Bätzing (SPD) verliert Direktmandat

Sabine Bätzing (SPD) wurde für ihren Verbotswahn abgestraft

Sabine Bätzing (SPD, siehe Bild), die sich in der vergangenen Legislaturperiode vor allem mit Forderungen nach unsinnigen Verboten hervorgetan hat, hat die Quittung für ihre Politik bekommen: Sie verlor ihr Direktmandat an ihren Konkurrenten von der CDU, Erwin Rüddel.

Nachdem Bätzing bei zwei Bundestagswahlen hintereinander das Direktmandat ergattern konnte, haben ihr die Wähler nun die Quittung für ihren Verbotswahn ausgestellt. Bätzing stand in den letzten Jahren nur für unsinnige Verbote wie Rauchverbote, Alkoholverbote oder Steuererhöhungen. Selbst in ihrer eigenen Partei fand ihr “nationaler Aktionsplan” keine Mehrheit (Rauchernews berichtete).

Hans-Michael Goldmann, Verbraucherschutzexperte der FDP, charakterisierte Bätzing wie folgt: “Die Rauchverbotspläne von Frau Bätzing machen einmal mehr deutlich, dass man wirklich nur von Entmündigung und Regelungswut sprechen kann, ähnlich wie sie es auch immer wieder in der Alkoholpolitik anklingen lässt”.

Von Bätzing selbst kam kein Wort von Einsicht oder Eingeständnis ihrer Fehler. Weinerlich kommentierte sie ihr Ergebnis gegenüber dem Generalanzeiger wie folgt: “Es tut weh, wirklich weh.” Und weiter: “Ich warte jetzt auf die Landesliste. Momentan sieht es so aus, als wenn es klappt, aber hundertprozentig ist es eben noch nicht.”

Ob der Einzug über die Landesliste klappt, steht noch nicht fest. Da sie dort auf Platz sechs steht beziehungsweise durch das Direktmandat des Wormser SPD-Kollegen Klaus Hagemann momentan auf Platz sieben gerutscht ist, ist es noch unklar, ob sie wieder als Bundestagsabgeordnete nach Berlin darf.

Eine ähnliche Abstrafung gab es für einen anderen Politiker in Diensten der Tabakkontrolle, Lothar Binding. Auch er verlor sein Direktmandat an einen CDU-Politiker und kann momentan nur hoffen, über die Landesliste wieder in den Bundestag einzuziehen, um dort seine Propaganda für die Tabakkontrolle fortsetzen zu können.

Lediglich Karl Lauterbach (SPD) konnte als einer der wenigen Vertreter der Tabakkontrolle sein Direktmandat sichern, wenn auch äußerst knapp und mit hohen Verlusten. Gerade einmal 1,6 Prozent der Stimmen machten den Vorteil gegenüber seinem Konkurrenten Thomas Portz von der CDU aus.

Ob die Politiker allerdings einsehen, dass Sie wegen ihrer massiven Forderung nach Verboten abgestraft wurden, darf bezweifelt werden. Auch wenn das Gesamtergebnis der Wahl ganz klar zeigt, dass die Parteien, die für unsinnige Verbote stehen, vom Volk die Quittung bekommen hatten. Die SPD erreichte das niedrigste Ergebnis bei Bundestagswahlen überhaupt. Noch nie hat eine Partei im Vergleich zur Bundestagswahl zuvor so viel verloren. Die Grünen rutschen, zwar mit zweistelligem Ergebnis, auf den fünften Platz ab – vor der Wahl wollte man noch drittstärkste Fraktion werden. Und auch die CSU musste in Bayern mit 42,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei Bundestagswahlen seit 1949 hinnehmen.

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5 Kommentare

  1. chopper

    Stimme nicht verschenkt
    Wenigsten habe ich meine Stimme nicht verschenkt, wie so viele NICHT WÄHLER. Und wenigsten habe ich den Verbotsparteien keine Stimme gegeben.


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  2. Genauer Beobachter

    Wie sieht es bei den Splitterparteien aus?
    Wie zu erwarten war, konnte die Bayernpartei, die in Brüssel mit den Grünen in einer Fraktion ist, das Ergebnis des letzten Jahres nicht übertreffen. 0,1 Prozent vor 4 Jahren, 0,1 Prozent heute. Auch wenn die Anzahl derer, die ein eigenständiges Bayern wollen, etwas gestiegen ist, an den Prozenten hat sich nichts geändert.

    Wer glaubt, mit einer Splitterpartei am Rockzipfel der Grünen etwas erreichen zu können wurde wieder einmal eines Besseren belehrt.

    Aber super dass es die Prohibitionisten so erwischt hat. Das macht Hoffnung für die Zukunft.


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  3. Anton Bayer

    Tschüss, Frau Bätzing !
    Wie zu erwarten, hat die Wählerschaft der weiteren Umsetzung ihrer Wahnvorstellungen einen Riegel vorgeschoben. Nun kann sie sich wieder anderen Aufgaben widmen, z.B, in ihrer
    Zentrale in Herten selbstgemachten Kaffee servieren. Am besten mit deutlichen Warnhinweisen und Porträt
    ( Schockbild ) auf den Tassen !

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