Diese Option stellt den Urzustand dieser Seite wieder her. Alle geschlossenen Widgets oder Kategorien werden wieder hergestellt.

Wiederherstellen

Grüne fordern Werbeverbot für Süßes

Donnerstag, 26. Juni 2008, 8:43

Bärbel Höhn will Werbeverbote für Süßigkeiten

Die Grünen, ursprünglich die Partei gegen Verbote und für freie Entscheidungen, mutiert immer mehr zu einer Partei des Verbotswahns. Jetzt hat Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsschefin der Grünen im Bundestag, ein Werbeverbot für Süßigkeiten gefordert.

Als Grund für diese Forderung gibt die selbst nicht gerade schlanke Politikerin an, dass man schärfer gegen ein frühes Übergewicht vorgehen solle. Das Kabinett berät derzeit über den “Nationalen Aktionsplan Ernährung”, der aber Höhn nicht weit genug geht. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung.

“Der Aktionsplan packt das Problem nicht an den Ursachen, sondern es werden hauptsächlich Alibi- Maßnahmen vorgeschoben”, sagte Höhn laut Süddeutscher Zeitung, “Übergewichtige Kinder werden so nicht erreicht”. Es gäbe zwar haufenweise Selbstverpflichtungen und Broschüren im Aktionsplan, aber keine wirksamen Maßnahmen, so die Grünen-Politikerin.

Sinnvoll sei nach Höhns Meinung ein Werbeverbot für Süßigkeiten im Fernsehen. Dass Werbeverbote nur den derzeitigen Multis etwas bringen, zeigt sehr gut das Werbeverbot für Tabakwaren, welches ausschließlich dem Multi Philip Morris wirklich etwas bringt. Das Rauchen wurde durch Werbeverbote nicht eingeschränkt, nur die Marktherrschaft großer Konzerne wird dadurch stablilisiert (Rauchernews berichtete).

Höhn fordert neben dem Fernsehwerbeverbot auch eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel in Form einer Ampel. Damit könnte man auf einen Blick sehen, wie hoch der Anteil von Zucker, Fett oder Salz bei den einzelnen Lebensmitteln sei. Verbraucherminister Seehofer (CSU) will dagegen Prozentangaben der Nährwertgehalte auf die Verpackungen aufdrucken lassen. Auf europäischer Ebene könne er sich auch eine farbliche Unterlegung vorstellen, so der CSU-Politiker.

Höhn kommentierte dies mit den Worten: “Seehofer scheut auch weiterhin vor staatlichen Eingriffen und gesetzgeberischen Maßnahmen zurück”. Und weiter: “Bildung und Information sind zwar wichtig, sie wirken aber erst mittelfristig. Die Mitverursacher der Übergewichtsprobleme, also die Ernährungs- und Werbewirtschaft, werden komplett geschont.”

Beliebtheit: 2%

Share on Facebook

Ähnliche Beiträge:

4 Kommentare

  1. Liberaler

    Fast jedes Produkt ist in irgendeiner Weise schädlich, aber deswegen überall Werbeverbote fordern, bringt nur eines, es macht die Werbeindustrie kaputt. In Maßen genießen ist angesagt. Genau das kann aber die Lebensmittelampel nicht leisten, denn diese sagt bei “Rot” einfach “Stopp, kauf mich nicht”. Viele werden sich davon beeindrucken lassen und lieber die Produkte mit “Grün” kaufen. Deswegen bin ich auch gegen die Lebensmittelampel. Zum Glück ist diese nun gescheitert. Die Lebensmittelampel bringt nur eine plakative Vereinfachung und ruft zum Teil groteske Ergebnisse hervor. So würde Cola Light wegen des fehlenden Zuckers Grün bekommen, obwohl das Getränk ja nicht unbedingt zu den Gesündesten zählt.
    Schade, dass die Grünen (haha, auch eine Ampelfarbe) nicht den mündigen Bürger fördern, sondern nur an der Verbotsschraube drehen.


    Kommentarbewertung: Gut oder Schlecht: Thumb up 1 Thumb down 0 (+1)

    [Antwort]

  2. Bärbel Höhn scheint – zumindest auf diesem Foto – selbst übergewichtig zu sein und geht somit auf eine Minderheit los, der sie selbst angehört. Mehr Masochismus ist mir bisher in dieser Form noch nicht untergekommen.


    Kommentarbewertung: Gut oder Schlecht: Thumb up 1 Thumb down 0 (+1)

    [Antwort]

  3. Daniela Jentzsch

    Staatl. Massnahmen
    “Herr Seehofer scheut vor staatlichen Massnahmen zurück…! Das passt natürlich Frau Höhn nicht. Die Grünen mutieren zu einer totalitären Partei. Wie sagte Frau Künast in einer Talkshow so schön: … man muss durchaus über die Anwendung von Zwangsmassnahmen beim Bürger nachdenken.” Übrigens war das Thema ebenfalls die Fehlernährung. Das Rauchverbot ist nur der Anfang, der Rest zeichnet sich schon ab.


    Kommentarbewertung: Gut oder Schlecht: Thumb up 2 Thumb down 0 (+2)

    [Antwort]

  4. Robin

    Und dann…
    Nach der Ampel, wenn diese, erwartungsgemäß, nicht zu einer drastischen Reduktion führt, müssen dann natürlich wirkungsvollere Mittel her, z.B. Ekelbilder.
    Und es muß ein gesellschaftliches Klima gescaffen werden, das Übergewicht ächtet: “Kind, spiel nicht mit dem Dicken da, das ist sowieso nur ein Proll aus der Unterschicht!”
    Und wenn Herr Seehofer von ‘Prozenten’ spricht – warum drängt sich mir da die Vision von einer Mehrwertsteuerhöhung für ‘ungesunde’ lebensmittel auf?
    Weil diese Ahnung gut begründet ist!


    Kommentarbewertung: Gut oder Schlecht: Thumb up 2 Thumb down 0 (+2)

    [Antwort]

Antwort (Kommentar) hinterlassen