Verbotswahn absurd: Außerehelicher Sex für Carabinieri verboten
Der Verbotswahn in Italien nimmt langsam groteske Züge an. Nun wurde einem Carabinieri von einem Gericht verboten, die Affäre mit einer verheirateten Frau fortzusetzen. Grund für das Verbot: Ein Carabinieri müsse eine “beispielhafte Haltung” an den Tag legen.
Leutnant Nicolo C. hatte seinen Gefreiten Rosario B. aufgefordert, seine Affäre mit einer verheirateten Frau in Capaccio bei Salerno zu beenden. Rosario B. bezeichnete darauf seinen Vorgesetzten als “heimtückischen Lügner und Dieb” und soll ihm angeblich einen Schreibtisch entgegengeschleudert haben. Daraufhin ging das Ganze zuerst vor ein Militärgericht in Neapel.
Das Militärgericht befand, dass die Affäre des Gefreiten “in einem privaten und persönlichen Zusammenhang stehen, die mit dem Dienst nichts zu tun haben”. Deshalb gehe die Affäre den Chef von Rosario B. nichts an. Damit wollte sich der Leutnant nicht abfinden und so musste ein anderes Gericht eine Entscheidung treffen.
Das italienische Kassationsgericht entschied nun, wie verschiedene Presseberichte mitteilten, dass der Leutnant im Recht sei, wenn er verlangte, dass der Gefreite die Affäre beenden müsse. Carabinieri dürften keinesfalls mit Seitensprüngen “Schande über ihre Brigade bringen und ihre Waffe entehren”, so das Gericht.
Es brechen schwere Zeiten für italienische Polizisten an. Rauchen dürfen sie nicht mehr und nun ist es ihnen auch verboten, außerehelichen Sex zu haben. Man darf gespannt darauf warten, welches Verbot sich die italienische Regierung als nächstes einfallen lässt.













