BAT-Chef: Binding gehört verhaftet
Der Deutschland-Chef des Tabakkonzerns British American Tobacco (BAT), Ad Schenk (siehe Bild), hat in einem Gespräch mit der Wirtschaftswoche die Dämonisierung von Zigaretten hart kritisiert. Insbesondere sprach er den SPD-Hinterbänkler Lothar Binding an, der versucht seinen Traum vom totalen Rauchverbot wider jede Vernunft durchzudrücken.
Wörtlich sagte Schenk: “Wir haben ein legales Produkt, das ausschließlich an Erwachsene verkauft wird, damit ist gesetzlich alles geregelt. Aber die Zigarette wird dämonisiert, aufbauend auf Unwahrheiten. Der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding kann bei Anne Will im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erzählen, dass die Industrie wissentlich 600 Zusatzstoffe beimischt, um die Leute süchtig zu machen. Manche Leute gehören verhaftet. Das deutsche Tabakrecht schreibt genau vor, was wir zufügen dürfen und was nicht. Der Gesetzgeber muss uns einfach zugestehen, mit den Verbrauchern zu kommunizieren – dazu gehört auch Plakat- und Kinowerbung.”
Am heutigen Montag gibt es eine Anhörung der Industrie vor der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD). Diese ist ja auch bekannt dafür dass die die Passivrauchlüge des DKFZ verbreitet und auch sonst eher dem Verbotswahn zugeneigt ist als dem gesunden Menschenverstand.
Schenk kritisierte auch das Verbot, Zigarettenschachteln mit weniger als 17 Stück herstellen zu dürfen. Sein Plan sei eine Zigaretten-Kreation für Genießer mit individualisierter Tabakmischung, wo die Zigarette dann 1,50 Euro kosten soll. Damit wolle man weg vom Massenmarkt und hin zum Genussrauchen, so Schenk. Leider sei das nicht möglich wegen der gesetzlichen Einschränkungen, die es so für keine andere Branche gibt.
Auch den Plan der Antiraucherlobby, die Zigarettensteuer zu erhöhen, kritisierte der BAT-Chef Deutschland. Er wies darauf hin, dass in Berlin mittlerweile 50 Prozent der konsumierten Zigaretten nicht in Deutschland versteuert seien – mit steigender Tendenz. Würde man die Tabaksteuer noch weiter erhöhen, diene das nur den Zigarettenschmugglern. “Wir setzten viel Geld ein, um gemeinsam mit den Behörden den Schmuggel zu bekämpfen”, so Schenk, und weiter: “Und vor dem Gymnasium meiner Kinder tauchen regelmäßig Leute mit Rucksäcken auf und verkaufen russische Jin-Ling-Zigaretten. Toll, lieber Gesetzgeber.”
Beliebtheit: 1% [?]
Ähnliche Beiträge:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
- Immer mehr Raucher greifen zu unversteuerten Zigaretten Jede fünfte in Deutschland konsumierte Zigarette ist nicht versteuert. Dies verursacht etwa 12 Millionen Euro Steuerverluste pro Tag. Die Zunahme...
- Bätzing Hand in Hand mit Philip Morris? Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), forderte unlängst die Mindestanzahl von Zigaretten pro Schachtel auf 20 Stück festzuschreiben (Rauchernews...
- CSU-Fraktion: Ja zu kurzer Aussetzung des Rauchverbots Die CSU-Fraktion hat mit großer Mehrheit der Aussetzung des Rauchverbots in Bierzelten im Jahre 2008 zugestimmt. Es gab lediglich zehn...
- Meist positive Resonanz auf Löws Zigarettenkonsum Joachim Löw, der Trainer der deutschen Elite-Fußballer, raucht. So weit so gut. Während des Spieles Portugal gegen Deutschland hat das...
- Bätzing: Rauchverbot ohne Ausnahmen Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD) kritisierte in einem Interview mit der Rhein-Zeitung die Ausnahmen des Rauchverbotes als großes...
- Verbotswahn-Politiker: Kreuzzug gegen die Mehrheit Die Politik des Verbotswahns treibt seltsame Blüten. Unter dem Deckmäntelchen eines angeblichen Gesundheitsschutzes versuchten in der ARD-Talkshow “Anne Will” (siehe...
- VEBWK reicht Popularklage gegen Rauchverbot ein Der VEBWK, der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur, hat beim Bayerischen Verfassungsgericht Popularklage gegen das Rauchverbot eingereicht. Michael Scheele,...




































so langsam reichts mit den volkstretern
ich rauche seit jahren nur noch CZ zigaretten wobei ich darauf achte das sie in D produziert werden um keine Arbeitsplätze zu gefährden, nur die steuer die schenke ich mir gerne selbst wenn der preis nur noch unter 5€ gegenüber dem D-handel sein sollte
Kommentarbewertung: Gefällt mir oder Gefällt mir nicht:
Jing-Ling?
Endlich mal Einer, der in die Offensive mit seinen Aussagen geht und mal eine Diskussion riskiert. Man hält sich an die bestehenden Gesetze und damit basta.Als Unternehmenschef würde ich gegen Binding klagen, sonst wiederholt sich das Geseiere gebetsmühlenartig.
Andere Tabakfirmen sind einen Kuschelkurs gegangen. Schaut euch mal z.B. die Homepage von Phillip Morris an, da gibt es fast ausschliesslich Warnungen vor dem eigenen Produkt, und das Versprechen an den shareholder, weiter ein gewinnstarkes Unternehmen zu bleiben.
Das führte in diesem Jahr u.a. zur Auslagerung der Produktion von München/Sendling nach Österreich. 400-500 fair dotierte und ausgestattete Jobs, darunter auch der meines Schwagers, sind flöten gegangen. Für PM ist es natürlich egal, an welchen Staat sie die abzuführenden Steuern überweisen. Geheule gab es nur beim Münchener OB, der dadurch den größten Gewerbesteuerzahler (die Stadtwerke und die Stadtsparkasse sind auf Platz 2 und 3)in der Stadt verlieren wird.Die anderen in der Stadt durchaus ansässigen, riesigen Global-Player zahlen eh wenig.
Und da mir auch egal ist, an welchen Staat ich meine Steuern bezahle, wenn meiner schon meine Steuern nicht will, interessieren mich diese Jing-Ling Import Zigaretten. Den Yuppiescheiß für 1,50 EUR können sie behalten.