Hamburg will das totale Rauchverbot
Auf die Frage: “Wollt ihr das totale Rauchverbot?” schreien die im der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien CDU, SPD, Linke und GAL unisono und mit Inbrunst “Ja!”. Während andere Bundesländer am Beispiel von Bayern gesehen haben, dass sich ein totales Rauchverbot gesellschaftlich nicht durchsetzen lässt, scheinen die Hamburger Politiker völlig resistent gegenüber der Vernunft zu sein.
Am gestrigen Donnerstag Abend einigten sich die vier in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien auf ein totales Rauchverbot ohne Ausnahmen. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, hieß es nach einer Expertenanhörung vor dem Gesundheitsausschuss: “Diese Anhörung hat uns darin bestärkt, für ein absolutes Rauchverbot zu plädieren”.
Linda Heitmann von der GAL trompetete in die Mikrofone der Journalisten: “Die hier vorgebrachten Argumente von Gastronomie und Handelskammer haben mich darin bestärkt. Es gibt keine belastbaren Zahlen. Die Argumente sind rein subjektiv und wollen die eigene Klientel schützen.” Ob Heitmann hier nicht in Wirklichkeit die Propaganda der Antitabaklobby gemeint hat? Denn diese basieren im Gegensatz zu den Studien renommierter Wissenschaftler, die die Passivrauchlüge schon längst entlarvt haben, auf Lügen und falschen Hochrechnungen.
Lutz Tillack (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten), plapperte den Antislogan nach, der “Schutz der Beschäftigten in der Gastronomie” müsse Vorrang haben. Herr Tillack, besser wäre es, die Beschäftigten vor Gewerkschaftlern wie Ihnen zu schützen, denn außer der Vernichtung von Arbeitsplätzen wird ein totales Rauchverbot nichts erreichen.
Rose Pauly vom Gaststättenverband und Günter Dorigoni von der Handelskammer hatten versucht, wenigstens Ausnahmen für Eckkneipen ins Hamburger Rauchverbot mit aufzunehmen. Gegen die Sturheit und Arroganz der in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien standen beide aber auf verlorenem Posten.
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