Wirt will Luftreinheit in Raucherlokal beweisen
Vaclav Cerveny, selbst Nichtraucher und Wirt des Lokals “Crepes” im bayerischen Ebersberg (siehe Bild) führt derzeit einen Selbstversuch durch. Mit Hilfe des TÜV Rheinland will Cerveny beweisen, dass die Luft in seinem Raucherlokal besser ist als die Luft auf der Straße vor dem Lokal.
Zu diesem Zweck lässt sich der Wirt mehrmals Blut abnehmen. Er will beweisen, dass technische Innovationen durchaus dafür sorgen können, dass in einer Raucherkneipe weniger Schadstoffe zu finden sind als in Nichtraucherlokalen ohne entsprechende Lüftungsgeräte oder an der Straße vor seinem Lokal.
300.000 Euro kosten die Apparaturen, der der TÜV Rheinland und die Firma Gutmann im und vor dem Lokal aufgebaut hat um die Tests durchzuführen. Die Filteranlagen der Firma Gutmann (Rauchernews berichtete) sorgen dafür, dass nicht nur Schadstoffe von Tabakprodukten gefiltert werden, sondern auch die meisten anderen schädlichen Partikel, die sich in der Luft befinden.
Sowohl Gutmann als auch Cerveny geht es nicht darum, das Rauchverbot zu kippen, sondern sie wollen saubere Luft auch in Raucherlokalen. Der Wirt wörtlich gegenüber Rauchernews: “Auch Raucher haben einen Anspruch auf saubere Luft”. Diese saubere Luft kann, so Gutmann und der Wirt, durch Filteranlagen wie das “Casadron”-Produkt von Gutmann erreicht werden.
Auf die Frage, wie man den Wirten die Investitionskosten schmackhaft machen wolle, rechnete Gutmann vor, dass ein Wirt für die Filteranlagen etwa 3 bis 6 Cent pro Quadratmeter und Tag rechnen müsse. Das seien für ein Lokal mit 100 Quadratmetern etwa 7 Euro am Tag, eine Summe, die durch Mehreinnahmen schnell wieder herein käme. Man muss keine Raucher mehr vor die Türe schicken und spart sich den Aufwand für einen Raucherclub sowie die dadurch ausbleibenden Nichtraucher. Zusätzlich spart man massiv an Heizkosten und es lagern sich keine schädlichen Komponenten mehr an Wänden oder Vorhängen ab.
Die Richtwerte für VOC-Konzentrationen (also die Summe aller Schadstoffe) in der Innenraumluft betragen 300 Mikrogramm pro Kubikmeter. Und nicht “0″, wie uns militante Antiraucher wider besseres Wissen immer wieder weismachen wollen. Unterhalb von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens, so die EU, “unwahrscheinlich”. Auch wenn die Messungen im Crepes noch nicht abgeschlossen sind, so kann man davon ausgehen, dass die Richtwerte der VOC-Konzentration um bis zu 80 Prozent unterschritten werden.
Nach Abschluss der Versuche und der Auswertung durch den TÜV Rheinland will es Vaclav Cerveny darauf ankommen lassen. Er plant, die geschlossene Gesellschaft, die sein Lokal derzeit noch ist, wieder aufzulösen und trotzdem rauchen zu lassen. Dabei hofft er auf eine Anzeige um dann eine Musterklage führen zu können.
Cerveny gegenüber Rauchernews: “Die Raucherclubs in der jetzigen Form sind unsinnig. Ich bin dafür, dass der Wirt selbst entscheidet, ob er das Rauchen in seinem Lokal verbietet oder aber technische Voraussetzungen schafft, dass trotz Rauchens im Lokal die Luft sauber ist. Denn wenn die technischen Möglichkeiten vorhanden sind – und das sind sie – hat jeder, ob Gast, Mitarbeiter oder Wirt, das Recht auf saubere Luft.”
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Schade für die Antis
Hoffentlich hält der Wirt das durch. Es ist ein Witz, alles mit Grenzwerten zu versehen und bei diesem Thema den grenzwert NULL anzusetzen. Es wäre der absolute Hohn für die Antis, und davon ist auszugehen, wenn dieses Vorhaben für die Intoleranten Antis im Chaos oder besser gesagt in der Wiedereinführung der Normalität, also Rauchen wieder erlaubt, endet.
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