KVR sieht Probleme bei der Durchsetzung des Speise-Verbotes

Der Chef des Münchner KVR sieht Probleme im neuen Rauchverbot

Der Chef des Münchner KVR, Wilfried Blume-Beyerle (siehe Bild), sieht gravierende Probleme im neuen Entwurf des bayerischen Rauchverbotes. Besonders problematisch sei der Passus, dass nur “kalte oder einfach zubereitete warme Speisen” in Raucherlokalen bis 75 Quadratmeter serviert werden dürfen.

Blume-Beyerle sagte dem Focus (Bayernausgabe): “Mit dieser Formulierung kann ich im Vollzug nichts anfangen. Wie bitte sollen meine Leute das kontrollieren?” Markus Söder (CSU), bayerischer Gesundheitsminister, lässt dies allerdings kalt. Wörtlich soll Söder gesagt haben: “Die müssen das kontrollieren. Das ist Gesetz.”

Am besten wäre es natürlich, den Passus mit den “einfachen Speisen” ersatzlos zu streichen. Erstens macht diese Vorschrift keinen Sinn, denn werden Nichtraucher besser vor den angeblichen Gefahren des Passivrauchs geschützt wenn Raucher keine warmen Speisen essen? Und zweitens kann man sich schon die Klagen vorstellen, die dann die Gerichte belasten. Denn was man unter einer “einfach zubereiteten Speise” versteht ist nirgends definiert.

Das Münchner Hofbräuhaus hat übrigens bereits angekündigt, mit Inkrafttreten des geänderten Rauchverbots einen Raucherbereich in der Schwemme einzurichten. Dort wolle man dann “nichts größeres” zum Essen anbieten. Andere Wirte kündigten bereits an, die Speisen nicht mehr selbst zuzubereiten sondern von einem Lieferservice zustellen zu lassen. Denn damit würde man ja das Gesetz einhalten.


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