Zigaretten ab Mai teurer?
Wie die Zeitung “Stuttgarter Nachrichten” berichtete, will das Unternehmen Philip Morris, welches unter anderem die Marke “Marlboro” herstellt, seine Zigaretten in zwei Schritten verteuern. Der erste Schritt soll im Mai erfolgen, wo der Preis für die Schachtel mit 17 Zigaretten von derzeit 4,00 Euro auf 4,20 Euro erhöht werden soll.
Ab Mitte Juli soll dann die Mindestpackungsgröße von 17 Zigaretten auf 19 Stück angehoben werden, eine Forderung, die Philip Morris schon seit längerem stellt und die von der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik, Sabine Bätzing, unterstützt wird. Diese Anhebung der Packungsgröße will Philip Morris dann weiter nutzen, um den Preis für seine Zigaretten nach oben zu schrauben. Geplant ist dann ein Schachtelpreis von 4,70 Euro.
Mit der Erhöhung der Mindestmenge pro Schachtel erhofft sich der Bund wieder steigende Einnahmen aus der Tabaksteuer. Wie unsinnig und weltfremd diese Hoffnung ist, belegen die Zahlen über die Steuereinnahmen von Zigaretten in Deutschland. Dieser sank zwar von 14,4 Milliarden im Jahre 2006 auf 13,6 Milliarden im Jahre 2008. Der Grund ist aber nicht, dass weniger geraucht wird, sondern dass mehr Zigaretten geschmuggelt oder im Ausland gekauft werden.
25 bis 30 Prozent aller in Deutschland gerauchten Zigaretten sind nicht in der Bundesrepublik versteuert (Rauchernews berichtete) und je teurer die Zigaretten werden, desto weniger Zigaretten werden auch in Deutschland gekauft.
Diese Zahlen kennt natürlich auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Um so erstaunlicher ist es, dass sie sich zusammen mit dem Marktführer auf dem Zigarettenmarkt, Philip Morris, für eine Preiserhöhung bei Tabakwaren ausspricht. Rauchernews berichtete bereits über die Nähe der Forderungen Bätzings zu den Wünschen von Philip Morris.














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