Liechtenstein: Volk will sich nicht bevormunden lassen

Liechtenstein bringt das totale Rauchverbot zu Fall

In Liechtenstein wurde in einer Volksabstimmung der Gängelung und dem Verbotswahn die Rote Karte gezeigt. Eine Mehrheit von 52,23 Prozent sprach sich in einer Volksabstimmung für eine Lockerung des Rauchverbotes und gegen die strenge Variante, welche die Antitabaklobby versuchte durchzudrücken, aus.

Bereits im letzten Jahr wurde das Rauchverbot in Liechtenstein gelockert. Eine Volksinitiative hatte mit doppelt so vielen Stimmen wie benötigt die Politiker gezwungen, das strenge Rauchverbot zurückzunehmen, welches im Fürstentum vor ein paar Monaten installiert worden war (Rauchernews berichtete). Daraufhin hatte die Antitabaklobby versucht, durch eine Volksabstimmung das strenge Gesetz wieder zu erzwingen und ist jetzt jämmerlich gescheitert.

Die Beteiligung an der Volksabstimmung war hoch: 80,6 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Das entschärfte Rauchverbot in Liechtenstein erlaubt nun sowohl das Rauchen in sogenannten Einraum-Lokalen als auch in Raucherbereichen, sogenannten “Fumoirs” in Mehrraumgaststätten. Rauchergaststätten müssen als solche gekennzeichnet werden.

Wie die Zeitung “Liechtensteiner Vaterland” berichtete, sagte Hubertus Real, Präsident von “Gastronomie Liechtenstein”: “Dass es so deutlich zu unseren Gunsten ausfällt, ist überraschend und sehr erfreulich. Ich möchte mich im Namen unserer Betriebe bei allen Liechtensteinern ganz herzlich für die Unterstützung bedanken”.

Real wies weiter darauf hin, dass der staatliche Eingriff augenscheinlich der Mehrheit der Liechtensteiner zu viel war. Auch der VU-Landtagsabgeordnete Harry Quaderer äußerte sich positiv: “Ich bin froh, dass die Abstimmung zugunsten der Lockerung und damit einer vernünftigen Lösung ausgegangen ist.” Der Liechtensteiner lasse sich nun einmal ungern bevormunden und die Politik sei in Sachen Rauchverbot eindeutig einen Schritt zu weit gegangen, so Quaderer. Und weite: “Die Stammgäste kommen wieder, es werden sich wieder Gruppen treffen und das wird sich in den Umsätzen zeigen. Ich kann dem Ganzen nur Gutes abgewinnen.”

Bruno Güntensperger, Geschäftsführer der Liechtensteiner Brauhaus AG, meinte, “Viele waren sicher auch der Ansicht, dass eine staatliche Überreglementierung nicht erwünscht ist und keine Lösung sein kann. Wir heben das Rauchverbot ja nicht auf, sondern lockern es und erzielen damit einen Kompromiss, den sicher viele Bürger begrüsst haben. Die einen leben lassen, ohne die anderen auszugrenzen. Das ist sehr wichtig in der sozialen Gemeinschaft und hat sich seit Jahrhunderten bewährt.”

Das kleine Liechtenstein hat damit vielen seiner europäischen Nachbarn gezeigt, dass Gesetze für den Bürger gemacht werden sollten und nicht für die Werbeabteilung der Antitabaklobby. Diese hatte zwar während der Volksabstimmung massiv versucht, die Passivrauchlüge und ähnlichen Unsinn unters Volk zu bringen, das Liechtensteiner Volk hat dem Verbotswahn aber mehrheitlich eine Absage erteilt. Interessant ist, dass sich auch viele Nichtraucher gegen das ursprünglich strenge Rauchverbot im Fürstentum ausgesprochen haben.


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1 Kommentar

  1. Kleinere Länder wie die Schweiz oder Liechtenstein lassen sich nicht so leicht irreführen. Die jahrhundertealte Direkte Demokratie mit dem Volk als oberste Instanz verhindert solchen Schwachsinn, weil die Bürger gelernt haben, mißtrauisch zu sein und sich informieren um dem Staat auf die Finger zu schauen und notfalls zu klopfen, wenn er zu weit geht.

    Die Kritik an die “großen” Länder am WEF in Davos ist mehr als gerechtfertigt, will man doch kleinere und echte Demokratien an die großen Demokraturen assimilieren.

    Carolus Magnus

    http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/world-economic-forum-2013/maurer-mahnt-zu-mehr-respekt-fuer-schweiz-1.17958086

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