Umfrage sieht CSU auf 44 Prozent
Der Radiosender Antenne Bayern führte nun zum fünften Mal eine repräsentative Umfrage durch. Kern der Fragestellung ist, welche Partei würden die Befragten wählen wenn jetzt Landtagswahlen wären. Aufgrund dieser Befragung würde die CSU auf den historischen Tiefpunkt von 44 Prozent abstürzen.
Interessant ist, dass weder die SPD noch die Grünen von diesem Absturz profitieren. Die SPD stagniert bei 20 und die Grünen bei 11 Prozent. Profitieren können laut dieser Umfrage die beiden Parteien, die sich gegen das Rauchverbot aussprechen. Sowohl die FDP als auch die Freien Wähler hätten je 9 Prozent der Stimmen und würden damit in den bayerischen Landtag einziehen.
Zwar versucht die CSU abzuwiegeln und wirft dem unabhängigen Umfrageinstitut mifm unseriöses Arbeiten vor, man kann aber davon ausgehen, dass die CSU intern mehr als nervös ist. CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sagte, das Umfrageinstitut arbeite mit einer “fragwürdigen Methodik”. Parteivize Horst Seehofer meinte, er hätte andere Empfindungen wenn er in Bayern unterwegs sei und Ministerpräsident Günther Beckstein warnte davor, die Zahlen überzubewerten. Bei anderen Instituten liege man immer noch über 50 Prozent.
Die Methodik der Befragung gilt als Standard für politische Umfragen. Es wurden zwischen dem 21. und 23. April 2008 1.000 Wahlberechtigte Personen in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns telefonisch befragt.
Interessant ist, was als “problematische Themen” für die CSU angegeben wurden. Neben der Planung des Transrapid und der Schulpolitik gaben 69 Prozent der Befragten das Rauchverbot als Grund an. Das deckt sich auch mit dem Hochschnellen von FDP und Freien Wählern in den Umfragen.
Auf die Frage, ob man die von der CSU für die Landtagswahl 2008 ausgegebene Parole “50 Prozent + X” als wahrscheinlich erachte, antworteten 45 Prozent der CSU-Sympathisanten und 56 Prozent aller Befragten “Die CSU erreicht dieses Ergebnis nicht”.
Auf die Frage, ob man Günther Beckstein (CSU) oder Franz Maget (SPD) direkt als Ministerpräsident wählen würde wenn das möglich wäre, sprachen sich 45 Prozent für Beckstein und 13 Prozent für Maget aus, aber 42 Prozent der Befragten antworteten mit “Keinen von Beiden”.













