Neues Rauchverbot relativ liberal
Das neue Rauchverbot im Fürstentum Liechtenstein wird liberaler als ursprünglich geplant. Das berichtet die Zeitung “Liechtensteiner Vaterland“. Danach wird es Wirten überlassen, welchen Raum sie als Raucherraum in Mehrraumlokalen einrichten. Es besteht keine Verpflichtung, dass nur in Nebenräumen geraucht werden darf.
Wörtlich heißt es in Artikel 2 der Verordnung, Raucherräume seien “Räume gastgewerblicher Betriebe, die baulich so abgetrennt sind, dass kein ständiger Luftaustausch mit anderen Räumen besteht”. Stefan Rüdisser, Mitarbeiter der Regierung, bestätigte, dass das Gesetz so gewollt sei: “Der Raucherraum kann sich in einem x-beliebigen Raum befinden – er muss nur baulich von den anderen Räumen abgetrennt sein.”
Die Liechtensteiner Regierung habe den Wunsch der Bevölkerung so interpretiert, dass die Menschen eine liberale Lösung wollen. Die Liechtensteiner hatten sich in einer Volksbefragung mehrheitlich gegen ein totales und strenges Rauchverbot ausgesprochen und damit der Antitabaklobby die Rote Karte gezeigt (Rauchernews berichtete).
Wirtschaftskammer-Geschäftsführer Jürgen Nigg sagte, “Die Sektion Gastronomie hat diese liberale Lösung bevorzugt, damit der Wirt selbst entscheiden kann, in welchem Raum geraucht wird”. Eines der Hauptargumente sei es immerhin gewesen, dass die Menschen am Stammtisch wieder rauchen könnten und nicht, dass die Menschen in Nebenräume abgeschoben werden sollen wie die Antitabaklobby dies fordert.
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