EU-weites Rauchverbot vom Tisch?
Kürzlich kündigte die EU-Kommission an, es werde demnächst ein EU-weites Rauchverbot geben. Dadurch gäbe es keine Ausnahmen mehr in Bars, Kneipen und Restaurants von den regionalen Rauchverbotsgesetzen. Allem Anschein nach ist dieser weitere Schritt in den Verbotswahn vorerst vom Tisch. Das berichtet die “Zeit” mit Hinweis auf eine Vorabmeldung des “Focus”.
Sozialkommissar Vladimir Spidla wollte mit dem Trick, dass alle Nichtraucher an ihrem Arbeitsplatz vor Passivrauch geschützt werden müssen, ein EU-weites Rauchverbot installieren. Nun musste Spidla wohl zurückrudern. Laut “Zeit” würden die betroffenen Parteien kein großes Interesse an dieser erneuten Gängelung zeigen. Ein Sprecher sagte, es sei völlig unklar ob und wann so ein Verbot komme. Sicher sei lediglich, dass Spidla keinen entsprechenden Gesetzesvorschlag in seiner Amtszeit plant, die bis November 2009 dauert.
Angeblich werden derzeit Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einem totalen Rauchverbot befragt – mit einem völlig offenen Ziel. Laut “Zeit” erwägt die EU freiwillige nichtgesetzliche Möglichkeiten wie zum Beispiel Leitlinien oder freiwillige Abkommen.
Interessant ist dass das Zurückrudern der EU so kurz vor den Europawahlen kommt. Könnte es vielleicht sein dass der Wunsch nach Machterhaltung stärker ist als der Einfluss von WHO und der Antitabaklobby? Und dass die EU-Politiker nicht zuletzt an den Wahlergebnissen in Bayern gesehen haben, dass das Volk sich nicht ständig mit irrsinnigen Verboten auf der Nase herumtanzen lässt? Anders lässt sich der plötzliche Umschwung der EU kaum erklären.
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