taz über Ermer: Der Rauchmelder
Die “taz” hat einen Bericht über Siggi Ermer, den Boss der militanten Antiraucher-Gruppe “Pro Rauchfrei”, die von vielen Menschen wegen ihrer Militanz “Pro Hirnfrei” genannt wird, geschrieben. Überschrift: Der Rauchmelder. Es wird in dem Artikel ein Mensch skizziert, dessen einziger Lebenszweck darin zu bestehen scheint, seine Idee einer komplett rauchfreien Welt druchzupauken, mit “Ausschöpfung aller rechtlich zulässigen und verfügbaren Mittel”, wie es in der Satzung des Vereins heißt.
Dass die “verfügbaren” Mittel häufig höher gestellt werden als die “erlaubten”, liegt in der Natur der Sache. Wo ist die Grenze einer Gruppierung, die Denunzianten heranzüchtet? Ermer selbst hatte die taz gebeten, seinen Wohnort nicht zu veröffentlichen. Wer denunziert, muss Angst haben. Ermer bezeichnet einen Raucher, der sich gegen die Gängelung und Stigmatisierung wehrt als ein “Kind, dem sie den Schnuller wegnehmen: Das führt sich auf.”
Stolz zeigt er dem taz-Redakteur Georg Löwisch seine in Excel erfassten Daten. 600 Vorgänge von Denunziationen hat er erfasst, alle wurden auf einfachste Art und Weise per Mausklick von der Webseite seiner Gruppe erfasst. So entgeht ihm kein Fall, so kann er nachhaken wenn ein Ordnungsamt nicht gleich springt wenn er, Siggi Ermer, Wirte denunziert.
Wenn die Ordnungsämter nicht reagieren, keine Strafen verhängen, dann kann er auch wütend werden, der Siggi. Die taz berichtet, dass dann sein Mund zum Strich wird und seine Lachfältchen schlagartig verschwinden.
Aber der Siggi ist nicht dumm. Er kennt sich aus im Feld der Denunziation. Er hat ja Helmut Schmid nicht angezeigt, das könnte zu viel negative Presse bringen. Das überlässt er dann Leuten wie Keiser.
Sein Verein hat nach eigenen Angaben 1.300 Mitglieder und kommt mit 6.000 Euro Jahresbudget aus. Er selbst arbeitet angeblich zehn Stunden täglich für seinen Verein. Er fährt durch die Lande, sucht nach Lokalen in denen vielleicht noch geraucht wird oder irgendein kleiner Fehler gefunden werden kann, der anzeigungswürdig ist. Dann strahlt der Siggi wahrscheinlich, während der nächste Denunziantenbrief ausgedruckt und verschickt wird.
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