolle dies auch “so gut als möglich” durchsetzen, allerdings werde er keinen seiner rauchenden Gäste vor die Türe schicken.

Hofer weiter: “Ich habe schon immer gegen unsinnige Gesetze verstossen”. Und dann zitiert er den Raucher Bert Brecht mit den Worten: “Wenn Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht”. Hofer sieht die Schuld allerdings auch bei den Wirten. “Die Wirte sind selber schuld, sie haben sich im Vorfeld zu wenig gewehrt.”, so der Stadtrat.

Der stellvertretende Polizeiinspektor Marc Heeb meinte, die Stadt Bern habe für die 660 gastronomischen Betriebe nicht die nötigen Ressourcen für eine lückenlose Kontrolle. Trotzdem versuche man, das Rauchverbot durchzusetzen, auch mit Bußgeldern für Wirte und Gäste. “Wenn jemand das Gesetz vorsätzlich übertritt, dann diskutieren wir nicht lange”, so Heeb abschließend.

Die Anhänger der Antitabaklobby müssen aufpassen, dass das Rauchverbot nicht langsam aber sicher völlig außer Kontrolle gerät. Sie sollten einsehen, dass Gängelungen und Verbote nur eine Zeitlang funktionieren. Wenn es den Menschen aber zuviel wird, wehren sie sich. Man hat langsam den Eindruck, dass die Grenze des Zumutbaren nun überschritten ist. Noch ist es an der Zeit, die Gängelungen und unsinnigen Rauchverbote zu entschärfen. Kroatien hat es vorgemacht und ist damit ein Vorbild an guter Politik für die Menschen und nicht gegen sie.

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