Verbotswahn-Politiker: Kreuzzug gegen die Mehrheit
Die Politik des Verbotswahns treibt seltsame Blüten. Unter dem Deckmäntelchen eines angeblichen Gesundheitsschutzes versuchten in der ARD-Talkshow “Anne Will” (siehe Bild) der Hinterbänkler Lothar Binding (SPD) und die Esotherik-Werbeikone Barbara Rütting (Grüne) ihre Visionen vom Verbotswahn mit altbekannten, aber nicht minder zum Teil unwahren Plattitüden unters Volk zu bringen.
Beide forderten das totale Rauchverbot in der Gastronomie. Einwände wurden mit den bekannten Phrasen militanter Antiraucher versucht wegzuwischen. Zwar hat, wie die “Welt” heute berichtet, eine repräsentative Umfrage von Emnid gezeigt, dass nur knapp über 20 Prozent der Bundesbürger ein totales Rauchverbot wollen, aber das scheint die Verbotswahn-Politiker nicht zu interessieren. Wozu das Volk anhören wenn es darum geht, unsinnige Verbote durchzusetzen.
Wie die “Welt” berichtet, sind die meisten Bundesbürger (56 Prozent) für Ausnahmeregelungen beim Rauchverbot, 20 Prozent lehnen ein Rauchverbot generell ab und gerade einmal 23 Prozent wollen das von Binding und Rütting geforderte totale Rauchverbot.
Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses, hat die Fanatiker unter den Politikern gewarnt. Dem Kölner Stadtanzeiger sagte er kürzlich: “Bei manchen Kollegen hat man den Eindruck, sie befänden sich auf einem Kreuzzug”. Weiter meinte Edathy: “Missionarischer Eifer schadet mehr, als dass er nützt.”
Während Rütting die Passivrauchlüge des DKFZ unters Volk brachte “3.301 Menschen sterben an Passivrauch” – nein, sie sagte “3.300″, wahrscheinlich glaubt sie, das klänge etwas seriöser als die schon längst widerlegte Zahl 3301 – ging Binding in unerträglicher und arroganter Weise Marianne Tritz an, die als Vertreterin des DZV, des Deutschen Zigarettenverbandes, an der Diskussion teilnahm. Rütting war ja bisher eher dafür bekannt, dass sie für die rechtslastige Esoterik-Sekte “Universelles Leben” warb. In einem Brief rief Barbara Rütting als Abgeordnete der Grünen zur Teilnahme an einer Demo auf, bei der das Universelle Leben in der Tierschützerszene auftrat. In ihrem Schreiben verharmlost sie die Sekte – und das mit dem Briefkopf des Bayerischen Landtags.
Man versuchte den Anschein zu erwecken, als sei ausschließlich die Zigarettenindustrie mit Lobbyarbeit beschäftigt, lediglich Moderatorin Anne Will sprach kurz davon, dass es ja auch andere Lobbyisten gäbe. Tatsache ist, dass knapp 2.000 Verbände als beim Deutschen Bundestag eingetragen sind, die mit 4.500 Lobbyisten dafür sorgen, dass die Gesetze in ihrem Sinne gemacht werden.
Im Oktober wollen sich die Vertreter der Bundesländer während der Ministerpräsidentenkonferenz in Dresden zusammensetzen, um eine einheitliche Lösung zum Rauchverbot zu finden. Für eine einheitliche Lösung ist nach Angaben der “Welt” die Mehrheit der Deutschen: 81 Prozent wollen keinen Flickenteppich, sondern gleiche Regelungen in allen Bundesländern. Ob sich die Länderfürsten allerdings einigen werden ist fraglich. Zu unterschiedlich sind die Ansichten der einzelnen Politiker. Und zu sehr geht es manchen um Hexenjagd, Stigmatisierung rauchender Menschen und Verbotswahn an Stelle von sinnvollen Gesetzen.
Beliebtheit: 1% [?]
Ähnliche Beiträge:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
- Mehrheit gegen ein Rauchverbot am Arbeitsplatz Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten ist gegen ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Online-Jobbörse “arbeiten.de“....
- Mehrheit lehnt striktes Rauchverbot ab Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lehnt strikte Rauchverbote wie das in Bayern geltende sogenannte “Nichtraucherschutzgesetz” ab. Dies geht aus einer...
- Eine große Mehrheit lehnt Rauchverbot in Bars ab Eine neue Studie hat bestätigt, was jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht, schon längst weiß: Eine überwiegende...
- CDU-Politiker kritisiert Rauchverbot Als “radikale Einschränkung” und “mir geht das zu weit” hat der 68-jährige Erwin Teufel (CDU), selbst Nichtraucher und ehemaliger Ministerpräsident...
- Verbotswahn nimmt immer bizarrere Züge an In Großbritannien hat der Verbotswahn ein neues kurioses Ausmaß erreicht: die landesweit größte Supermarktkette “Tesco” verkauft neuerdings weder Bier noch...
- Bayerische Politiker beziehen Stellung zur Verbotskultur Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen nimmt das Protestportal Zigarrenplattform.de (siehe obiger Link) in Kooperation mit dem Verein zum Erhalt der bayerischen...
- FDP-Politiker: Rauchverbot ist Assozial Mirko Welsch, Kommunalpolitiker der FDP im Saarland, hat in einer Pressemitteilung scharf das Rauchverbot kritisiert. Er bezeichnete es unter anderem...




































Richtig!
Gut erkannt, MD!
Wenn man die Juden- Ketzer- und Hexenverfolgung des Mittelalters als Vergleichsmaßstab nimmt, finden sich tatsächlich ganz erstaunliche Parallelen.
In allen drei Fällen ging es um die ‘Bekehrung’ von Minderheiten, um Gleichschaltung, um mehr oder minder sanften Zwang, um gezielte Diskriminierung und um einen Sündenbock, mit dem man von den wirklichen Problemen ablenken konnte.
Kommentarbewertung: Gefällt mir oder Gefällt mir nicht:
Ja, Ja, die armen Raucher
“Und zu sehr geht es manchen um Hexenjagd, Stigmatisierung rauchender Menschen und Verbotswahn an Stelle von sinnvollen Gesetzen.”
Ja, da ist schon etwas Wahres dran: Der verfolgte und verfemte Raucher ist der Jude des 21. Jahrhunderts.
Kommentarbewertung: Gefällt mir oder Gefällt mir nicht: