Antiraucherlobby trennt sich von militantem Scharfmacher
Wie aus einer Meldung der Antirauchergruppe “Pro Rauchfrei”, die von vielen denkenden Menschen “Pro Hirnfrei” genannt wird, hervorgeht, gehört der als Einpeitscher und Scharfmacher bekannte Axel Napolitano nicht mehr dem Vorstand der Gruppe an. Er wurde, wie in solchen Fällen üblich, “Mit großem Dank für die bisherige Arbeit” verabschiedet.
Napolitano trat besonders durch polemische und zum Teil menschenverachtende Texte auf. So beschrieb er unter anderem die Tastache, dass manche Gastronomen in Bayern durch Gründung von Raucherclubs dem drohenden Ruin entgingen als “Mit besonderer krimineller Energie geht eine Gruppe von Gastronomen vor…”.
Kritiker an der Forderung nach immer mehr Verboten nannte er “die Fünfte Kolonne der Tabakmafia” und Menschen, die gegen Rauchverbote demonstrierten stigmatisierte er als “Von gut finanzierten Demagogen instrumentalisierte Randexistenzen, die sich von der Tragweite ihres gelebten Wahnsinns gar kein Bild mehr machen können”.
Vollzugsbeamte, die nach Recht urteilten und nicht nach den militanten Forderungen der Antitabaklobby, beschrieb Napolitano wie folgt: “Die mit Abstand widerlichste Gruppierung, die aus diesem riesigen, stinkenden Sumpf hervorragt, ist sicher die Gruppe der Vollzugsverantwortlichen, die einfach gar nichts unternehmen oder die Rechtsbrecher schützen. Dazu zählen nicht nur Richter und Staatsanwälte, sondern auch die Verantwortlichen für die Gemeindeverwaltungen, Gewerbeämter und Kreisverwaltungsreferate.”
Im neuen Vorstand der militanten Antiraucher ist jetzt nun Dr. Joachim Kamp, ein Arzt aus Nordrhein-Westfalen. Dieser Arzt könnte, was seine Ausdrucksweise betrifft, ein passender Nachfolger für Napolitano sein. So schrieb dieser im Forum des Grüppchens, als bekannt wurde, dass Marianne Tritz (Grüne) als Geschäftsführerin zum Deutschen Zigarettenverband wechselte: “Ich habe dieser “Prostituierten” am ersten Tag, als sie zur Mafia ins Bett stieg, eine “Anfeindung” zugesandt. Ich weiß, dass dies viele Grüne gemacht haben.”
Dr. Kamp ist auch ein Fan markiger Worte. So war er auch der Suche nach kurzen knackigen Sätzen, um Raucher zu stigmatisieren und schrieb unter anderem: “Was haben Lügen und Raucher gemeinsam? Kurze Beine!”. Man darf also gespannt sein, ob Dr. Kamp an die Stigmatisierungen von Napolitano herankommt oder diese sogar noch schafft zu übertreffen.
Siegfried Ermer bleibt Vorstand des Antirauchergrüppchens und arbeitet schon auf das höchstwahrscheinliche Scheitern des Volksbegehrens für totale Rauchverbote, welches die Gruppe neben einem DVU-Politiker, einigen Grünen und SPD-Politikern sowie der Öko-Splitterpartei ÖVP initiiert, vor. Wörtlich sagte Ermer: “Ist das Volksbegehren erfolgreich, dann wird das einen Dominoeffekt für alle Bundesländer haben. Sollte es scheitern, dann müssen wir uns ernsthaft die Frage stellen, ob die nichtrauchende Bevölkerung den ehrenamtlichen Einsatz von so vielen Verbandsmitgliedern noch verdient”.
Diesem Satz kann man nur entgegnen: Weder die rauchende noch die nichtrauchende Bevölkerung, sehr geehrter Herr Ermer, verdient die Polemik und Stigmatisierungen, die Ihre Gruppe verbreitet.














Gerade stolpere ich über diesen angestaubten Beitrag. Ich war bei der Tagung, die Sie in Ihrer Einleitung erwähnen, anwesend und habe sie anders in Erinnerung. Herr Napolitano hat auf eigenen Wunsch und trotz mehrfacher Bitten es sich zu überlegen nicht erneut für ein Amt kandidiert. Über seine Beweggründe kann man nur spekulieren. Waren Sie eigentlich anwesend? Ich kenne Sie nämlich nicht.
Der Autor des Artikels sollte dagegen nicht vergessen, dass immer vier Finger auf ihn selbst gerichtet sind, wenn er in dieser Form über jemanden schreibt – denn auch er bedient sich des Mittels der Polemik und auch ehr schreibt hetzerisch. Noch dazu scheint einiges auf Hörensagen und freier Erfindung zu basieren.