Prävention: Das dreckige Geschäft mit der Angst und dem Gesundheitswahn
Die Züricher Zeitung “Die Weltwoche” hat in einem langen Artikel herausgearbeitet, wie das dreckige Geschäft mit dem Gesundheitswahn und dem dahinter stehenden Lobbyismus funktioniert, wie man Angst erzeugt um Geld zu machen. Die Erkenntnisse aus der Schweiz lassen sich problemlos auf andere Länder, auch auf Deutschland, übertragen.
Der Artikel des Autors Peter Keller ist überschrieben mit “Flächendeckende Umerziehung” und wird eingeleitet mit folgendem Satz: “Prävention heisst das jüngste Zauberwort der Politik. Ob Depressionen, Asthma, Sekten oder Mobbing: Die staatlichen Gesundheitsförderer greifen immer rabiater durch. Ihre Bevormundungskampagnen verschlingen Millionen. Der Nutzen ist unbewiesen.”
In der Schweiz hatten sich die Vertreter der wichtigsten Wirtschaftsverbände des Landes getroffen, um ihren Widerstand gegen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu koordinieren. Schon früher wurde BAG-Chef Thomas Zeltner als “Gesundheits-Taliban” bezeichnet, wegen dessen massiver Präventions-Kampagnen gegen das Rauchen, das Übergewicht und den Alkohol.
Das Zauberwort heißt “Prävention”. Tiefgreifende Einschnitte in die Selbstbestimmung der Menschen rechtfertigt man mit dem Argument “Prävention”. Unterstützt wird das Ganze durch eine Handvoll militanter, aber gut organisierter und mit scheinbar unendlichen Mitteln versehener Vereine und Organisationen. Interessant ist dabei, dass diese Gelder meist – obwohl der Öffentlich vorgegaukelt wird sie kämen durch Spenden – durch Steuergelder finanziert werden. Eine aktuelle Rechnung hat ergeben, dass alleine in der Schweiz 1,13 Milliarden Franken jährlich unter dem Deckmäntelchen Prävention ausgegeben werden, Tendenz steigend.
Der Artikel in der Weltwoche räumt auch mit dem Märchen auf, dass beispielsweise Raucher die Kassen höher belasten würden als Menschen, die nicht rauchen. Die Zeitschrift “Public Library of Science Medicine” hatte errechnet, dass gesunde und schlanke Menschen ab dem 20. Lebensjahr durchschnittlich 281.000 Euro an Kosten verursachen, Raucher dagegen nur 220.000 Euro. Fazit des Berner Immunologen Beda Stadler: “Wer länger lebt, verursacht mehr Arztkosten.”
Dass Prävention Kosten spart, wurde ebenfalls als Fabel der Verbotswahn-Befürworter entlarvt: In den USA liegt der Präventionsanteil an den gesamten Gesundheitskosten bei 3,9 Prozent und damit weit höher als die 2,2 Prozent in der Schweiz. Dies geht aus Untersuchungen der WHO hervor. Trotzdem sind die Gesundheitskosten pro Kopf nirgendwo höher als in den USA. Laut OECD waren das im Jahre 2005 durchschnittlich 6.401 Dollar – gegenüber 4.177 Dollar in der Schweiz.
Der Artikel der Weltwoche schließt mit den Worten: “In den letzten Jahren ist eine gewaltige Präventionsbewegung entstanden, die mit immer grösseren staatlichen Mitteln und immer mehr gesetzlichen Instrumenten die Bürger bis ins Private hinein verfolgt. Eine regelrechte Volkserziehung ist im Gange. Dass dabei individuelle Freiheitsrechte beschnitten werden, nimmt man in Kauf. Schließlich geschieht das Ganze ja zum angeblichen Wohl des Menschen.”
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