Großes Bündnis gegen totales Rauchverbot

In Hamburg wächst der Widerstand gegen den geplanten Verbotswahn

Nicht weniger als 16 Hamburger Verbände und Institutionen haben sich zu einem Aktionsbündnis “gegen das absolute Rauchverbot” in gastronomischen Betrieben zusammengeschlossen. Das Bündnis will nun Gespräche mit der Politik suchen, um das geplante totale Rauchverbot in der Hansestadt zu kippen.

Neben der Dehoga gehören unter anderem das City Management Hamburg, die Hamburger Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT), die IG St. Pauli und der Brauereiverband Nord dem Bündnis an. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bekam bereits einen schriftlichen Appell zugestellt, geplant sind Kundgebungen, Diskussionsrunden und Aktionen mit prominenten Hamburgern. In den Lokalen Hamburgs läuft bereits eine Unterschriftenaktion gegen das totale Rauchverbot.

Thomas Magold, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Hamburg, wies auf die Konsequenzen eines totalen Rauchverbots hin. Wörtlich sagte er: “Das liberale und weltoffene Hamburg darf seine Bürger und Gäste nicht stärker bevormunden als andere Städte in Deutschland. Es ist zu befürchten, dass der Hansestadt sonst ein Imageschaden und wirtschaftliche Einbußen drohen”.

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete und MIT-Vorsitzende Barbara Ahrons gab zu bedenken, dass Hamburg das einzige Bundesland mit einem totalen Rauchverbot sei. Wörtlich sagte Ahrons: “Eine solche Insellösung wäre peinlich. Es kann nicht sein, dass die Menschen immer mehr eingeschränkt werden, das gilt auch beim Thema Rauchen”.

Albert Darboven, Kaffeeunternehmer aus der Hansestadt unterstützt ebenfalls das Bündnis. Er wies darauf hin, dass ein totales Rauchverbot nicht zu einer weltoffenen Stadt wie Hamburg passe.

Wie Rauchen-Bayern bereits berichtete (siehe obiger Link), hatten sich CDU, SPD, Linke und GAL unisono für ein totales Rauchverbot in der Hansestadt ausgesprochen. Nach einer sogenannten “Expertenanhörung”, wo auch die militanten Antiraucher der Gruppe “Pro Rauchfrei” gehört wurden die vom Stern als “Tugendterroristen” bezeichnet wurden, kamen die vier in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien zu dem Schluss, dass ein totales Rauchverbot installiert werden müsse.

SPD und Grüne scheinen dabei Angst vor ihren eigenen Abgeordneten zu haben, denn sie bestehen schon jetzt auf den Fraktionszwang, der für die Abstimmung über das totale Rauchverbot nicht aufgehoben werden soll. Die CDU ist sich noch nicht ganz sicher ob sie ihre Abgeordneten nach deren Gewissen abstimmen lassen will oder auch über den Fraktionszwang ein Ergebnis erzwingen will, das weder sinnvoll für Hamburg ist noch im Interesse der Bürger.

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